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26.06.2026, VerbraucherService Bayern informiert
Ube: Was steckt hinter dem violetten Food Trend?
Der Trend rund um Ube ist inzwischen auch in europäischen Cafés angekommen und gilt in den sozialen Medien als neue Alternative zu Matcha. Besonders auffällig ist die intensive violette Farbe, die Getränken und Süßspeisen eine hohe Wiedererkennbarkeit verleiht. Aufgrund des hohen Zuckergehalts in vielen Ube-Getränken sieht der VerbraucherService Bayern im KDFB e. V. (VSB) diese als eher als Süßigkeit, denn als Gesundheitsprodukt.
Ube ist eine violette Yamswurzelart, die vor allem auf den Philippinen angebaut und traditionell für Desserts, Eis oder Kuchen verwendet wird. Geschmacklich ist sie mild, leicht süßlich-nussig und erinnert an Vanille. Die Yamswurzel ist fettarm und reich an komplexen Kohlenhydraten, Ballaststoffen und sekundäre Pflanzenstoffe, darunter Anthocyane, die auch Rotkohl oder Heidelbeeren ihre Farbe verleihen. In Deutschland kommt Ube meist als Paste, Pulver oder Sirup in die Lebensmittel. Da sich Ube noch nicht so wie Matcha etabliert hat, ist das Pulver meist nur online oder in speziellen Asia- oder Fachmärkten erhältlich.
„Ube-Getränke, die mittlerweile in vielen Cafés angeboten werden, sind ernährungsphysiologisch eher Süßspeise als Gesundheitsprodukte. Entscheidend ist hier der teils hohe Zuckergehalt“, erklärt Elisa Neutatz, Ernährungsexpertin beim VSB. Ein Ube Latte aus dem Café enthält je nach Rezeptur bis zu 35 Gramm Zucker pro Portion. Auch bei Produkten für den Heimgebrauch lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste: Häufig handelt es sich um Mischungen mit geringem Ube-Anteil, Milchpulver und Zusatzstoffen.
Für den Alltag gilt daher eine ähnliche Bewertung wie bei anderen trendigen Milchgetränken: „Es spricht nichts gegen einen gelegentlichen Konsum, die Getränke sollten aber nicht als funktionelle Gesundheitsprodukte verstanden werden“, ordnet Neutatz ein. Zudem ist zu bedenken, dass die steigende globale Nachfrage nach solchen Trendprodukten – ähnlich wie bei anderen exotischen „Superfoods“ – Einfluss auf die Anbaustrukturen, Preise und Verfügbarkeit in den Herkunftsländern haben kann.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserem VSB-Tipp: Ube: Violetter Food-Trend im Check
