Corona-Krise - Neues für Verbraucher

Die Corona-Krise bringt unseren Alltag durcheinander. Verträge müssen storniert werden, viele Dienstleistungen werden nicht mehr erbracht. Aber auch in Krisenzeiten haben Verbraucher Rechte. Es lohnt sich gut informiert zu sein. Täglich aktuelle Tipps erhalten Sie von den VSB-Expert*innen hier in unserem Blog.

26.05.2020: Wir haben einen pflegebedürftigen Angehörigen, der in einem Pflegeheim aufgenommen werden sollte. Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Einrichtung nun einen Aufnahmestopp verhängt. Was können wir tun?

Die Aufnahme in eine stationäre Betreuung ist mit einer 14 tägigen Quarantäne verbunden, häufig besteht sogar ein genereller Aufnahmestopp bei Pflegeheimen. Verbraucher*innen sind berechtigt, beim Arbeitgeber eine kurzzeitige Arbeitsverhinderung von bis zu maximal zehn Arbeitstagen zu beantragen. Voraussetzung für die Freistellung ist, dass für den pflegebedürftigen nahen Angehörigen ein genehmigter Pflegegrad vorliegt. Wenn der Arbeitgeber für diese Zeit keine Lohnfortzahlung gewährt, ist es möglich, bei der Pflegekasse Pflegeunterstützungsgeld zu beantragen. Fordern Sie diese Leistung, die 90 Prozent des ausgefallenen Netto-Entgelts beträgt, am besten unverzüglich bei der Pflegekasse des pflegebedürftigen Angehörigen ein. Falls eine längere Freistellung oder eine Teilzeitbeschäftigung für die Betreuung von Pflegebedürftigen notwendig sind, können Betroffene beim Arbeitgeber eine Pflegezeit für bis zu sechs Monaten beantragen.

25.05.2020: Dienstleister wie z.B. Friseure wollen wegen der Corona-Krise Daten der Verbraucher*innen speichern. Inwieweit ist das zulässig?

Ein paar Wochen nach Wiedereröffnung hat man endlich einen Friseurtermin ergattert, doch bevor es ans lang ersehnte Schneiden und Tönen der Haare geht, überreicht einem der Friseur erstmal einen Zettel, auf dem man seine Kontaktdaten sowie Name und Uhrzeit des Besuchs notieren soll. Auch ein paar Fragen zum aktuellen Gesundheitszustand müssen regelmäßig beantwortet werden.
Nicht nur bei Friseuren, sondern auch bei zahlreichen anderen Dienstleistern werden Ihnen diese Abfragen in nächster Zeit häufiger begegnen. Was hat es mit diesen Befragungen auf sich und muss man als Kunde hier seine Daten angeben?
Vermittels Allgemeinverfügungen haben Landesregierungen und Kommunen Betrieben und Geschäften aufgegeben, ein Hygienekonzept zu entwickeln, um auch in Zeiten der Corona-Pandemie für das Publikum öffnen zu können. Ein Teil dieses Konzeptes ist es regelmäßig, die Nachverfolgbarkeit von Ansteckungswegen sicherzustellen und im Falle einer bestätigten Infektion Kontaktpersonen warnen zu können.
Deshalb raten wir den Verbraucher*innen, sich zu fragen, inwieweit die erhobenen Daten zur Erreichung dieses Zwecks geboten sind. Name, Datum und Uhrzeit des Besuchs sowie eine Telefonnummer, Emailadresse und gegebenenfalls die Postanschrift sollen die schnelle Benachrichtigung bei einem Infektionsfall ermöglichen. Geburtstag, Hobbies oder ähnliches wären dagegen nicht relevant.
Die Unternehmen dürfen die Daten immer nur zu dem jeweils genannten Zweck verwenden. Sie dürfen Ihnen also beispielsweise auf Grund der Covid19-bedingten Datenerhebung nicht plötzlich Geburstagsglückwünsche übermitteln oder Sie generell mit Werbung bombardieren.
Natürlich muss der Betrieb sicherstellen, dass die Daten geschützt werden und nicht in die Hände unbefugter Dritter gelangen. Ferner dürfen die Daten nur solange gespeichert werden, wie es notwendig ist. Da die Inkubationszeit bei Corona 14 Tage beträgt, ist das der hier zu veranschlagende Zeitraum.

22.05.2020: Abnehmen trotz Home Office

Auch wenn sich während des Corona-Lockdowns im Home Office einige Pfunde aufgrund von Bewegungsmangel, übermäßigem Essen oder zu viel Süßem angesammelt haben – versuchen Sie diese nicht mit dubiosen Diäten wieder loszuwerden. Eine der zurzeit im Internet und Zeitschriften gehypte Methode ist das sogenannte „Trocken-Fasten“. Bei diesem neuen Fastentrend wird auf Flüssigkeit und Nahrungsmittel sowie das Duschen und Baden komplett verzichtet. Bei der abgeschwächten Variante darf die Flüssigkeit aus Obst, Gemüse und Säften aufgenommen werden. Versprochen wird die Entgiftung des Körpers, Blutreinigung und die Heilung von unterschiedlichsten Erkrankungen. Allerdings hat bisher keine wissenschaftlich-seriöse Studie die Vorteile des Trocken-Fastens belegen können. Im Gegenteil: Fachleute warnen vor Gesundheitsschäden wie Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen und im Extremfall dem Tod.Wer etwas für seine Gesundheit und gegen überzählige Kilos unternehmen möchte, sollte täglich spazieren gehen, während des Home Office öfter mal aufstehen oder Gymnastik machen. Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten stärkt die Immunabwehr und hilft Gewicht abzubauen. Wer gerne eine Fastenart ausprobieren möchte, dem ist das Intervallfasten nach der 16:8-Methode zu empfehlen. Dieses gilt als sicher und auf Dauer durchführbar.

20.05.2020: Positive Klimabilanz beim Streaming?

Filme und Musik zu streamen, liegt im Trend. Die Nutzer rufen die Inhalte über eine Internetverbindung ab und diese werden - meist zeitgleich - wiedergegeben. Anders als beim klassischen Fernsehen und Radio konsumieren Nutzer Filme, Serien und Musik unabhängig von Ort und Zeit. Ebenso wie bei Filmen auf Blu-ray Disc oder Musik auf CD ist es möglich, diese individuell abzuspielen.
Im Vergleich zu diesen verspricht Streaming zunächst einen Umweltvorteil, weil die Herstellung und der Vertrieb von DVDs und CDs entfallen. Günstig wirkt sich insbesondere der Wegfall von Autofahrten für das Kaufen bzw. Ausleihen von Disks aus. Videostreaming verursacht jedoch bereits heute den größten Teil des weltweiten Datenverkehrs, Tendenz steigend. Das wachsende Angebot, günstige Flatrates und schnellere Internetverbindungen führen zu einer steigenden Nachfrage. Immer mehr Verbraucher*innen streamen mit Smartphones oder Tablets, die im Vergleich zu PCs, Fernsehgeräten und DVD-Rekordern weniger Strom benötigen. Bei der mobilen Nutzung allerdings benötigt die Datenübertragung über das Mobilnetz mehr Energie als über eine WLAN-Verbindung.
Klimafreundlich streamen, geht das? Folgende Tipps helfen:

  • Wenn möglich Filme und Playlists downloaden und „offline“ nutzen. Dies ist vor allem bei mehrfacher oder mobiler Nutzung empfehlenswert.
  • Auflösung reduzieren, Autoplay ausschalten.
  • Musik ohne Videos hören, z.B. über Musik-Streamingdienst.
  • Nicht nebenbei oder aus Langeweile Filme streamen.
  • Möglichst über WLAN-Verbindung streamen, WLAN allerdings unterwegs ausschalten.
  • Möglichkeiten zur Online-Ausleihe von Büchern und Musik nutzen

