Presse

25.10.2016, Ökologische Grabgestaltung

Torffrei, naturnah und plastikarm

An Allerheiligen und Allerseelen gedenken viele Menschen der Verstorbenen. Im Vorfeld werden die Gräber schön hergerichtet und mit Lichtern geschmückt. Vielerorts ist es üblich, das Grab mit torfhaltiger Graberde zu bedecken. Dies trägt jedoch zur Zerstörung klimaschützender Moore bei. Gibt es sinnvolle Alternativen und welcher Grabschmuck ist ökologisch vorteilhaft?

Torf wird in entwässerten Mooren abgebaut. Moore sind jedoch ein wichtiger CO2-Speicher, binden also schädliche Klimagase im Boden. „Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die Verwendung torfhaltiger Blumen- und Graberde zur Zerstörung der Moore und damit zum Klimawandel beiträgt“, erklärt Marianne Wolff, Umweltreferentin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB): „Doch es gibt gleichwertige Alternativen“. Im Handel sind torffreie Graberden erhältlich, die durch den Einsatz von Kokosfasern ebenso wasserspeichernde wie auch durchlüftende Eigenschaften aufweisen.

In diesen Tagen ziert außerdem Grabschmuck in Form von Gestecken, Blumenschalen und Pflanzen die Gräber. Auch hier kann man einiges für die Umwelt tun: Nachfüllbare Grablichter und Grabgestecke aus kompostierbaren Materialien verringern die Müllmengen auf den Friedhöfen. Mehrjährige Stauden wie Herbstastern und Chrysanthemen sparen neben zahlreichen Pflanztöpfen auch noch Zeit bei der Grabpflege und schonen den Geldbeutel.

Weitere Tipps und Informationen erhalten Sie in den Beratungsstellen des VSB sowie unter www.verbraucherservice-bayern.de.

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