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01.07.2024, VerbraucherService Bayern rät zum Sparen

Krankenversicherung für Wastl und Co?

Laut einer Statistik des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e. V. (ZZF) wurden 2023 in Deutschland 15,7 Millionen Katzen und 10,5 Millionen Hunde als Haustiere gehalten. Dieser Trend nach oben wird vermutlich aufgrund der zunehmenden Vereinsamung in unserer Gesellschaft weiterhin zunehmen. Doch wer sich ein Tier anschafft, trägt dafür auch die Verantwortung und die anfallenden Kosten beim Tierarzt. Statt einer teuren Tierkrankenversicherung rät der VerbraucherService Bayern im KDFB e. V. (VSB) Tierhalten, monatlich eine gewisse Summe für Kosten im Krankheitsfall zu sparen.

Durch die Anhebung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im November 2022 und die generellen Preissteigerungen der letzten Monate treten Tierkrankenversicherungen vermehrt in den Fokus zahlreicher Hunde- und Katzenbesitzer. Doch aufgrund der vielfältigen Ausschlüsse oder Summenbegrenzungen bei günstigen Tarifen dieser Versicherungssparte, rät der VSB betroffenen Verbraucher*innen eher zur Bildung einer Gesundheitskostenrücklage für ihre Vierbeiner. Denn entsprechende Premiumtarife mit leistungsstarken Versicherungsbedingungen kosten nicht selten über 100 Euro im Monat. „Wenn Sie beispielsweise für einen großen Hund bei einem Premiumversicherungstarif einen monatlichen Beitrag von 150,00 Euro zu zahlen haben, könnten Sie diesen Betrag auch auf ein Tagesgeldkonto zurücklegen und hätten nach zwei Jahren ohne Zinsen schon 3.600 Euro angespart“, rechnet Markus Latta, Fachteamleiter für Finanzdienstleistungen beim VSB vor.

Verbraucher*innen, die mit dem Gedanken spielen sich einen Hund oder eine Katze anzuschaffen, sollten bei der Budgetplanung nicht nur die Kosten für das Futter und die nötige Ausrüstung einplanen, sondern auch eine Rücklage für spätere Tierarztkosten bilden. Wichtig ist, möglichst früh, wenn das Tier noch jung ist, mit dem Sparen zu beginnen.

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