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12.03.2020, Komfort steigern und Energie sparen?

Ressourcenverbrauch der Smart-Home-Technik

Immer mehr Hersteller statten Alltagsprodukte wie Heizungen, Haushaltsgeräte, Beleuchtung, Fenster, Türen, Fernsehen und die Musikanlage mit Schnittstellen zum Datenaustausch aus. Über das Internet vernetzt, lassen sie sich zu einem Netzwerk verbinden und gemeinsam per App steuern. Diese „smarten“ Anwendungen versprechen nicht nur den Komfort und die Sicherheit zu erhöhen, sondern zugleich den Energieverbrauch zu senken. Stimmt das?

Nur ein geringer Teil der Anwendungen für ein „smartes“ Zuhause ist tatsächlich darauf ausgerichtet, Energie zu sparen. „Die ununterbrochene Empfangsbereitschaft der Geräte bedeutet in erster Linie einen zusätzlichen Verbrauch“, betont Marianne Wolff, Umweltreferentin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB): „Wenn die vernetzten Geräte 24 Stunden in Bereitschaft sind, summiert sich deren Verbrauch. So kann eine vernetzte LED-Lampe mehr Strom durch die Bereitschaft als durch den Einsatz als Leuchtmittel verbrauchen“.

Allein in Deutschland prognostiziert für 2025 eine Studie 350 Millionen zusätzliche vernetzte Geräte (Borderstep Institut). Dies bedeutet einen zusätzlichen Verbrauch an Energie und Ressourcen allein aufgrund der Herstellung der Mikroelektronik, des Stromverbrauchs und der Entsorgung. Dazu kommt das steigende Datenaufkommen im Internet durch die Vernetzung. Der Betrieb internetfähiger Geräte verursacht bereits heute etwa 33 Millionen Tonnen CO2-Emissionen im Jahr – so viel wie der innerdeutsche Flugverkehr. Konservative Berechnungen prognostizieren alle 20 Monate eine Verdoppelung der globalen Datenmenge.

„Zum Teil helfen digitale Anwendungen auch dabei Energie zu sparen. Smarte Geräte sind prinzipiell in der Lage, den Energieverbrauch zu erfassen, zu visualisieren und zu optimieren. Bei Heizungen reichen zum Beispiel schon wenige Messgrößen, um den Betrieb einer Anlage zu verbessern“, so Wolff.

Tipps und weitere Informationen finden Sie in unserem VSB-Tipp: Mit Smart Home den Energieverbrauch senken? 

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