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17.08.2017, Lebensmittel mit Superkräften?

Superfoods

Das gesundheitsfördernde Potenzial von als Superfoods bezeichneten Lebensmitteln liegt in ihren hohen Gehalten an Antioxidantien oder bestimmter Mineralstoffe wie Calcium oder Eisen. Haben diese Nahrungsmittel aber wirklich Superkräfte?

Es gilt zu beachten, dass exotische Superfoods wegen ihrer langen Transportwege so gut wie nie in frischem Zustand bei uns ankommen. „Das bedeutet, dass die wertvollen Nährstoffe wie sie in den Ursprungsländern in Afrika, Asien oder Südamerika gemessen werden, nur noch zu ei­nem Bruchteil enthalten sind“, gibt Gisela Horlemann, Ernährungsexpertin des VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) zu bedenken: „Die Beeren und Früchte werden getrocknet, zerklei­nert, tiefgefroren und/oder konserviert. Hierdurch gehen viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren.“

Auch über die Anbaubedingungen und den Einsatz von Pflanzenschutz und Dünger bei der Erzeugung exotischer Superfrüchte ist meist sehr wenig bekannt. Oft wird nach ortsüblichen Methoden angebaut, diese können unter Umständen auch das Düngen mit (menschlichen) Fäkali­en oder verschmutztem Wasser einschließen. Im Ökomonitoringbericht 2016, wurde in Super­foods, die als Bioprodukt deklarierten waren, stark erhöhte Werte an Pflanzenschutzmittelrück­ständen gefunden. Es waren auch erhöhte Werte an Schwermetallen, Schimmelpilzen oder Mine­ralölrückständen zu beanstanden.

„Unsere heimischen Gärten und Äcker stecken voller gesunder Lebensmittel. Diese können hier nachhaltiger und ressourcenschonender angebaut werden“, betont Horlemann.

Informationen zu diesem und weiteren Ernährungsthemen erhalten Sie in den Beratungsstellen des VSB.

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