Die Eigenschutzzeit der Haut beträgt je nach Typ 5 bis 30 Minuten, das heißt, nach dieser Zeit treten Hautrötungen auf, verursacht durch den gefährlichen mittelwelligen UV-B-Anteil der Sonnenstrahlung.
Durch den Lichtschutzfaktor (LSF) oder Sonnenschutzfaktor (SSF oder SPF) eines Sonnenschutzmittels wird der Schutz vor dieser UV-B-Strahlung weltweit einheitlich gekennzeichnet. So bedeutet ein LSF von 15 eine Verlängerung der Eigenschutzzeit um das Fünfzehnfache, statt zehn Minuten kann man sich beispielsweise zweieinhalb Stunden in der Sonne aufhalten. Dermatologen empfehlen jedoch, die theoretischen Zeitangaben nur zu 60 Prozent auszuschöpfen, bei dem genannten Beispiel wären das eineinhalb Stunden. Ein Nachcremen ist erforderlich bei starkem Schwitzen oder nach Wasserkontakt. Das verlängert jedoch nicht den Schutz!
Ein Lichtschutzfaktor von 10 bis 15 hält 90 bis 93 Prozent der UV-B-Strahlen ab und ist für Menschen mit normal empfindlicher Haut ausreichend. Ein LSF von 20 filtert 95 Prozent der Strahlen und empfiehlt sich für empfindliche Haut. Produkte mit höherem LSF (= mehr Filtersubstanzen) lassen sich schwerer verteilen und sind eventuell erst bei höheren Strahlungsintensitäten, zum Beispiel im Gebirge, in Äquatornähe, bei Reflexionen durch Wasser, Sand oder Schnee, nötig. Ein hundertprozentiger Schutz wird in keinem Fall erreicht, mit LSF 50+ sind es 98 Prozent. Die LSF decken den Bereich von 2 bis 50+ ab.
Der LSF gibt keine Aussage über die längerwelligen UV-A-Strahlen. Diese sind hauptsächlich für vorzeitige Hautalterung und unerwünschte Hautreaktionen verantwortlich.
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von UV-Filtern:
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