19.05.2020: Schneller Einkauf im Supermarkt

Einkaufsbummel mit langem Aufenthalt in Geschäften sollten derzeit vermieden werden. Ein Wochenspeiseplan mit einer detaillierten Einkaufsliste hilft dabei. Vorher noch unbedingt den Vorrat überprüfen. Der Speiseplan soll zwar Lieblingsessen der Familienmitglieder und saisonale Angebote berücksichtigen aber auch abwechslungsreich und vollwertig sein. Bei Entnahme der letzten Packung eines Lebensmittels gleich auf die Einkaufsliste schreiben. Die Liste sollte logisch nach der Laufrunde des Marktes oder den Warengruppen aufgebaut sein, um unnötiges Umherlaufen zwischen den Regalen zu vermeiden. Fast jeder Markt beginnt heute mit Gemüse und Obst, dann Lebensmittel fürs Frühstück, Milchprodukte, am Ende fast immer Fleisch und Wurst und auf dem Rückweg Getränke, Süßigkeiten, Knabbereien und Non-Food-Artikel. Auch digitale Einkaufslisten sind hilfreich. Durch Antippen auf dem Smartphone können die einzelnen Produkte einfach abgehackt werden. Manche liefern gleich noch passende Rezepte. Selbst wenn nur wenige Artikel gekauft werden, ist ein Einkaufswagen hilfreich, um den gebotenen Abstand zum nächsten Kunden einzuhalten. Inzwischen wird die Benutzung meistens vorgeschrieben. Beim Auflegen aufs Band immer die schweren Artikel nach vorne und empfindliche nach hinten legen. Es ist sinnvoll, zu weniger frequentierten Zeiten einzukaufen. Laut einer Studie der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse von 2016 sind Dienstag und Mittwoch die Tage, an denen die Supermärkte leerer sind. Am frühen Morgen oder in den späten Abendstunden sind die Geschäfte weniger stark frequentiert und „Stoßzeiten“ mit langer Wartezeit können vermieden werden. Ein Großeinkauf pro Woche und zwei kleinere für frische Lebensmittel reichen aus.

18.05.2020: COVID-19 und Patientenverfügung

Gerade im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist es besonders wichtig, auch eine bereits bestehende Patientenverfügung zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen.
Eine Patientenverfügung kommt dann zur Anwendung, wenn eine eigene Willensäußerung zu Fragen der medizinischen Behandlung nicht mehr möglich ist.
Viele Patientenverfügungen sind dabei so abgefasst, dass sie nur die Sterbephase bzw. die Endphase des Lebens erfassen. In verschiedenen Standardvordrucken ist dabei auch die Einstellung der künstlichen Beatmung oft vorgegeben. Gerade bei einer schweren Corona-Erkrankung, von der auch jüngere Patient*innen betroffen sein können, kann eine künstliche Beatmung aber oft lebensrettend sein. Um hier einen Behandlungsabbruch zu vermeiden, sollte die Patientenverfügung unverzüglich schriftlich dahingehend ergänzt werden, dass sie im Falle einer Corona-Erkrankung nicht gilt. Im Zweifel, insbesondere bei einer bestehenden Lungenvorerkrankung, sollte eine begleitende Beratung durch den Arzt des Vertrauens oder einem Hospizdienst in Anspruch genommen werden.
Andererseits sind viele Betroffene besorgt, dass sie im Falle einer – auch aktualisierten - Patientenverfügung bei einem Krankenhausaufenthalt generell medizinisch unzureichend behandelt werden. Um hier sicher zu gehen, sollte die Verfügung insoweit präzise Handlungsvorgaben für den Umfang der medizinischen Behandlung enthalten.
Nach einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 06. Juli 2016 muss eine Patientenverfügung die konkrete Situation für eine medizinische Behandlung so genau wie möglich beschreiben. Auch hier ist eine medizinisch fachkundige Beratung unbedingt zu empfehlen.

15.05.2020: Energiesparen im Home Office

Licht: Wer Glüh- oder Halogenlampen für Arbeitsplatzbeleuchtung verwendet, verbraucht fünf- bis sechsmal so viel Strom wie mit LED-Lampen. Die Umrüstung lohnt sich in der Regel auch finanziell. Nach dem Austausch alter Leuchtmittel durch sparsamere, lässt sich das Geld nach weniger als zwei Jahren wieder einsparen.
Heizung: Der Wärmeenergieverbrauch lässt sich reduzieren, wenn die Raum-temperatur gezielt nach Bedarf eingestellt und nachts und bei längeren Arbeitspausen im Arbeitszimmer reduziert wird. Die benötigte Temperatur wird am Thermostatventil des Heizkörpers eingestellt. Besonders komfortabel ist das bei einem elektronischen Heizkörperthermostat. Es kann programmiert werden und regelt dann die gewünschte Raumtemperatur nach den vorab eingestellten Uhrzeiten. Ein Irrglaube ist, dass ein auf die höchste Stufe eingestellter Heizkörper am schnellsten den Raum erwärmt. Regelmäßiges Lüften ist für ein angenehmes Raumklima zusätzlich wichtig. Zimmertüren zu weniger beheizten Räumen sollten, außer beim Lüften, geschlossen bleiben.

Herd und Backofen: Wer viel zuhause ist, kocht wahrscheinlich auch mehr. Frische Lebensmittel statt Tiefkühlkost zuzubereiten, verbraucht weniger Energie. Man spart sich das Tiefkühlen und Wiederauftauen. Wasser bringt man am energiesparendsten mit dem Wasserkocher zum Kochen, statt mit dem Herd. Nur ein Induktionsherd kann das genauso effizient. Der Wasserkocher sollte aber nur die benötigte Menge Wasser aufheizen und nicht immer maximal gefüllt werden. Durch die gleiche Größe von Kochgeschirr und Durchmesser der Kochstelle, lässt sich zusätzlich Energie sparen. Es lohnt sich außerdem die Restwärme des Herds zu nutzen und Kochstellen früher auszustellen.
Beim Backofen sollte man wenn immer möglich die Heiß- oder Umluftfunktion nutzen. Damit spart man sich das Vorheizen und kann in der Regel eine 20 bis 30 Grad niedrigere Backtemperatur wählen.

14.05.2020: Sollte man in Zeiten von Corona Einkäufe reinigen, bevor man sie einlagert?

Nein, das ist nicht nötig. Eine Übertragung des Coronavirus über Lebensmittelverpackungen ist sehr unwahrscheinlich, da das Virus auf Oberflächen wenig stabil ist. Nach dem Einräumen der Lebensmittel sollte man sich aber die Hände gründlich mit Seife waschen. Es reicht aus, bei der Zubereitung der Speisen die üblichen Regeln der Küchenhygiene zu beachten. Das beinhaltet neben Händewaschen vor der Nahrungszubereitung auch die sorgfältige Reinigung von Gemüse und Obst, sowie eventuell das Schälen. Das minimale Infektionsrisiko kann durch Erhitzen der Lebensmittel noch weiter minimiert werden. Weitere Infos lesen Sie hier.

13.05.2020: Durch die Corona-Pandemie arbeite ich vermehrt im Homeoffice und fahre deshalb weniger mit meinem Auto. Kann ich dadurch den Beitrag meiner Kfz-Versicherung reduzieren?

