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19.08.2015, Pressemeldung

Isotonische Getränke - Werbelüge, Lifestyle oder optimaler Durstlöscher?

Isotonische Sportgetränke sind in aller Munde – gerade im Sommer. Sie sollen schnell Wasser- und Energieverluste ausgleichen. In einer Stunde Sport kann der Körper zwischen 0,5 und 1,5 Liter Flüssigkeit über den Schweiß verlieren, je nach Belastungsintensität. Diese Wasserverluste müssen zusätzlich zu den ohnehin empfohlenen 1,5 Liter pro Tag normaler Trinkmenge ausgeglichen werden. „Optimal“, „maximal“, „ideal“ – so die Werbung auf sogenannten Isodrinks.  Stimmt das?

„Vorschriften für die Gehalte an Zucker und Mineralien in isotonischen Getränken gibt es in Deutschland nicht“, erläutert Annegret Hager, Ernährungsexpertin beim VerbraucherService Bayern im KDFB (VSB). Isogetränke wurden eigentlich für den Hochleistungssport entwickelt und werden heute in Pulver-, Tablettenform oder fertig gemischt fast überall angeboten. Sie bestehen in der Regel neben Wasser aus verschiedenen Zuckerarten und Mineralstoffen. „Meist sind noch Aromen und Farbstoffe, Süßstoffe, Stabilisatoren, Säureregulatoren und Vitamine zugesetzt, teils auch umstrittene Konservierungsstoffe, wie die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Öko-Test zeigt“, kommentiert Hager.

Als isoton gilt aber auch eine Saftschorle aus zwei Teilen natriumreichem Mineralwasser und einem Teil Fruchtsaft. Diese Alternative ist nicht nur kostengünstiger sondern auch natürlich-fruchtiger im Geschmack. „Für den moderaten Freizeitsport sind Leitungs-/ Mineralwasser, Früchte-/Kräutertees und dünne Saftschorlen vollkommen ausreichend. Vor allem wenn Gewichtsreduzierung oder -erhaltung im Vordergrund stehen“, rät die Ernährungsexpertin.
 
Weitere Informationen rund um das Thema „Ernährung und Sport“ erhalten Interessierte in den Beratungsstellen des VSB.

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