VerbraucherInfo 2010 03 Neue Techniken im Haushalt
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März 2010
INFO
? Haushalt: Neue Gerätetypen ? VSB-Tipp: Kokosmilch ? Weltverbrauchertag
Neue Techniken im Haushalt
Induktionsherd, Dampfgarer, Wäschetrockner mit Wärmepumpe: Hightech erleichtert die Hausarbeit.
Wer einen Induktionsherd zu Hause hat, weiß es: Das Kochen geht blitzschnell, die Herdplatte aber bleibt kalt. Gerade mal viereinhalb bis sieben Minuten sind erforderlich, um eineinhalb Liter Wasser auf 90 Grad zu erhitzen. Induktionsherde sind gefragt. Wurden 2002 120.000 verkauft, waren es 2008 fast doppelt so viele. So funktioniert der Induktionsherd Beim üblichen GlaskeramikHerd leuchtet ein Kochfeld glutrot auf und strahlt Hitze ab. Beim Induktionskochfeld befinden sich Kupferspulen unter der Glaskeramik. Sie erzeugen aus Strom ein elektromagnetisches Feld. Der Topfboden nimmt es auf und wandelt es in Wärme um. Wird das Kochgeschirr von der Herdplatte genommen, schaltet der Strom wieder ab. Die Stromersparnis hält sich in Grenzen Laut Stiftung Warentest verbraucht ein Induktionskochfeld inklusive Standby monatlich etwa acht Kilowattstunden Strom, die Kochfelder mit Strahlungsbeheizung knapp zehn Kilowattstunden. Fazit: Wer wenig kocht, spart mit Induktion gerade mal fünf Euro im Jahr. Wer hingegen täglich für eine Großfamilie ein Essen zubereitet, kann mehr Geld sparen. Eventuell muss für die Induktionskochfelder neues Kochgeschirr angeschafft werden. Denn es eignen sich nur Töpfe und Pfannen mit magnetisierbarem Boden, wie eisenhaltiges Kochgeschirr aus Stahlemail, Gusseisen und manche Edelstahltöpfe. Mit einem Magneten lässt sich testen, ob bereits vorhandene Töpfe verwendet werden können. Beim Kochen entstehen störende Geräusche Es surrt, knackt und brummt in der Küche, wenn ein Induktionskochfeld eingeschaltet ist. Die Geräusche kommen vom elektromagnetischen Feld der Induktionsplatten, die das Topfmaterial zum Schwingen bringen. Es hängt vom Topf und seinem Inhalt ab, wie laut die Geräusche sind, die empfindliche Menschen stören können. Die Töne können allerdings sehr hohe Frequenzen erreichen, die für das menschliche Ohr nicht mehr wahrnehmbar sind, wohl aber für Haustiere wie Hund oder Katze.
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INFO: Haushaltsgeräte, die sparen helfen
n Beratung zu Haushaltsgeräten gibt es in allen VSBBeratungsstellen. n Broschüre: Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2009/10, vom Verbraucherzentrale Bundesverband, in allen VSB-Beratungsstellen kostenlos erhältlich. Bei Versand gegen Rechnung 2.45 Euro oder unter www. verbraucherzentrale-energieberatung.de
Foto: AEG
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Der Dampfgarer sorgt dafür, dass Lebensmittel ihren Eigengeschmack behalten.
Können Magnetfelder der Gesundheit schaden? Wird das Magnetfeld nicht ganz vom Topf aufgefangen, entsteht ein magnetisches Streufeld. Solche Streufelder können eventuell einen negativen Einfluss auf die Gesundheit haben. Deshalb muss die Abstrahlung möglichst klein sein. Laut dem Magazin test halten jedoch die getesteten Geräte den EU-Grenzwert nicht nur ein, sondern reizen
ihn nur bis zu 16 Prozent aus. Trotzdem sollten Patienten mit einem Herzschrittmacher oder anderen elektronischen Implantaten vor der
WÄSCHETROCKNER: Die Wärmepumpe spart Strom
