07.04.2011 - Wer genau wissen möchte, wo sein Osterei herkommt, muss den Eierkarton öffnen. Erst der Erzeugercode auf dem Ei zeigt eindeutig, ob die Eier tatsächlich aus Bayern stammen.
Die Kennzeichnung auf dem Eierkarton gibt nur Auskunft über die Packstelle, nicht jedoch woher das Ei selbst kommt. Die Herkunft erfährt der Verbraucher durch den Code direkt auf dem Ei. In allen Ländern der Europäischen Union müssen Eier mit dem Erzeugercode gestempelt sein.
Beispiel: 1 – DE – 0912345
Die vorderste Stelle beschreibt das Haltungssystem: | 1 steht für Freilandhaltung |
Die zweite Stelle gibt das Herkunftsland an: | DE steht für Deutschland |
Die Zahlenkombination an der dritten Stelle ist die Betriebsnummer, wobei die ersten beiden Ziffern das Bundesland, die dritte bis sechste Ziffer den Betrieb und die siebte Ziffer den Stall benennen: | 09 steht für Bayern |
Seit 1. Januar 2010 ist die Legehennen-Haltung in Batteriekäfigen in Deutschland verboten. In den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist die Käfighaltung erst ab 1. Januar 2012 untersagt. Deshalb lohnt für Verbraucher, die sich bewusst gegen Eier aus Legebatterien entscheiden möchten, der Kauf von Eiern mit dem Kennzeichen „DE“. Legehennen-Haltung in Batteriekäfigen erkennt man, wenn an der ersten Stelle des Erzeugercodes die Zahl 3 steht.
Ebenfalls mit der Zahl 3 müssen Eier aus der sogenannten Kleingruppenhaltung gekennzeichnet werden. Sie dürfen auch in Deutschland verkauft werden. Die Hühner haben dabei mehr Platz als in Legebatterien, sie werden aber immer noch nicht artgerecht gehalten.
Der VSB rät: Kaufen Sie möglichst keine Eier aus der Käfig- und Kleingruppenhaltung.
Die Vorschriften gelten auch für Eier aus ökologischer Erzeugung. Auf der Verpackung von Eiern aus ökologischer Erzeugung ist zusätzlich zu den Kennzeichnungsanforderungen die Codenummer oder der Name der Öko-Kontrollstelle anzugeben. Seit dem 1. Juli 2010 müssen Bio-Produkte in der Europäischen Union mit dem "Euro-Blatt" gekennzeichnet werden. Das bekannte deutsche Bio-Siegel darf weiter verwendet werden.
Sehr häufig werden Eier im Handel, am Wochenmarkt oder ab Hof Stückweise gekauft. Auch Eier, die lose verkauft werden, müssen den Erzeugercode tragen. Die übrigen obligatorischen Angaben sind auf einem Schild neben den Eiern anzubringen.
Seit Juli 2005 müssen auch Eier, die vom Erzeuger selbst auf dem Wochenmarkt verkauft werden, mit dem Erzeugercode gekennzeichnet sein. Lediglich Eier, die auf dem Hof des Erzeugers oder an der Haustür verkauft werden, müssen nicht gekennzeichnet sein.
0 für Biohaltung
1 für Freilandhaltung
2 für Bodenhaltung
3 für Käfig- und Kleingruppenhaltung
DE |
| Deutschland |
AT | Österreich | |
BE | Belgien | |
CZ | Tschechische Republik | |
DK | Dänemark | |
EE | Estland | |
ES | Spanien | |
FI | Finnland | |
FR | Frankreich | |
GR | Griechenland | |
IR | Irland | |
IT | Italien | |
LT | Litauen | |
LU | Luxemburg | |
LV | Lettland | |
NL | Niederlande | |
PT | Portugal | |
SE | Schweden | |
UK | Vereinigtes Königreich | |
H | Ungarn |
01 = Schleswig Holstein
02 = Hamburg
03 = Niedersachsen
04 = Bremen
05 = Nordrhein-Westfalen
06 = Hessen
07 = Rheinland-Pfalz
08 = Baden-Württemberg
09 = Bayern
10 = Saarland
11 = Berlin
12 = Brandenburg
13 = Mecklenburg-Vorpommern
14 = Sachsen
15 = Sachsen-Anhalt
16 = Thüringen
Herkunft, Name und Ort des Legebetriebes lassen sich im Internet über www.was-steht-auf-dem-ei.de bestimmen.
aktualisiert April 2011
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