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30.07.2020, Fußabdruck der Digitalisierung

Wie viel Ressourcen und Energie stecken in unseren Geräten?

Unser gegenwärtiger Lebensstil kommt kaum noch ohne digitale Geräte aus, welche sowohl bei der Herstellung als auch bei der Nutzung Ressourcen benötigen. Aber auch die Datenübertragung und die Rechenzentren, welche immer größere Datenmengen bereitstellen, verbrauchen zusätzlich Energie. Welche Mengen CO2-äquivalente Emissionen werden benötigt, wodurch entstehen sie und wie lassen sie sich reduzieren?

Der CO2-Fußabdruck misst alle Treibhausgasemissionen. In Deutschland sind das derzeit laut Umweltbundesamt fast zwölf Tonnen CO2-äquivalente Emissionen (CO2e) pro Jahr pro Person durch Energieverbrauch, Transport und Konsum. Nur zwei Tonnen wären jedoch ein klimaverträgliches Maß. Die Herstellung und Nutzung von Endgeräten, die Übertragung von Daten über das Internet sowie die Nutzung von Rechenzentren, Webseiten, Musik- und Videostreaming-Diensten, sozialen Netzwerken etc. ergeben laut neuesten Berechnungen des Ökoinstituts bereits ein CO2-Äquivalent von einer Tonne pro Person und Jahr. Das bedeutet, allein der digitale Anteil am Fußabdruck macht schon fast die Hälfte der Menge an Klimagasen aus, falls dem Klimawandel noch Einhalt geboten werden soll.

Neben den Emissionen der Rohstoffgewinnung und Verarbeitung bei der Herstellung steht der Energieverbrauch während des Gebrauchs. Um den Fußabdruck der Geräte zu verringern, empfiehlt sich sie möglichst lange zu nutzen. Marianne Wolff, Umweltexpertin des VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB), rät schon beim Gerätekauf auf eine lange Nutzungsdauer und geringen Stromverbrauch zu achten. „Um die Digitalisierung zukunftsfähig zu machen, braucht es allerdings weitergehende Maßnahmen. Es ist nötig, die Emissionen sowohl bei den Endgeräten als auch innerhalb der Datennetzwerke und Rechenzentren drastisch zu senken“, betont Wolff.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem VSB-Tipp "Digitalisierung: Immer größerer Anteil am Ressourcenverbrauch

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