Presse

08.06.2020, Vorsicht vor Nachzahlungen durch Progressionsvorbehalt

Ist Kurzarbeitergeld steuerfrei?

Ende Mai dieses Jahres meldeten die Unternehmen in Deutschland für etwa 11 Millionen Arbeitnehmer Kurzarbeit an. Ein gigantischer Wert, der die Schätzungen der Wirtschaftsexperten bei weitem übertroffen hat. Noch nie zuvor wurde Kurzarbeit so flächendeckend genutzt, um Entlassungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu verhindern. Was viele der Betroffenen allerdings nicht wissen: „Das Kurzarbeitergeld ist zwar in der Auszahlung steuerfrei, unterliegt aber dem sogenannten Progressionsvorbehalt und erhöht somit das zu versteuernde Jahreseinkommen“, so Markus Latta, Fachteamleiter für Finanzdienstleistungen beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB).

Kurzarbeitergeld (KUG) zählt zwar zu den Lohnersatzleistungen wie auch das Krankengeld, das Elterngeld oder Arbeitslosengeld I und ist als solches zunächst steuerfrei. Dennoch sind die Arbeitnehmer verpflichtet, zur Berechnung des individuellen Steuersatzes innerhalb der Einkommenssteuererklärung alle Einnahmen anzugeben. Also alle regulären Gehaltszahlungen und die erhaltenen Lohnersatzleistungen. „Um keine bösen Überraschungen zu erleben und womöglich von einer Steuernachzahlung überrascht zu werden, sollten betroffene Verbraucher*innen diesen Sachverhalt für sich prüfen und gegebenenfalls entsprechende Rücklagen bilden“, rät Latta.

Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem VSB-Tipp: So funktioniert Kurzarbeitergeld

den ganzen Artikel zeigen