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05.05.2017, Genießen ohne schlechtes Gewissen?

„Ohne Zuckerzusatz“ ist nicht zuckerfrei

Beliebte Geschenke zum Muttertag sind Pralinen, Schokolade oder kleine Törtchen. Diese werden oft auch „ohne Zuckerzusatz“ angeboten. Was versteckt sich hinter dieser Werbebotschaft und sind diese Produkte tatsächlich eine gesündere Alternative zur klassischen Nascherei?

„Die Werbeaussage ‚ohne Zuckerzusatz‘ auf Süßwaren, Speiseeis, Desserts und Müsli bedeutet nicht, dass diese Produkte zuckerfrei sind“ erklärt Gisela Horlemann, Ernährungsexpertin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB): „Sie weist lediglich darauf hin, dass kein Haushaltszucker, kein Tauben- und Fruchtzucker und auch keine süßenden Lebensmittel wie Honig, Dicksäfte oder Sirup zugesetzt wurden“. Oftmals enthalten energieärmere Lebensmittel dafür sogenannte Zuckeraustausschstoffe.,. Diese unterscheiden sich im Geschmack kaum von Zucker und lassen sich weitgehend wie dieser verwenden. Sie sind jedoch auch kalorienhaltig und können in größeren Mengen zu Durchfällen führen.

Vor allem Fruchtzucker, ein Baustein des so genannten Haushaltszuckers, taucht als „gesunde Süße“ häufig auf. Er wird allerdings mit der Zunahme von Übergewicht in Verbindung gebracht. „Wer gezielt Produkte ‚ohne Zuckerzusatz‘ isst sollte daher aufpassen, dass er nicht zuviel davon verspeist. Außerdem verrät die Zutatenliste, ob Fruchtzucker oder Zuckeraustauschstoffe wie Mannit, Sorbit, Maltit oder Xylit enthalten sind“, so Horlemann.

Weitere Informationen erhalten Interessierte in den Beratungsstellen des VSB oder unter www.verbraucherservice-bayern.de.

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