Presse

15.11.2019, Augen auf beim Kleiderkauf

Nachhaltig schick mit umweltfreundlicher Mode

Seit dem Jahr 2000 hat sich die Bekleidungsproduktion mehr als verdoppelt. 90 Prozent der in Deutschland verkauften Textilien stammen aus dem Ausland. Globale Arbeitsteilung, aber auch Industrialisierung und niedrige Rohstoffpreise, machen Kleidung immer günstiger. Nur etwa die Hälfte der Kleidung tragen wir regelmäßig, jedes zehnte Kleidungsstück nie oder nur einmal. Im Schnitt rangieren wir Kleider nach drei Jahren aus, obwohl sie normalerweise sieben oder auch acht Jahre halten. Wie kleiden wir uns modisch und gleichzeitig verantwortungs­bewusst und worauf gilt es beim Kleiderkauf zu achten?

Baumwolle und Chemiefaser finden sich am häufigsten auf dem Markt. Das rasante Wachstum der Bekleidungsproduktion wäre ohne Polyester nicht möglich. Der Anstieg der Baumwollproduktion verlangt stetig neue Anbauflächen. Bei Faserherstellung und Veredelung entstehen kontinuierliche Belastungen für Mensch und Umwelt.

„Das wichtigste Kriterium für eine gute Ökobilanz von Kleidung ist die Langlebigkeit“, betont Marianne Wolff, Umweltreferentin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB): „Weitere wesentliche Merkmale, auf die wir schon beim Kauf achten können, sind faire Produktionsbedingungen und umweltverträgliches Material.“

Umweltfreundlich und sozial hergestellte Mode ist an einer Vielzahl unterschiedlicher Gütesiegel zu erkennen. Für die Konsumenten eine Möglichkeit, die Herstellung kritisch zu hinterfragen und sich für fair und ökologisch hergestellte Kleidung zu entscheiden. Im Bündnis für nachhaltige Textilien setzen sich die rund 120 Mitglieder, neben Regierungs- vor allem Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Verbände und Unternehmen, dafür ein, Umwelt- und Sozialstandards in der Textilproduktion zu verbessern.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem VSB-Tipp: Nachhaltig schick: Wegweiser für umweltfreundliche Kleidung 
 

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