Die harten Ausgangsbeschränkungen, massenhafte Kurzarbeit und das vermehrte Arbeiten im Homeoffice führten dazu, dass in den vergangenen Wochen die Autos in den Garagen blieben. Bei sehr geringem Verkehrsaufkommen passierten im Monat April 30 bis 40 Prozent weniger Unfälle auf den Straßen. Als Folge kündigen die Autoversicherer aktuell für ihre Kund*innen sogar Beitragsrückerstattungen zum Ende des Versicherungsjahres an. Autofahrer*innen, die in diesem Jahr voraussichtlich weniger Kilometer fahren als sonst, sollten bei ihrem Kfz-Versicherer neue Angaben zur geplanten Jahresfahrleistung machen. Bei Direktversicherern geht das online sehr unkompliziert. Wird durch das reduzierte Fahrverhalten ein klassischer Kilometer-Schwellenwert von 9.000 km, 12.000 km, 15.000 km oder 20.000 km unterschritten, kann der Versicherungsbeitrag möglicherweise auch sofort reduziert werden. Spätestens zum Jahresende sollten Verbraucher*innen aber aktiv werden und den tatsächlichen Kilometerstand des Autos an die Versicherung melden sowie eine Beitragserstattung einfordern.

12.05.2020: Wie erkenne ich einen Fake-Shop?

Auch Betrüger nutzen die Corona Pandemie, um Menschen in Extremsituationen auszunutzen und möglichst schnell an viel Geld zu gelangen. Es tauchen im Zusammenhang mit dem Coronavirus vermehrt zweifelhafte Fake-Shops auf. Dort werden Schnelltests, Atemschutzmasken oder Desinfektionsmittel zu weit überhöhten Preisen angeboten oder im schlimmsten Fall gar nicht geliefert. Die Angst des Verbrauchers vor Ansteckung wird bewusst ausgenutzt. Fake-Shops sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen, die Betreiber kopieren von realen Shops Bilder und Produktinformationen oder verwenden missbräuchlich deren Identität.

Sieben Merkmale, woran sie in der Regel einen Fake Shop erkennen können:
  • unrealistische niedrige Preise
  • unvollständiges oder fehlendes Impressum. Unternehmen mit Sitz im Ausland.
  • keine sichere Internetverbindung. Tipp: Sichere Verbindungen sind an der Adresse der Website an dem „Vorhängeschloss“ oder „https“ zu erkennen
  • nur eine Bezahlmöglichkeit (Vorkasse) angeboten oder es wird ein Privatkonto angegeben und kein Firmenkonto. Fake–Shops eröffnen Konten auf den Namen von unbeteiligten Dritten
  • nur positive Kundenbewertungen. Tipp: Geben Sie den Namen des Online–Shops in eine Suchmaschine ein, dadurch können Sie evtl. auch negative Erfahrungen der Kunden herausfinden
  • gefälschte Gütesiegel,
  • unvollständige AGBs

11.05.2020: Waschen – hygienisch sauber

Für den Privathaushalt gibt es keine offiziellen Empfehlungen für eine spezielle Behandlung der Wäsche in Zeiten der Corona-Pandemie. In einem normalen Haushalt können Textilien auch weiterhin wie gewohnt gewaschen werden. Zwar sind wissenschaftlich belastbare Erkenntnisse über das SARS-CoV-2 noch nicht ausreichend vorhanden, von anderen Coronaviren weiß man jedoch, dass sie empfindlich auf Alkohole und Tenside reagieren. Die Tenside im Waschmittel zerstören die Fettschicht, die das Erbgut von Coronaviren umhüllen und machen das Virus unschädlich - unabhängig von der Temperatur. Andere Pilze, Viren oder Bakterien benötigen jedoch höhere Temperaturen, um unschädlich gemacht zu werden. Wer auf eine hygienisch einwandfreie Wäsche Wert legt, sollte seine Kleidung bei 60 °C im Normalprogramm und mit bleichhaltigem Vollwaschmittel waschen. Ecoprogramme waschen in der Regel auf einer niedrigeren Temperatur als angegeben und gleichen die Waschwirksamkeit durch längere Waschzeiten aus. Dadurch werden ein niedrigerer Energieverbrauch und saubere Wäsche möglich. Für die Umwelt ein Vorteil, bei Keimen oder Krankheiten im Haushalt jedoch nicht erwünscht. Nähere Informationen finden Sie beim Forum Waschen (https://www.forum-waschen.de/files/content/Materialien/Faltblaetter,%20Broschueren/2018_Waschen_bei_30_Grad%20(i).pdf)
Schütteln Sie Wäsche vor dem Waschen nicht aus! Auf diese Weise könnten Coronaviren in die Raumluft gelangen.

08.05.2020: Sauerteig selbst herstellen

In diesem besonderen Jahr entdecken viele wieder die Lust am Selbermachen. Backen wird zur willkommenen Abwechslung und der Duft nach frisch gebackenem Brot vermittelt auch ein besonders Wohlgefühl.
Versuchen Sie doch mal Sauerteig selbst herzustellen, um ein Roggenbrot zu backen.
Nur zwei Zutaten werden gebraucht. Die Herstellung ist einfach, benötigt aber etwas Sorgfalt und Zeit. Drei bis vier Tage sind notwendig, bis das fertige Brot auf dem Tisch steht. Sauerteig ist ein Naturprodukt und kann manchmal auch misslingen. Aber probieren lohnt sich auf jeden Fall.
Sie benötigen etwa 50 g Roggenmehl Type 1350 oder Roggen-Vollkornmehl. Im Verhältnis 1:1 mit lauwarmem Wasser in einer Schüssel mit Deckel verrühren. Dann 24 Stunden warm stellen. Dieser kleine Teig wird als Anstellgut bezeichnet.
An den nächsten zwei Tagen die jeweils gleiche Menge an Mehl und Wasser unter die nun hoffentlich schon leicht blubbernde, angenehm säuerliche Masse rühren und immer wieder 24 Stunden stehen lassen. Dabei entwickeln sich Milchsäurebakterien und der Teig verdoppelt sich. Sollte er Fäden ziehen ist er verschimmelt oder vergoren. Dann weg damit.
Am dritten Tag können Sie nun ihren Brotteig mischen. Aber nehmen Sie einen Teil des Anstellgutes vorher für den nächsten Sauerteig ab und stellen sie den in den Kühlschrank. Wenn das nächste Brot gebacken werden soll, wieder mit Roggenmehl und Wasser verrühren und 12 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
Für reines Roggenbrot reicht Sauerteig. Wollen Sie Mischbrot backen, wird zusätzlich Hefe zum Gehen benötig. Wer wenig Zeit hat und nicht experimentieren will, kann Natursauerteig kaufen. Es gibt ihn auch in getrockneter Form. Er enthält keine Hilfsmittel. Falls Sie in den Geschäften keinen Trockensauerteig bekommen, fragen Sie bei Ihrem Bäcker nach, ob er ihnen 100 g Sauerteig verkauft.

07.05.2020: Kochboxen - eine sinnvolle Alternative bei Online-Bestellungen?

Dabei handelt es sich um die Lieferung von Lebensmitteln für die Zubereitungen von kompletten Mahlzeiten direkt nach Hause. Alle Zutaten sind in der Kochbox enthalten, lediglich Grundzutaten, wie Salz, Pfeffer oder Mehl werden vorausgesetzt. Dies erspart den Einkauf und man kann sich online inspirieren lassen, was man kochen möchte. Die meisten Kochboxen funktionieren nach dem Aboprinzip, d.h. man bestellt für eine bestimmte Personenzahl regelmäßige Lieferungen. Kochboxen gibt es mittlerweile von mehreren Anbietern, allerdings sind sie relativ teuer, ca. sieben Euro muss man für eine Mahlzeit pro Person einkalkulieren. Einige Anbieter verlangen zusätzlich Versandkosten. Für Probebestellungen findet man im Internet oft Gutscheine. Eine Widerrufsmöglichkeit für die Bestellung nach dem Fernabsatzgesetz gibt es nicht, da verderbliche Ware davon ausgenommen ist. Die Kochboxen lassen sich aber unproblematisch kündigen. Hier hilft ein Blick auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

06.05.2020: Verpackungen sparen - trotz Hygienebedenken?

