Presse

01.09.2025, VerbraucherService Bayern informiert über Küchenhygiene

Keimschleuder Spülschwamm

Er ist täglich im Einsatz, doch kaum jemand denkt daran, wie viele Bakterien sich im Spülschwamm sammeln. Studien zeigen: Der unscheinbare Helfer kann zur echten Gesundheitsgefahr werden. Der VerbraucherService Bayern im KDFB e. V. (VSB) erklärt, warum das so ist, wie oft Verbraucher*innen den Schwamm wechseln sollten und welche Alternativen wirklich hygienisch sind.

In den feucht-warmen Hohlräumen eines Spülschwammes sammeln sich Lebensmittelreste, Fett und Schmutz. Ein idealer Nährboden also für das Wachstum von Bakterien unter denen sich auch pathogene Keime wie Salmonellen oder Campylobakter-Bakterien befinden können. „Auch nach dem Waschen mit 60 Grad sinkt die Keimbelastung nur für kurze Zeit ab. Deshalb ist ein häufiger Austausch aus hygienischer Sicht notwendig“, erläutert Luise Heueisen, Hauswirtschaftsexpertin beim VSB. Eine Verwendung von Spülschwämmen aus Kunststoff ist aus ökologischen und hygie­nischen Gesichtspunkten nicht zu empfehlen.

Alternativen zum Kunststoffspülschwamm:

  • Spüllappen aus Mikrofaser oder Baumwolle – diese trocknen deutlich schneller als die Varianten aus Kunststoff. Eine regelmäßige Reinigung in der Waschmaschine bei 60 Grad ist ratsam.
  • Spülbürsten – hier ist eine Besiedelung und Vermehrung von Bakterien nicht so leicht möglich wie auf Spülschwämmen.
  • Spülschwämme aus nachhaltigen Materialien – beispielsweise aus Luffa, Zellulose oder Sisal sind biologisch abbaubar, hinterlassen keine schädlichen Rückstände oder Mikro­plastik und trocknen schnell durch.
  • Silikonschwämme – diese Variante ist robust und verschleißarm. Da sich keine Lebens­mittelreste daran festsetzen, sind sie sehr hygienisch und punkten außerdem mit Langle­bigkeit.
  • Kupfertuch oder-schwamm – bieten neben der Langlebigkeit auch gute Reinigungs-eigenschaften bei hartnäckigen Verschmutzungen.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem VSB-Tipp: Spülschwamm – Nährboden für Bakterien