Ernährung

03.04.2017

Bärlauch - gesund und voll im Trend

Bärlauch ist reich an Vitamin C und Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen und Mangan. Interessant ist er aber vor allem wegen seinem hohen Sulfidgehalt. Tatsächlich gibt es keine andere Pflanze, die so viele organische Schwefelverbindungen (Sulfide) aufweist wie der Bärlauch. Hierdurch ist der Bärlauch dem Kulturknoblauch durch den höheren Gehalt der gewünschten Stoffe überlegen.


Foto: © WikimediaImages - pixabay.com

Die schwefel- und sulfidhaltigen Inhaltsstoffe werden nicht nur für den Geruch, sondern auch für die antikanzerogene und antimikrobielle Wirkung verantwortlich gemacht. Beim Kauen der Speisen werden die Sulfide in Sulfensäure umgewandelt, aus der wiederum Thiosulfinat entsteht. Thiosulfinat wirkt ähnlich wie ein Breitbandantibiotikum gegen bakterielle Krankheitserreger und reinigt somit den Magen und Darm nebenwirkungsfrei. Bei regelmäßigem Verzehr kann die Darmflora positiv beeinflusst werden.

 

 

Gut für die Blutgefäße

Eine weitere positive Eigenschaft des Bärlauchs soll die Förderung der Durchblutung und eine gleichzeitige Senkung bei Bluthochdruck sein. Er soll gegen Arteriosklerose und Herzinfarkt schützen, da er in den Blutgefäßen wie ein "Rohrreiniger" wirkt, indem er das Festsetzen der Cholesterinpartikel an den Innenwänden der Blutgefäße verhindert. Die schwefelhaltigen Bestandteile sollen den Abbau unerwünscht hoher Blutfette fördern sowie den Transport von Cholesterin aus dem Blut in die Körperzellen. Man sagt ihm auch nach, dass er die körpereigene Cholesterinproduktion senkt.

Frisch auf den Tisch

Bärlauch sollte immer frisch verzehrt werden, da er auf Grund seines hohen Feuchtigkeitsgehaltes nicht lange haltbar ist. Essbar sind alle Teile der Pflanze, also auch Blüte, Samen und die unterirdischen Zwiebelchen. Bärlauch passt sehr gut zu Gemüse, vor allem Kartoffeln, aber auch zu Kalbscarpaccio. Unschlagbar ist Bärlauch zum Würzen von Frischkäse aller Art.

Sein Geschmack erinnert an Knoblauch, aber er ist nicht so stark und intensiv. Der Bärlauch stammt aus dem nördlichen Asien und Europa, wird aber noch nicht richtig kultiviert. Man findet ihn in Laubwäldern (besonders Buchenwäldern) und an schattigen, feuchten Plätzen im Harz und Bayern.

Verwechsungsgefahr!

Achtung: Der Bärlauch ist leicht mit den giftigen Maiglöckchen oder den hochgiftigen Herbstzeitlosen zu verwechseln! Es gibt eine einfache Möglichkeit, um den Bärlauch eindeutig zu identifizieren. Dazu reibt man die Blätter zwischen den Fingern. Tritt der typische Knoblauchgeruch aus, so handelt es sich um Bärlauch.


Ziegenkäse-Bärlauch-Terrine

Zutaten (4 Portionen):
einige Rucola-Blätter zum Auslegen der Terrine
etwas Salz, Pfeffer und Zitronensaft
3 Blatt weiße Gelatine
200 g Ziegenfrischkäse
100 g saure Sahne
2 EL Olivenöl
3 EL gehackte Petersilie
4 EL gehackter Bärlauch

Zubereitung:
Rucola in Salzwasser blanchieren und abtropfen lassen. Die Terrine damit auslegen. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und ausdrücken. Die saure Sahne erwärmen, die Gelatine unter Rühren darin auflösen und mit den restlichen Zutaten gut vermischen. Die Masse abschmecken und in die Terrineform füllen. Die Oberfläche glattstreichen und 24 Stunden in den Kühlschrank stellen. Dazu schmeckt Baguette oder Tomatensalat.

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