Momentan liegt der Fokus beim Einkaufen bei vielen Verbraucher*innen eher auf der Hygiene, als auf der Einsparung von Verpackungen. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) gibt es jedoch keine Hinweise auf eine Ansteckung mit Coronaviren durch Lebensmittel. Nach wie vor können Sie Obst- und Gemüse unverpackt kaufen. Manche Geschäfte wie Bäckereien oder Supermärkte akzeptieren momentan aufgrund von Hygienebedenken jedoch keine selbst mitgebrachten Beutel für Backwaren oder Obst und Gemüse mehr. Erkundigen Sie sich im Geschäft, ob dies nach wie vor möglich ist. Es empfiehlt sich hier, die Mehrweg-Säckchen vor dem Einkauf zu waschen. Viele von uns verbringen durch die Ausgangssperre mehr Zeit zu Hause. Nutzen Sie die gewonnene Zeit zu Hause für eine Zubereitung der Speisen ohne Fertigprodukte. Das ist zwar zeitaufwändiger, spart dafür aber jede Menge Verpackungen und beschäftigt die ganze Familie.

05.05.2020: Ich habe gehört, dass man beim Bezug von Kurzarbeitergeld Steuern nachzahlen muss. Stimmt das?

Das Kurzarbeitergeld ist eine sogenannte Lohnersatzleistung, die von der Agentur für Arbeit an den Arbeitgeber überwiesen wird und der Arbeitgeber zahlt es dann mit dem Restlohn aus. Dabei erhalten kinderlose Arbeitnehmer*innen 60% des Nettoeinkommensverlustes und Arbeitnehmer*innen mit Kindern 67%. Zunächst einmal sind Lohnersatzleistungen, wie auch das Kurzarbeitergeld steuerfrei, es werden vom Kurzarbeitergeld also keine Steuern abgezogen. Allerdings wird das Kurzarbeitergeld dem zu versteuernden Jahreseinkommen hinzugerechnet und unterliegt somit dem sogenannten Progressionsvorbehalt. Das heißt, das sich das Jahreseinkommen um das Kurzarbeitergeld erhöht und somit auch der Prozentsatz der Steuerlast steigt. Bezieher von Kurzarbeitergeld sollten also im darauffolgenden Jahr mit einer eventuellen Steuernachzahlung rechnen, die allerdings in der Regel überschaubar ausfällt.

04.05.2020: Private Kleinanzeigen: Ist die Abholung zu Hause erlaubt?

Auf Kleinanzeigenportalen bieten weiterhin Privatpersonen gebrauchte Gegenstände zum Kauf an – teilweise nur bei Abholung von zu Hause. Doch ist das zur Zeit überhaupt erlaubt? Nach der Bayerischen Infektionsschutzverordnung darf die Wohnung nur bei triftigen Gründen verlassen werden. Ist die Waschmaschine defekt, der Kauf unbedingt notwendig und die Lieferung per Spedition unzumutbar, da erheblich teurer, dürfte dies einen triftigen Grund darstellen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist jedoch auch hier einzuhalten. In der Regel sollten Verbraucher sich den Artikel zusenden lassen und den Geldbetrag überweisen, um unnötige Kontakte zu vermeiden.

30.04.2020: Welche Arbeiten im Haushalt eignen sich für Kinder welchen Alters?

Nutzen sie die unfreiwillige Pause von Kita und Schule ihre Kinder in tägliche Aufgaben des Familienalltags mit einzubinden. Es erfordert ein bisschen Gespür, welches „Mittun“ für die jeweilige Entwicklungsstufe eines Kindes angebracht ist. Kleinkinder (3 – 5 Jahre ) haben Freude am Helfen vor allem wenn sie für das Ergebnis Lob und Anerkennung ernten. Selbst anziehen, Spielsachen in eine Kiste aufräumen, Dinge holen und wegbringen, Tisch decken und - abräumen helfen, beim Backen die Zutaten in die Schüssel geben, im Garten säen, pflanzen und gießen können Kleinkinder. Geduld ist allerdings gefragt und der Anspruch darf nicht zu hoch sein. Grundschulkinder sind hoffentlich ans Mithelfen schon gewöhnt. Trotz Schule sind Zimmer aufräumen, Bett machen, Staubsaugen, kleine Einkäufe in der näheren Umgebung erledigen, Geschirr spülen und abtrocknen, Spülmaschine aus- und einräumen, Haustiere versorgen, kleine Speisen zubereiten z.B. einen Pudding kochen, kleine Reinigungsarbeiten zumutnbare Aufgaben. Älteren Kinder (ab 12 Jahren) können ganze Verantwortungsbereiche zugemutet werden. Sie können z.B. Frühstück für die Familie machen, einfaches Essen zubereiten, Wäsche waschen, Trockner bestücken, Wäsche falten und einräumen (eine Anleitung zu den Geräten ist vorher notwendig), Betten beziehen, Einkäufe erledigen. Kinder die regelmäßig Hausarbeiten erledigen lernen Verantwortung zu übernehmen, werden selbständiger, unabhängiger und Notsituationen z.B. Krankheit eines Elternteils sind besser zu meistern. Nicht zu vergessen: Hausarbeit macht auch Spaß. Ganz nebenbei kann man Planen, Organisieren, Rechnen, Lesen, Umgang mit Technik und vieles mehr lernen.

29.04.2020: Auch im Homeoffice: salzige Fertiggerichte meiden, lecker kochen

Aufgrund der aktuellen Situation befinden sich sehr viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Homeoffice. Zusätzlich sind oft (Schul-)Kinder im Haushalt zu betreuen. Das heißt, es wird oft oder fast täglich zu Hause gekocht. Manchmal gibt es vielleicht Fertiggerichte wie Dosensuppen, Ravioli oder Tiefkühlpizza, die trotz teilweise schon veränderter Rezepturen meist noch sehr hohe Salzgehalte enthalten. So oder so gilt es auf die tägliche Salzzufuhr zu achten: Insgesamt liegt diese in Deutschland mit 8 bis 10 Gramm deutlich über den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) von maximal 6 Gramm pro Tag. Auf Dauer kann eine zu hohe Speisesalzzufuhr das Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Übergewicht erhöhen. Um Salz einzusparen, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Vor allem auf das obligatorische Nachsalzen sollte verzichtet werden. Stattdessen eignen sich zum salzarmen Würzen je nach Geschmack frische Kräuter und verschiedene Gewürze, Zwiebeln und Knoblauch. Unverarbeitete frische Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Kartoffeln, Vollkorngetreide und magere Milchprodukte sowie Fleisch und Fisch enthalten kaum Natrium. Gerade saisonal und reif geerntetes Gemüse behält beim schonenden Dünsten in wenig Wasser oder Rapsöl sein Aroma. Zum maßvollen Salzen im Haushalt empfiehlt die DGE ein mit Jod und Fluorid angereichertes Speisesalz. Auch wer nicht komplett auf Fertiggerichte verzichten möchte, sollte beim Einkauf auf den Salzgehalt achten und wenig verarbeitete Produkte mit möglichst wenigen Zutaten und Zusatzstoffen bevorzugen. Hierzu zählt z. B. Tiefkühlgemüse ohne Soße. Um salzreiche Fertiggerichte aufzuspüren, hilft am besten der Nährwert-Vergleich pro 100 Gramm innerhalb einer Produktgruppe wie Pizza oder Gemüsepfannen. Bei der Speisenplanung können auch Reste kreativ verarbeitet und Kinder je nach Alter beim Zubereiten miteinbezogen werden. Schnelle und leckere Gerichte sind z. B. Kartoffelecken aus dem Ofen mit Kräuterquark, Nudeln mit Tomaten-Gemüsesoße, Couscoussalat mit Mozzarella und Gurke oder selbstgemachte Gemüsepizza.

