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07.07.2026, Wärmedämmung lohnt sich auch bei Hitze

Warm im Winter, kühl im Sommer

Häufig denken Verbraucherinnen und Verbraucher bei Dämmung nur an den Winter. Doch gute Dämmung ist ein Ganzjahresgewinn: Sie schützt nicht nur vor Kälte, sondern hält auch einen Teil der Sommerhitze draußen. Wie das funktioniert, und worauf es zu achten gilt, erklärt die Energieberatung des VerbraucherService Bayern im KDFB e. V. (VSB).

Besonders wirksamen Hitzeschutz liefern Wärmedämmungen von Dachschrägen für die Wohnräume darunter. Räume unter Dachschrägen haben an heißen Tagen häufig höhere Temperaturen als andere Wohnräume. Grund dafür ist, dass Dachschrägen geneigt sind und sich stark aufheizen. Außerdem führen häufig undichte Fugen dazu, dass heiße Umgebungsluft in die Wohnräume eindringt. Beides lässt sich mit einer nachträglichen Wärmedämmung verringern.

Die Erwärmung von Wohnräumen unter Dachschrägen erfolgt mit einer Wärmedämmung verzögert, denn die Räume heizen langsamer auf und bleiben insgesamt auf geringeren Temperaturen. Klimaanlagen müssen seltener und weniger kühlen oder sind in manchen Häusern überhaupt nicht notwendig. Das spart den Verbrauch von Strom und damit von Energiekosten ein.

Wärmedämmstoffe sind Materialien mit geringer Wärmeleitfähigkeit. Damit reduzieren sie Wärmeverluste in der Heizperiode und ungewollte Erwärmung an heißen Tagen. Für verschiedenen Anwendungsbereiche eignen sich unterschiedliche Dämmmaterialien: Bei einer Dachsanierung kommen für die Dämmung zwischen den Sparren Faserdämmstoffe aus Glas-, Steinwolle oder Naturfasern in Frage. Holzfaserdämmplatten oder druckfeste Hartschaumdämmplatten sind für Aufsparrendämmungen geeignet.

Der U-Wert ist die wichtigste Kennzahl für die Qualität einer Dämmung. Er ist Maß für den Wärmeverlust und hängt davon ab, welche Wärmeleitfähigkeit die Dämmung hat und wie dick die Dämmschicht ist. Je niedriger der U-Wert ist, desto besser ist die Dämmung. Gesetzliche Vorschriften schreiben beim nachträglichen Einbau von Dämmschichten einen Mindestwärmeschutz vor.

Wärmebrücken sind Stellen in einem gedämmten Bereich, an denen der Wärmefluss stärker ist als an den übrigen Stellen. Eine gute Dämmung weist aus diesen Gründen möglichst nur wenige Wärmebrücken auf.

Fragen beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale in Kooperation mit dem VerbraucherService Bayern. Sie ist je nach Angebot kostenfrei oder kosten­pflich­tig (40 Euro). Die Energie-Fachleute beraten anbieter­unabhängig und individuell. Termin­vereinbarung unter Tel. 0800-809 802 400. Die Bundes­förderung für Energie­bera­tung der Ver­braucherzentrale er­folgt durch das Bundesministe­rium für Wirtschaft und Energie.

Weitere Infos: Wärmedämmung: Warm im Winter, kühl im Sommer