Presse

23.09.2020, Informationen für Verbraucher

Afrikanische Schweinepest in Deutschland

In Brandenburg gibt es inzwischen weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP).

Die Schweinepest ist eine Viruserkrankung. Sie ist für den Menschen nicht bedrohlich und es besteht kein Gesundheitsrisiko durch den Verzehr von Lebensmitteln, die von infizierten Tieren stammen. Aber die Tiere können sich über Nahrungsaufnahme oder Kontakt infizieren und gegenseitig anstecken, bekommen hohes Fieber und sterben oder müssen getötet werden. "Gekeult" wie es amtlich heißt. Betroffen sind Haus- und Wildschweine.

Afrikanische Schweinepest in Deutschland
Foto: © Pexels - pixabay.com

Trifft es Hausschweine, also Mastbetriebe, werden als Gegenmaßnahme Bauernhöfe mit infizierten Tieren abgeriegelt. Alle Schweine, nicht nur die erkrankten Tiere, müssen getötet und beseitigt werden. Somit ist sichergestellt, dass Fleisch von infizierten Tieren nicht in den Handel gelangt.

Bislang wurde jedoch nur ein tote Wildschweine aufgefunden. Die Landwirte sind aufgerufen, die Sicherheit ihrer Höfe zu verstärken, beispielsweise durch Zäune.

Als Reisende können Verbraucher*innen ebenfalls helfen, die Ausbreitung zu verhindern. „Auch wenn es erlaubt ist: Wer vorbeugenden Tierschutz betreiben möchte, sollte kein Fleisch und keine Wurstbrote aus Osteuropa oder anderen betroffenen Ländern mitbringen, oder unterwegs Reste wegwerfen“, empfiehlt Gisela Horlemann, Ökotrophologin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB). “Mit Lebensmittel-Abfall, auch aus Mülltonnen, können sich Wildschweine sehr leicht infizieren und so die Krankheitsspirale in Gang halten“.

2018 wurde der Erreger in Belgien gefunden. Andere Fundorte waren zum Beispiel in Litauen, Polen, Rumänien und Russland. Seit immer mehr Länder in der Europäischen Union von der Schweinepest betroffen sind, wurde die Zusammenarbeit intensiviert. Auch wurde die Abschussquote für Wildschweine durch Prämienzahlungen gesteigert.

Als Folgen der ASP sind bereits Export-Beschränkungen bei Schweinefleisch in Kraft getreten. China oder Südkorea beziehen kein Schweinefleisch mehr.

Weitere Informationen dazu erhalten Interessierte in den Beratungsstellen des VSB.

Das bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat aktuelle Informationen zusammengestellt.

www.stmuv.bayern.de/asp.htm

Weiterführende Links:

den ganzen Artikel zeigen