28.04.2020: Lernplattformen als mögliche Abofallen

Aufgrund der Schulschließungen wegen der Corona-Pandemie erfreuen sich Lernplattformen momentan großer Beliebtheit bei Eltern und Schülern. Bekannte Plattformen sind u.a. „sofatutor“, „grundschulkönig“ oder „scoyo“.
Hierbei werden aktuell auf zahlreichen Seiten im Internet Testabonnements beworben. Ein schneller Klick und man ist möglicherweise an einen Vertrag gebunden, den man so nicht wollte.
Als Verbraucher sollte man genau auf die vertraglichen Konditionen für das Probeabo achten. So kann es sein, dass das Probeabo nach Ablauf einer Frist automatisch endet oder dass Sie als Verbraucher*in fristgerecht selber kündigen müssen.
Achtung: Bei einem Testabo muss der Kunde ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass der Vertrag sich automatisch verlängert, falls er nicht rechtszeitig kündigt. In einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 15.04.2010, Az. Xa ZR 89/09 *1 wurde entschieden, dass bei einer Nichtkündigung eines Probeabonnements man nicht damit rechnen muss, dass der Vertrag sich automatisch verlängert. Dies gilt jedenfalls dann, wenn nicht ausdrücklich (außerhalb der ABG) auf eine „automatische Verlängerung“ nach Ablauf des Probezeitraums hingewiesen worden ist. Eine Klausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen mit einem derartigen Regelungsgehalt ist überraschend im Sinne des §305c BGB und damit unwirksam.
Außerdem haben Sie als Verbraucher*in zum Schutz weiterhin Ihre Widerrufsrechte, Anfechtungsrechte bei Irrtum, Informationsrechte im elektronischen Geschäftsverkehr durch den Unternehmer und die Möglichkeit von Inhaltskontrollen von AGB-Klauseln, die Sie als Verbraucher*in benachteiligen.
Insbesondere bei einer Widerrufs- oder Kündigungserklärung sollten die Nutzer*innen darauf achten, dass sie diese im Falle einer Streitigkeit belegen können.
Dazu bietet es sich an, selbst eine E-Mail zu senden, oder – wenn man auf Nummer sicher gehen möchte – die Erklärung postalisch per Einschreiben zu senden.

27.04.2020: Soll ich meinen Aktienfondssparplan kündigen, nachdem die Aktienmärkte so eingebrochen sind?

"Nein, auf keinen Fall! Aktienfondssparpläne sind immer ein langfristiges Investment. Durch die niedrigen Kurse bietet sich Ihnen gerade bei Sparplänen die Chance, mehr Anteile zu einem günstigen Preis zu erwerben. Wenn die Kurse dann wieder steigen, erhöht sich durch ihren niedrigeren Einkaufspreis die Rendite Ihres Investments.
Wenn man die Börsencrashs der letzten 120 Jahre vergleicht, haben sich die Märkte und somit auch das Kapital der Aktienanleger nach 5 – 6 Jahren erholt und es wurden wieder Gewinne erwirtschaftet. Nach jedem Crash und dessen Marktbereinigung erfährt die Börse und die Wirtschaft einen Wachstumsschub, der sich in steigenden Kursen bemerkbar macht. Denn die Nachfrage nach Wirtschaftsgütern steigt und die Unternehmen erzielen wieder Gewinne. Wenn wir mit dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahre 2000 und der Finanzkrise ab 2008 die beiden letzten Krisen betrachten, so betrug die zusammengefasste Rendite des globalen Aktienmarktes ab dem tiefsten Punkt der Krise nach 5 Jahren 130% bzw. 134%. Somit konnten Aktieninvestoren trotz Krise einen Gewinn von ca. einem Drittel erzielen. Nach der großen Depression im Jahre 1929, bei dem die Märkte sogar um fast 80% eingebrochen sind, lag die kumulierte Rendite nach 60 Monaten sogar bei 309%.
Deshalb lassen Sie sich von der momentanen Situation nicht entmutigen und bleiben Sie dran! Denn bei Aktien und Aktienfonds handelt es sich um sogenannte Sachwerte und hierbei gilt immer die Devise: Der Gewinn hängt (auch) vom Einkaufspreis ab und je günstiger Sie Ihre Fondsanteile einkaufen, desto mehr kann der Kurs Ihres Investment auch wieder steigen."

24.04.2020: Stinkwanzen verlassen momentan ihr Winterquartier

Mit dem Ansteigen der Temperaturen werden auch die grünen und braunen Baumwanzen wieder munter und krabbeln aus ihren Winterquartieren. Auf der Suche nach Wärme und Licht verirren sie sich zeitweise auch in unsere Wohnungen oder bevölkern kurzzeitig unsere Hauswände und Terrassen. Diese für den Menschen völlig harmlosen Insekten können nicht beißen oder stechen, aber wissen sich sehr wohl zu wehren, wenn sie sich bedrängt fühlen. Sie sondern ein besonders übelriechendes und lange anhaftendes Sekret ab, wodurch sie auch zu ihrem Beinahmen Stinkwanzen gekommen sind.

Da wir uns wegen der Kontaktbeschränkungen derzeit mehr in den Wohnungen aufhalten und bei schönem Wetter die Fenster und Terassentüren meist offenstehen, kommt es immer wieder zu sehr unangenehmen Begegnungen mit diesen Stinkern.

  • Die beste Möglichkeit, die Sie haben, ist das Abdichten der Fenster mit gutsitzenden Fliegengittern. Schließen Sie Ihre Fenster und Türen, sobald es anfängt, draußen abzukühlen. 
  • Berühren Sie die Wanzen nicht mit bloßen Fingern, sondern setzen Sie sie unter Zuhilfenahme eines Blatt Papiers vor die Türe.
  • Verzichten Sie auf das Einsaugen der Tiere, dies kann längerfristig zu einem intensiven Geruchserlebnis beim Staubsaugen führen.
  • Auch Insektenspray ist ungeeignet, zum einen aus gesundheitlichen Gründen und zum andern sind bestimmte Wanzenarten resistent dagegen.
  • Haben Sie etwas Geduld mit den Tierchen, ihr Aufenthalt ist meist nur von kurzer Dauer. Sollte der Besuch doch einmal zu intensiv und lange sein, scheuen Sie sich nicht, den Kammerjäger zu rufen.

23.04.2020: Wenn Strom- und Telefonzahlungen nicht mehr möglich sind

Bei wichtigen Dauerverträgen im Rahmen der Daseinsvorsorge, wie z.B. Strom, Gas und Telefon, gewährt der Gesetzgeber den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Verbraucher*innen ein zeitweises Leistungsverweigerungsrecht. Zur Sicherung ihrer „angemessenen Daseinsvorsorge“ können die Verbraucher*innen Zahlungen für die o. g. Verträge ohne Folgen zunächst aussetzen. Die Aussetzung der Zahlung müssen Sie gegenüber dem jeweiligen Versorgungsunternehmen (am besten schriftlich und nachweisbar, z.B. per Einschreiben Rückschein) geltend machen. Zudem sollten Sie entsprechende Nachweise zur Hand haben, z. B. den Bescheid über den Bezug von Kurzarbeitergeld oder den Arbeitslosengeldbescheid. 

Wichtig ist, dass die geforderten Zahlungen nicht gänzlich entfallen oder Beträge gekürzt werden, sondern nur vom 01. April 2020 bis 30. Juni 2020 aufgeschoben werden. Sofern der Gesetzgeber diese Frist nicht noch einmal verlängert, müssen Sie ab diesem Zeitpunkt (neben den laufenden) auch die bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Verbindlichkeiten zurückzahlen. Allerdings gewährt der Gesetzgeber auch dieses Recht nur unter engen Voraussetzungen:
Verbraucher*innen können ihre Gebührenzahlung im o. g. Zeitraum nur dann verweigern, wenn:

  • das betreffende Dauerschuldverhältnis schon vor dem 08.03.2020 geschlossen wurde
  • und den Verbraucher*innen die Zahlung der geschuldeten Leistung wegen der Gefährdung insbesondere ihres eigenen Lebensunterhaltes nicht zumutbar ist.

