28.06.2007 - Zusammenarbeit mit Tschechien
Die Mitarbeiter beider Organisationen nutzten die Gelegenheit, die jeweilige Arbeit und die verbraucherrelevanten Themen und Angebote besser kennen zu lernen. Speziell ab 2008, wenn der Austausch von Waren und Dienstleistungen zwischen Bayern und Tschechien durch die volle Anwendung des Schengener Abkommens weiter vereinfacht wird, besteht der Bedarf einer Anlaufstelle vor Ort. "Damit könnten sich tschechische und bayerische VerbraucherInnen optimal über ihre Rechte informieren und beraten lassen" so Rita Wiesend, Landesvorsitzende des VSB.
Außerdem gab es interessante Vorträge über "Neues aus Brüssel", die Übereinstimmungen aber auch Unterschiede der Durchsetzung von Verbraucherrechten in beiden Ländern und zu den Themen Recht im Internet, Gewährleistung und Garantie. Die Organisatoren Eva Traupe vom VSB und Karel Pavlik von SOS gewannen für diesen Part als Referenten Professor Peter Rott von der Universität Bremen und Dr. Malek Radeideh vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Großen Raum nahm auch die Vorstellung der Arbeit der beiden Europäischen Verbraucherzentren ein, die durch Felix Braun aus Kehl und Lucie Wachtlová aus Prag vertreten waren. Diese europäischen Verbraucherzentren sind Anlaufstellen bei grenzüberschreitenden Problemen im Verbraucherschutz und arbeiten eng vernetzt.
Dank der hervorragenden Ausstattung des Kompetenzzentrums mit dem Service eines Simultandolmetschers - und der guten Deutschkenntnisse der tschechischen Teilnehmer - gab es auch kaum Verständigungs-probleme.
Mit Spannung wurde der letzte Punkt auf der Tagesordnung "Zukünftige Kooperationen" erwartet. An ihm nahmen auch die Vertreterin des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Dr. Elisabeth Baade und Dr. Waltraud Kustermann von der Technischen Universität München teil. In diesem Workshop erarbeiteten die TeilnehmerInnen Vorschläge für grenzüberschreitende Projekte. Harald Ehm, Geschäftsführer der Euregio-Egrensis, erläuterte Fördermöglichkeiten im Rahmen der europäischen territorialen Kooperation.
Das Resümee der VSB-Landesvorsitzenden Rita Wiesend: "Es war für uns ein sehr gutes und wichtiges Seminar. Hat sich doch gezeigt, dass die Akteure im Verbraucherschutz auf beiden Seiten der Grenze noch viel zu wenig voneinander wissen." Auf jeden Fall sind weitere Veranstaltungen dieser Art in Marktredwitz geplant, um dem Bedarf nach gegenseitigem Austausch zum Nutzen der VerbraucherInnen in Bayern und Tschechien gerecht zu werden.
© VerbraucherService Bayern im Katholischen Deutschen Frauenbund e.V. 2010