Presse

10.11.2025, VerbraucherService Bayern warnt vor Finfluencern

Finanz-Tipps auf Social Media

Ob ETF, Kryptowährung oder Aktien-Tipp – auf Plattformen wie Instagram, TikTok und YouTube geben sogenannte Finfluencer regelmäßig Ratschläge zur Geldanlage. Was dabei wie ein freundlicher Rat unter Gleichgesinnten wirkt, kann für Verbraucherinnen und Verbraucher riskant werden. Denn hinter vielen Empfehlungen stehen bezahlte Kooperationen oder fehlende Fachkenntnisse, warnt der VerbraucherService Bayern im KDFB e. V. (VSB).

„Finfluencer können Interessierte motivieren, sich mit Finanzthemen auseinanderzusetzen, aber sie ersetzen keine professionelle Beratung“, betont Markus Latta, Fachteamleiter für Finanzdienstleistungen beim VSB. Laut einer Studie der BaFin wissen 37 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher nicht, dass Finfluencer für ihre Empfehlungen bezahlt werden. Das kann zu Fehlentscheidungen führen, wie etwa dem Kauf ungeeigneter Finanzprodukte.

Besonders problematisch: Viele Finfluencer geben konkrete Empfehlungen, obwohl sie keine Erlaubnis zur Anlageberatung besitzen. „Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sich nicht von emotionalen Erfolgsgeschichten blenden lassen“, so Latta weiter. Aussagen wie „Mit 100,00 Euro zur finanziellen Freiheit“ sind häufig nicht überprüfbar und wecken unrealistische Erwartungen.

Auch wenn Finfluencer Impulse geben können, benötigen Interessierte Orientierung und Medienkompetenz. Die spannende Mischung aus Unterhaltung und Information darf laut dem Verbraucherverband nicht zur alleinigen Entscheidungsgrundlage bei Finanzprodukten werden.

Weitere Informationen zu diesem Thema