Ausnahmsweise gilt dieser Aufschub jedoch dann nicht, wenn dies für den Gläubiger unzumutbar ist, was bei großen Versorgungsunternehmen eher selten der Fall sein wird. Sollte sich doch ein Gläubiger auf diesen Umstand berufen können, haben Sie das Recht zur Kündigung.
 

22.04.2020: Einfluss der Corona-Pandemie auf Einkaufsmengen und Preisentwicklungen?

Auch wenn sich inzwischen in den Supermärkten und Discountern die Situation langsam entspannt, gibt es nach wie vor eine erhöhte Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs. Deshalb stehen Verbraucher*innen manchmal vor leeren Regalen. Grund hierfür waren die sogenannten „Hamsterkäufe“ Ende Februar bzw. Anfang und Mitte März 2020. Das statistische Bundesamt meldet aktuell jedoch, dass die Verkaufszahlen ausgewählter Lebensmittel rückläufig sind. Beispielsweise lagen die Verkaufszahlen für Teigwaren in der 10. Kalenderwoche bei 150 Prozent, in der 14. Kalenderwoche dagegen nur noch bei zwei Prozent über dem Durchschnittswert der sechs Monate zuvor. Allerdings schwankten die Verkaufszahlen bei den ausgewählten Produkten von Woche zu Woche. Gründe hierfür können eine Sättigung des Bedarfs oder das fehlende Angebot in einem bestimmten Warensegment sein. Deutlich erhöht waren die Verkaufszahlen bei Mehl, Teigwaren, Reis, passierten Tomaten und Hefe. Lagerfähige Ware wie Äpfel war nicht so stark nachgefragt. In Bezug auf die Preise lag der Verbraucherpreisindex in Deutschland für Nahrungsmittel im Februar 2020 bei 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Laut Analyse-Daten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) schwanken die Preise auch ohne Pandemie: Im März 2020 waren Eier, Obst, Gemüse, Kartoffeln und Käse sogar günstiger als im Februar. Die Preise von Backwaren und Brot blieben im Vergleichszeitraum konstant. Aufgrund der hohen chinesischen Nachfrage ist Schweinefleisch schon seit 2019 teurer geworden. Verglichen mit dem Vorjahresmonat sind die Preise des Lebensmittel-Warenkorbs, ausgenommen Kartoffeln, insgesamt gestiegen. Diese Entwicklung begann jedoch schon vor der Pandemie. Laut AMI hat sich die Corona-Pandemie bisher nur vereinzelt auf die Mengen und auch nur geringfügig auf die Preisentwicklung ausgewirkt.

21.04.2020: Gehen Sie sorgsam mit der Umwelt um

Es ist wieder so weit. Der Beginn der Gartensaison steht kurz bevor und bringt Freude in den Corona-Alltag. Zeit, für viele Hobbygärtner, sich mit Erde einzudecken. Das Angebot von Gartenerden und Substraten ist groß. Doch wo bekommt man zurzeit gute Erde und welche ist umweltfreundlich?

  • Wählen Sie beim Kauf torffreie Erde, achten Sie auf das RAL-Gütesiegel oder das Europäische Umweltzeichen.
  • Achten Sie darauf, dass auf der Verpackung der Erde „ohne Torf“ oder „Torf frei“ steht. Nur in solchen Produkten ist tatsächlich kein Torf.
  • Torffreie Produkte sind erhältlich bei lokalen Entsorgungs-/Kompostwerken, achten Sie auf die geänderten Öffnungszeiten. Auch in Supermärkten und Diskountern gibt es zeitweise entsprechende Angebote. Lokale Gärtnereien und Gartencenter bieten teils Bestellmöglichkeiten an.
  • Eine Übersicht über Hersteller und Händler und weiteren Tipps finden Sie unter BUND Einkaufsführer für torffreie Erden.
  • Besonders günstig und ökologisch ist die Kompostierung im eigenen Garten. Durch die enthaltenen Nährstoffe und organischen Bestandteile trägt Kompost zugleich zur Bodenverbesserung bei. Tipps und Regeln für guten Kompost enthält die Kompostfibel vom Umweltbundesamt.

20.04.2020: Ich kann mir meine private Krankenversicherung im Moment nicht leisten: Was kann ich tun?

Eine private Krankenversicherung schlägt mit mehreren hundert Euro zu Buche und kann damit bei ausbleibendem Einkommen schnell zur Belastung werden. Auch hier gibt es wie in den anderen beiden Bereichen die Möglichkeit der Beitragsstundung, die im Regelfall gegen geringe Zinsforderungen für einen überschaubaren Zeitraum angeboten wird. Darüber hinaus sieht die PKV aber auch die gesetzliche Möglichkeit vor, die Beitragszahlung einzustellen. Aber Vorsicht! Dies entbindet den Versicherungsnehmer nicht von der Zahlungspflicht und führt nach dem vorgeschriebenen Mahnverfahren nach etwa einem halben Jahr zur zwangsweisen Umstellung in den Notlagentarif. In diesem sind Versicherte aber nur noch für extrem eingeschränkte Leistungen versichert. Sie könnten gegebenenfalls die Beiträge auch über einen Tarifwechsel reduzieren. Aber auch hier gilt erhöhte Vorsicht! Wenn Sie später die Leistungen wieder erhöhen wollen, kann der Krankenversicherer eine Gesundheitsprüfung verlangen und eventuell Leistungen ausschließen. Speziell Versicherte, die schon vor 2009 in der privaten Vollversicherung waren, sollten sich vor einem Wechsel auch neutral beraten lassen, da ein Wechsel in einen neuen Unisex-Tarif durchaus mit Nachteilen verbunden ist.

17.04.2020: Welche Lebensmittelvorräte sind sinnvoll?

In der Regel wird ein Nahrungsmittelvorrat mit etwa 2200 kcal für einen Zeitraum von 10 Tagen empfohlen. Das gilt auch für eine Situation wie die "Coronakrise". Dabei gilt es ebenfalls an Diätetische Lebensmittel oder Babykost zu denken. Berücksichtigen Sie beim Anlegen der Vorräte individuelle Vorlieben, damit diese dann auch gegessen werden. Weiter sollte man an Getränke denken. Der Vorrat kann im Falle von Corona aus einer Mischung aus Dosen, Gläsern oder Tiefkühlkost bestehen. Man rechnet für eine Person mit 3,5 Kilogramm Getreideprodukten wie Brot, Kartoffeln, Knäckebrot, Haferflocken, Nudeln, Reis. Dazu kommen 4 Kilogramm Gemüsekonserven wie Bohnen, Erbsen, Sauerkraut und Gurken. Bei Obst lagern Sie 2,5 kg langhaltende Sorten wie Äpfel und ergänzen Sie diese mit Konserven. 20 Liter Getränke inclusive Tee und Kaffee gehören ebenfalls in den Notvorrat, dazu 2,5 kg haltbare Milch und 500 g Käse. 8 Eier und entsprechende Wurst und Fischkonserven je nach Vorlieben. Öl und haltbare Fette ergänzen ebenso den Vorrat, wie Salz, Zucker, Honig, Mehl, Brühe, Kekse und Nüsse in haushaltsüblichen Mengen. Lebensmittel und andere Dinge im Übermaß zu kaufen ist nicht ratsam, weil diese auch gepflegt (also Mindesthaltbarkeit beachten, richtige Lagerung, aussortieren) und letztendlich verzehrt werden sollen.
 