Die Erfolgsgeschichte der Wäschetrockner mit Wärmepumpe begann vor zehn Jahren. Die neuen Geräte finden immer mehr Kunden. Denn ihr Gebrauch senkt die Stromkosten um rund die Hälfte. Nur das Trocknen auf der Leine ist günstiger. Zum Vergleich: Ein Trockenvorgang mit einem Gerät herkömmlicher Technik verbraucht zwischen drei und 4,5 Kilowattstunden Strom. Kommt der Trockner in einem Familienhaushalt beispielsweise dreimal in der Woche zum Einsatz, summieren sich die Stromkosten auf etwa 126 Euro im Jahr. Möglichst im Freien trocknen Bei schönem Wetter sollte Wäsche im Garten oder auf dem Balkon trocknen. „Auch wenn die neuen Geräte sehr sparsam im Verbrauch sind, Sonne und Wind arbeiten gratis“, so Marianne Wolff, Umweltberaterin im VerbraucherService. Bei Schlechtwetter und im Winter trocknet die Wäsche in geschlossenen, warmen Räumen. Die verdunstende Feuchtigkeit kann jedoch negative Auswirkungen haben, so Wolff: „Sie erhöht die Heizkosten und führt im schlimmsten Fall zur Schimmelbildung.“ Die neue Wärmepumpen-Technik Herkömmliche Kondensationstrockner geben Wärme in den Raum ab. Die Wärmepumpentechnik hält die Wärme im Trocknungsprozess. Die neuen Trockner, die mit dieser Technik ausgestattet sind, kosten zwar mehr, dafür benötigen sie weniger Strom gegenüber einem herkömmlichen Gerät der Energieeffizienzklasse C. Wärmepumpen-Trockner sind in die Klasse A eingestuft. Die Testsieger der Stiftung Warentest Von fünf im Oktober letzten Jahres getesteten Wäschetrocknern mit Wärmepumpe erreichten alle ein „Gut“. Testsieger wurde das Gerät von Bosch, WTW, 86560 (1,6). Es folgten AEG-Elektrolux Öko Lava-therm 59840 (1,8), Miele TKF 7350 (1,8), Quelle/Privileg Pro Comfort 95750 WP (1,9) und Blomberg TKF 7350 (2,0). Die Preise lagen zwischen 825 und 1250 Euro. san
Anschaffung eines Induktionsherdes ihren Facharzt fragen. Denn: Je nachdem, wie störungsempfindlich das Implantat ist, kann es durch die Induktion aus dem Takt gebracht werden. Die sechs besten Induktionsherde Die Stiftung Warentest hat sieben Induktions-Kochfelder getestet, sechs davon erhielten das Qualitätsurteil Gut. Testsieger wurde das Kochfeld AEG-Elektrolux 78001K-MN. Ebenfalls mit gut wurden bewertet: ? Küppersbusch EKI607.2M, ? Miele KM 5945, ? Neff TT 4440N, ? Siemens EH 675 MB 11E, ? Ikea Nutid HB 14. Die Preise liegen zwischen 700 und 1800 Euro. Zum Vergleich: Ein gutes strahlungsbeheiztes Kochfeld gibt es bereits ab 450 Euro, siehe test 9/2009. Köstlich kochen mit dem Dampfgarer Schon die alten Chinesen garten ihren Reis im Dampf. Mit dieser Methode bleiben Nährstoffe und Aroma der Speisen erhalten. Beim Garen umschließt der heiße Wasserdampf das Gargut von allen Seiten. Mehrere Zutaten – zum Beispiel Fisch und Gemüse – können gemeinsam gegart werden, denn der
Geschmack wird nicht übertragen. Die Speisen sehen auch schön aus, denn die Farbe von Gemüse bleicht nicht aus. Ideal ist Garen für Fleisch, beispielsweise Tafelspitz, gedämpften Fisch, Gemüse, Kartoffeln oder Reis. Für alle Lebensmittel, die gebräunt werden sollen, wie Bratfisch, Roastbeef, Braten oder Brot, eignen sich die Dampfgarer nicht, außer man wählt ein Kombigerät, das auch grillen kann. Beim Dampfgaren können Salz und Fett aufgrund des intensiven Eigengeschmacks der Lebensmittel sparsam verwendet werden. Das passende Gerät aussuchen Wer sich zum Kauf eines Dampfgarers entschließt, sollte sich das Gerät unbedingt vorführen lassen. Zur Auswahl stehen: n Kleingeräte, die man anschließend wegräumen kann. Sie kosten zwischen 40 und 70 Euro und sind ideal für Einsteiger. n Großgeräte mit Dampfgarfunktion als Stand- oder Einbaugerät. Der Preis liegt bei circa 1000 Euro. n Kombinationsgeräte mit Mikrowelle, Heißluft oder Grill. Sie sind die Luxusvariante und kosten etwa 2000 Euro. Nicht verwechseln sollte man den Dampfgarer mit einem Dampfbackofen, der es ermöglicht, während des Backvorganges, zum Beispiel für Brot oder Hefegebäck, Dampf zuzuschalten. Weitere Informationen gibt es in test, Ausgabe 1/2007. Erni Sandtner
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Foto: Miele
? VSB: WIR BERATEN SIE
VSB-TIPP: Kokosmilch verfeinert asiatische Gerichte
