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05.12.2019, Stollenduft liegt in der Luft

Das Geheimnis des Dresdner Christstollens

Zur Advents- und Weihnachtszeit gehören neben Plätzchen und Glühwein auch die Christstollen. Der brotähnliche, dick mit Puderzucker bestreute Kuchen soll an das gewickelte Christkind erinnern. Aber was ist das Geheimnis des Original Dresdner Christstollens?

Der weltberühmte Dresdner Christstollen unterliegt einer jahrhundertealten Backtradition und darf seit dem Jahr 2010 das EU-Gütezeichen ‚geschützte geographische Angabe‘ tragen. „Dieses Siegel führte die EU zum Schutz und zur Förderung traditioneller und regionaler Lebensmittelerzeugnisse ein“, erklärt Gisela Horlemann, Ökotrophologin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB): „Es kennzeichnet Lebensmittel oder Agrarerzeugnisse, bei denen mindestens eine Verbindung zwischen dem namensgebenden Herkunftsgebiet und einer der Produktionsstufen besteht. Die Zutaten stammen jedoch nicht zwangsläufig aus dem genannten Gebiet“, so die Expertin.

Die Bezeichnungen ‚Dresdner Stollen‘, ‚Dresdner Christstollen‘ oder ‚Dresdner Weihnachtsstollen‘ tragen nur Backwerke, die aus einer der rund 120 Bäckereien und Konditoreien aus dem geografisch genau definierten Gebiet in und um Dresden stammen. Zu den strengen Vorgaben des Qualitätssiegels zählt auch die spezielle Rezeptur: Der Dresdner Stollen ist ein Rosinenstollen ohne Margarine, künstliche Konservierungsstoffe und Aromen. Zutaten des Originalstollens, bezogen auf den Mehlanteil: Mindestens 65 Prozent Sultaninen, 50 Prozent Butter, 15 Prozent süße und bittere Mandeln sowie 20 Prozent Orangeat und Zitronat. Daneben sind Mehl, Wasser, Hefe Vollmilch oder Vollmilchpulver, Kristallzucker, Puderzucker, Butterschmalz, Zitronenschalenpaste, Spirituosen, Stollengewürz und Salz festgeschrieben.

„Zusätzlich zum Siegel ‚geschützte geographische Angabe‘ vergibt der Schutzverband Dresdner Stollen e. V. ein goldenes Stollensiegel, das eine 6-stellige Kontrollnummer enthält. Hiermit besteht die Möglichkeit, auf Nachfrage beim Stollenschutzverband herauszufinden, aus welcher Backstube das gekaufte Gebäck ganz genau stammt“, kommentiert Horlemann.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem VSB-Tipp: das-geheimnis-des-dresdner-christstollens

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