16.04.2020: Computer - Strom sparen im Home Office

Beim Computer beeinflusst die Bauart und die Leistungsfähigkeit den Stromverbrauch erheblich. So verbraucht ein Standard-Laptop für typische Büroanwendungen während eines achtstündigen Arbeitstages im Dauerbetrieb etwa eine Fünftel Kilowattstunde. Bei einem etwa gleichstarken Desktop-PC (bezeichnet meist ein stehendes Computergehäuse mit einem separat stehenden Bildschirm) darf mit dem dreifachen Verbrauch gerechnet werden. In 6 Wochen Home-Office macht das 2 Euro Stromkosten beim Laptop und 6 Euro beim Desktop-PC. Hoch gerüstete Gamer-PCs sollten nicht über einen längeren Zeitraum im Home-Office verwendet werden. Deren wesentlich höhere Leistungsfähigkeit führt auch bei Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Surfen im Internet zu höherem Verbrauch. Im Vergleich zu einem niedriger ausgestatteten Desktop-PC sollte dieser noch mal 70 Prozent höher, also mit rund 10 Euro in 6 Wochen, kalkuliert werden. Versetzen Sie in Arbeitspausen jeden PC in den Energiesparmodus, um den Verbrauch deutlich zu verringern. In den Energieoptionen lassen sich genaue Energiespar-Einstellungen vornehmen. Nachts und bei längeren Arbeitspausen lohnt es sich, den PC auszuschalten.
Beim Kauf dieser Elektrogeräte achten Sie bitte auf das Umweltzeichen „Blauer Engel".

15.04.2020: Muss ich beim Frühjahrsputz jetzt etwas besonders beachten?

Für eine hygienisch saubere Wohnung reichen laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einem Haushalt ohne kranke Personen haushaltsübliche Reinigungsmittel aus. Desinfizierende Mittel sind nach wie vor nicht nötig, da diese bioziden Stoffe im Privathaushalt unter Umständen negative Effekte hervorrufen. Für eine gründliche Reinigung braucht es keine teuren Spezialprodukte. Auch hier gilt: weniger ist mehr. Allzweckreiniger, Handspülmittel, ein saurer Reiniger gegen Kalk beispielsweise auf Basis von Zitronensäure und Scheuermilch reichen für die hygienische Reinigung im Privathaushalt aus. Reinigen Sie aktuell regelmäßig Türklinken und häufig genutzte Gegenstände mit einer Lösung aus Spülmittel oder Allzweckreiniger und vergessen Sie auch das Handy nicht. Lebt ein SARS-CoV-2-Infizierter mit im Haushalt, sprechen Sie mit dem zuständigen Gesundheitsamt über gegebenenfalls nötige Desinfizierungsmaßnahmen.

14.04.2020: Wenn die Zahlung der Miete nicht mehr möglich ist

Bei Zahlungsrückständen ab dem 1. April 2020 gewährt der Gesetzgeber einen Zahlungsaufschub bzw. einen befristeten Kündigungsschutz. Bis zum 30. Juni 2020 sind Kündigungen seitens der Vermieter aufgrund eines Zahlungsverzuges ausgeschlossen. Betroffene Verbraucher*innen haben bis zum 30. Juni 2022 Zeit, die im Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 aufgelaufenen Mietrückstände nachzuzahlen. Von der befristeten Neuregelung unberührt bleiben die anderen gesetzlich vorgesehenen Kündigungsgründe. Wegen Eigenbedarf oder Fehlverhalten besteht weiterhin die Möglichkeit, den Mietern zu kündigen. 

Durch diese Regelung ändert sich nichts an der grundsätzlichen Verpflichtung der Mieter, den fälligen Mietzins zu zahlen. Den Betroffenen wird lediglich ein Zahlungsaufschub gewährt. Daher haben die Vermieter das Recht, neben der Nachzahlung der Miete grundsätzlich auch Verzugszinsen zu fordern. Ab dem 1. Juli 2020 lebt im Mietrecht das bisherige Kündigungsrecht wegen Zahlungsverzugs wieder auf.

13.04.2020: Wie kann ich die Beiträge für meine Lebensversicherung vorerst einstellen und trotzdem meinen Vertrag behalten?

Hier gibt es die Möglichkeit der Stundung. Bei einer Stundung bis zu sechs Monaten wird die Laufzeit üblicherweise um diese Monate verlängert. Der große Vorteil liegt dabei darin, dass Versicherungsschutz, auch von einer möglichen Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, in der Zeit erhalten bleibt. Daneben bieten die Lebensversicherer auch die Möglichkeit einer Unterbrechung an. Hier kann die Versicherung für einen Zeitraum von bis zu drei Jahren unterbrochen und dann zu den ursprünglichen Bedingungen wieder aufgenommen werden. Es müssen dann aber die versäumten Beiträge nachentrichtet werden oder der Versicherungsschutz wird entsprechend reduziert. Versicherungsschutz besteht in der Unterbrechungszeit aber nur in reduzierter Form auf Grundlage des bereits angesparten Deckungskapitals. Fragen Sie hier gegebenenfalls nach der Möglichkeit, einen Risikozwischenbeitrag zu zahlen.

11.04.2020: Wie Fitness-Studios mit der Krise umgehen

Die Corona-Krise zwingt auch Fitness-Studios zu vorübergehenden Schließungen. Die Folge: Die Laufbänder stehen still, Sport-Liebhaber gehen einzeln joggen oder drücken im heimischen Keller ihre Gewichte. Doch wie sieht es mit den Mitgliedsbeiträgen für die Schließzeit aus, die mindestens bis 19. April 2020 dauert? Wir sind der Ansicht, dass die Verbraucher*innen von ihrer Bezahlpflicht befreit sind, da die Studios ihrer Leistungspflicht derzeit nicht nachkommen. Aber eigenmächtig aussetzen sollten die Mitglieder die Beiträge auch nicht ohne Weiteres. Der Kunde müsste ein Wahlrecht haben, ob er seine Beiträge entsprechend zurückfordert oder sich auf eine Verlängerung der Vertragslaufzeit einlässt, wie sie bereits von vielen Studios angekündigt wurde. Ein Sonderkündigungsrecht wegen der Corona-Krise besteht nicht.
Für Verbraucher*innen empfiehlt es sich, ihre Entscheidung gut abzuwägen. Fordert ein Großteil der Kunden die Mitgliedschaftsbeiträge wegen der Corona-Maßnahmen zurück, so bleiben voraussichtlich Schließungen – besonders der kleinen Fitness-Studios – nicht aus. Für wen eine Verlängerung der Mitgliedschaft in Betracht kommt, sollte dies zumindest in Erwägung ziehen. Setzen Sie sich mit dem jeweiligen Betreiber in Verbindung, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Viele zeigen Verständnis für Ihre Situation und bieten ihrerseits Hilfe und individuelle Lösungen an.