In vielen asiatischen Rezepten wird als Zutat Kokosmilch oder Kokoscreme angegeben. Ist das die Flüssigkeit in der Kokosnuss? Karin Sch. Nein, die Flüssigkeit im Hohlraum der Kokosnuss wird als Kokoswasser bezeichnet und ist in unreifen Früchten reichlich enthalten. Für Kokosmilch wird Kokosnussfleisch mit Wasser püriert und ausgepresst. Das Ergebnis ist eine aromatische, milchige Flüssigkeit mit einem Fettgehalt zwischen 15 und 25 Prozent, je nach Wassergehalt. Die als Konserve angebotene Kokosmilch gibt asiatischen Gerichten eine dezent-samtige Note. Das intensive Aroma passt zu Gemüse, Fleisch- und Fischcurrys, aber auch zu Soßen, Desserts und Cocktails, zum Beispiel Piña Colada. Kokoscreme oder Creme of coconut dagegen ist eine dickflüssige Creme aus Kokosnussfett und häufig mit Rohrzucker gesüßter Kokosmilch. Sie unterscheidet sich deutlich von der flüssigen Kokosmilch. Kokosmilch und creme, auch in Bioqualität, gibt es im Supermarkt und im Asia-Laden. Gisela Horlemann Leiterin der Abteilung Ernährung im VSB Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–12, Mo, Di 14–16, Do 14–17 Uhr (wenn nicht anders angegeben) www.verbraucherservice-bayern.de 86152 AUGSBURG Ottmarsgässchen 8, Tel. 08 21/15 70 31 Hausw. Berufsbildung: Tel. 08 21/51 03 68 augsburg@verbraucherservice-bayern.de 96047 BAMBERG (Mittwoch geschlossen) Grüner Markt 14, Tel. 09 51/20 25 06 Umweltberatung: Tel. 09 51/20 16 96 bamberg@verbraucherservice-bayern.de 93413 CHAM Obere Regenstr. 15, Tel. 0 99 71/67 53 Mo, Mi, Fr 9–13 Uhr, Do 13–17 Uhr cham@verbraucherservice-bayern.de 86609 DONAUWÖRTH Münsterplatz 4, Tel. 09 06/82 14, Mo 9–12 Uhr 91301 FORCHHEIM Sattlertorstr. 5, Tel. 0 91 91/64 68 9 85049 INGOLSTADT Kupferstr. 24, Tel. 08 41/95 15 999-0 ingolstadt@verbraucherservice-bayern.de 80335 MÜNCHEN Dachauer Str. 5, Tel. 089/59 62 78, muenchen@verbraucherservice-bayern.de 85375 NEUFAHRN Bahnhofstr. 32, Tel. 0 81 65/60 74 8, Mo, Di, Mi,Do 8.00 –12.00 Uhr, verbraucher@neufahrn.de 94032 PASSAU Ludwigsplatz 4/I, Tel. 08 51/36 24 8 Umweltberatung: Tel. 08 51/33 49 2 passau@verbraucherservice-bayern.de 93047 REGENSBURG Frauenbergl 4, Tel. 09 41/51 60 4 Umweltberatung: Tel. 09 41/56 34 58 regensburg@verbraucherservice-bayern.de 92421 SCHWANDORF Spitalgarten 1 (Rathaus) Tel. 0 94 31/90 10; Di 9.30–12.30 Uhr 83278 TRAUNSTEIN Bahnhofstr. 1, Tel. 08 61/60 90 8 Di, Do, Fr 9–12 Uhr traunstein@verbraucherservice-bayern.de 97070 WÜRZBURG Bahnhofstr. 4–6, Tel. 09 31/30 50 80 wuerzburg@verbraucherservice-bayern.de
VSB-Veranstaltungen zum Weltverbrauchertag
Augsburg, 15. März Bamberg, 15. März Cham, 15. März Forchheim, 17. März Ingolstadt, 15. März Neufahrn, 15. März Passau, 13. -21. März Regensburg, 20. - 28. März
Foto: digitalstock/Gastmann
Beratungsstelle, 10 Uhr: Vortrag „Der gläserne Verbraucher“, 14 Uhr: Vortrag über Textilien „Voll im Trend oder schief gewickelt?“ Beratungsstelle, 9 bis 16 Uhr: Information über Produktsiegel und deren Aussage, wie zum Beispiel: „Ohne Gentechnik“, „FairTrade“ oder „Naturtextil“. Beratungsstelle, 9 bis 16 Uhr: Vorstellung der Broschüre „Einkaufen in Tschechien“. Kostenlose Beratung. Beratungsstelle, 10 bis 13 Uhr: kostenlose Beratung. Beratungsstelle, 9 bis 16 Uhr: Information und kostenlose Beratung, Thema „Rund um Versicherungen“, Ausstellung „Fit im Job – richtig Essen im Berufsalltag“. Rathaus (Beratungsstelle), 9:30 Uhr: Eröffnung der Ausstellung „Verbraucherrecht“, 10 Uhr: Vortrag „Risiko absichern mit der Berufsunfähigkeitsrente“, 11 Uhr: Vortrag „Riestern ja oder nein?“ DreiLänderMesse, Ausstellung und Beratung über Textilien „Voll im Trend oder schief gewickelt?“ dona-Ausstellung, Dultplatz, Ausstellung und Beratung über Textilien „Voll im Trend oder schief gewickelt?“. Am 21.3. von 10 bis 17 Uhr: kostenlose Energieberatung. Beratungsstelle, 9 bis 12 Uhr: kostenlose Beratung zum Versicherungsbedarf. Beratungsstelle, 10 bis 14 Uhr: kostenlose Beratung, 10 Uhr: Vortrag „Der gläserne Verbraucher“, 11 Uhr: Beispiele zum Thema „Wie viel Fett und Zucker steckt in Müsli, Keksen & Co.?
Traunstein, 16. März Würzburg, 15. März
Informationen können der örtlichen Tagespresse entnommen werden.
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