10.04.2020: Hauswirtschaftliche Dienstleistungen in Corona-Zeiten

Während viele Arbeitnehmer unter einer erzwungenen Beschäftigungslosigkeit leiden, sind andere Berufe nach wie vor gefordert. Dazu gehört neben der Gesundheitsvorsorge auch die Daseinsvorsorge. Diese hauswirtschaftlichen Dienstleistungen bieten meistens Selbständige oder Kleinstunternehmen an. Häufig arbeiten sie in Haushalten mit besonders hohem Risiko, wie Senioren oder Menschen mit Vorerkrankungen. Aus Unsicherheit kündigen derzeit viele Arbeitgeber die Aufträge, das muss aber nicht sein.
Prinzipiell sind haushaltsnahe Dienstleistungen in Privathaushalten erlaubt. Unabhängig von der Anzahl der Haushaltmitglieder. Auf Grund des besonders hohen Risikos ist es jedoch umso wichtiger, alle notwendigen Schutzmaßnahmen einzuhalten:

  • Wenn gekocht oder gereinigt wird, sollten sich so wenige Personen wie möglich im Raum aufhalten.
  • Den Mindestabstand von 1,5 Meter möglichst einhalten. Dies ist bei demenziell erkrankten Menschen eine besondere Herausforderung.
  • Wenn auch umstritten, gilt eine Mundbedeckung als Vorsichtsmaßnahme. Eine einfache Nähanleitung finden Sie hier.
  • Vor Beginn und nach Beendigung einer Arbeit möglichst 20 bis 30 Sekunden mit Seife Händewaschen. Seife zerstört die Virushülle. Eine anschließende Händedesinfektion ist empfehlenswert.
  • Verwenden Sie Einmalhandtücher bzw. wechseln sie die Handtücher nach jeder Benutzung. Das gilt selbstverständlich auch für alle Reinigungs- und Geschirrtücher.
  • Waschen Sie die Wäsche bei 60 Grad mit Vollwaschmittel oder benutzen Sie zusätzlich einen Hygienespüler gegen Viren.

Informationen zu aktuellen Hygienebestimmungen unter Robert Koch Institut
Weitere Infos zur haushaltsnahen Dienstleistung

09.04.2020: Online bestellen, aber nachhaltig

Viele Händler, auch in ihrer Nachbarschaft, kämpfen zurzeit um ihre Existenz. Das direkte Einkaufen ist häufig nicht möglich und die Auswirkungen der Corona-Krise im Moment schwer abschätzbar. Eine Lösung könnte Online-Shopping bieten: suchen Sie gezielt nach Informationen, welche Händler vor Ort im Zuge von Corona Bestellmöglichkeiten anbieten. Vielleicht hat ja der kleine Buchladen am Eck auch einen Hinweis im Schaufenster?
Nachhaltige Kleidung bestellen wäre eine weitere Idee, wählen Sie in Ruhe aus und überlegen, was Sie wirklich brauchen, so können unnötige Retouren vermieden werden.
Geben Sie möglichst eine Sammelbestellung bei einem Händler auf statt vieler Einzelbestellungen, die einen erhöhten Lieferverkehr verursachen. Weitere Tipps zum sicheren Konsum und dem überlegten Umgang mit Apps finden Sie hier: >>weiterlesen
 

08.04.2020: So geht kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone

Um so wenig wie möglich zu berühren, wünschen sich manche derzeit, auch die Tastatur beim Eingeben der PIN an der Kasse nicht berühren zu müssen. Dies ist möglich, wenn Sie Ihr Smartphone (oder die Smartwatch) zum Bezahlen nutzen. Android-Geräte-Nutzer können das mit Google-Pay und Apple-Geräte-Nutzer mit Apple-Pay fast an jeder Supermarktkasse mit dem Zeichen für mobiles Bezahlen tun. Die Einrichtung – falls noch nicht geschehen – ist denkbar einfach. Wichtig ist dabei, dass Ihr Gerät NFC-fähig (nearfield communication) ist, d.h. Daten per elektromagnetischer Induktion ausgetauscht werden können. Diese Funktion findet sich in den Einstellungen und kann an- und ausgeschaltet werden.

Für Android-Geräte geht das so:
Laden Sie über den Google Play Store die App „Google Pay“ kostenfrei herunter (ist ab dem Betriebssystem Lollipop 5.0 oder höher möglich). Beim Öffnen der App werden Sie automatisch durch den Einrichtungsprozess geleitet. Dann werden Sie aufgefordert ein Bezahlsystem zu hinterlegen. Verschiedene Kreditkarten, aber auch ein Paypal-Konto zur Abbuchung vom Girokonto können hinterlegt werden.
Für Apple-Geräte geht das so:
In der vorinstallierten Wallet-App (elektronische Geldbörse) klicken Sie auf das Pluszeichen. Nach Aufforderung fügen Sie per freigeschaltener Kamera die gewünschte Kreditkarte hinzu und ergänzen den Secure-Code auf der Rückseite der Karte.

Die Bankdaten werden übrigens nicht auf Ihrem Gerät hinterlegt oder mit dem Händler ausgetauscht. Der Bezahlvorgang funktioniert über einen TransaktionsCode. Beim Bezahlvorgang müssen Sie lediglich Ihr Smartphone auf die übliche Weise freischalten und max. 4cm neben das Terminal halten und schon ist kontaktlos bezahlt, was Ihnen bestätigt wird.

07.04.2020: Der Einkauf im Supermarkt - die neuen Regeln

Man ist unsicher wie man sich verhalten soll, und möchte zügig fertig werden. Worauf sollte jetzt jeder achten? Jeder Supermarktkunde darf natürlich die Ware vor dem Kauf begutachten, ob sie einwandfrei ist und seinen Erwartungen entspricht. Unnötiges Anfassen von Waren oder gar Öffnen von Verpackungen sollte aber gerade jetzt aus Hygienegründen vermieden werden. Um Schmierinfektionen zu vermeiden, ist es wichtig, auf das Abtasten von Obst und Gemüse zu verzichten.

Notwendig: Abstand und Umsicht
Der Einkaufswagen ist der ideale Abstandshalter. Ein umsichtiges Schieben durch die Gänge, ein besonnenes Einkaufen nach Bedarf, aus Rücksicht auf die Kassiererinnen, bargeldloses Bezahlen, die Berücksichtigung der Husten- und Niesetikette – mit oder ohne Mundschutz – sowie ein freundliches Wort für das Verkaufspersonal tragen zu einem entkrampften Einkauf bei. Wer besonders sichergehen möchte kann in Absprache mit dem Personal mit eigener Tasche ohne Wagen einkaufen. Die Einkaufswagengriffe sind eventuell kontaminiert.

06.04.2020: Brot und Backwaren in Selbstbedienung

Die Selbstbedienung bei unverpackten Brot- und Backwaren wurde infolge der Corona-Krise schon von vielen Supermärkten und Discountern eingestellt. Grundsätzlich muss der Supermarkt für eine hygienische Entnahme von unverpacktem Brot, Brötchen und Kleingebäck am Selbstbedienungsregal sorgen: Klappen und Entnahmezangen verhindern unnötiges Berühren, ein Zurücklegen bereits entnommener Ware ist nicht erlaubt, was durch Rücklegesperren und deutliche Hinweise verhindert werden soll.

04.04.2020: Reiserecht - Wer zuerst storniert verliert

In Bezug auf Reisen, die nach dem Ende der weltweiten Reisewarnung anstehen, ergibt sich momentan ein regelrechtes Pokerspiel.
Stornieren Verbraucher*innen frühzeitig aus Angst vor COVID-19, bleiben sie womöglich auf den (noch moderaten) Stornierungsgebühren sitzen. Warten sie jedoch ab, in der Annahme, dass die Reisewarnung verlängert wird und/oder der Veranstalter die Reise seinerseits cancelt, sind sie davon abhängig, wie sich die Situation weiterhin entwickelt. Sagt der Veranstalter ab, zahlen Verbraucher*innen nichts. Gilt zum Zeitpunkt der Reise (noch) eine Warnung des Auswärtigen Amtes, können sie womöglich kostenfrei stornieren. Ist weder das eine noch das andere gegeben, besteht entweder die Möglichkeit, die Reise anzutreten oder unter sehr hohen Gebühren (bis hin zum vollen Reisepreis) abzusagen. Weiterlesen

03.04.2020: Kreditzahlungen - Sprechen Sie mit Ihrer Bank

Verbraucher*innen, die in einen Liquiditätsengpass geraten und für welche absehbar ist, dass sie ihre Kreditraten bis auf Weiteres nicht wie gewohnt bedienen können, sollten nicht warten bis das Kind in den sprichwörtlichen Brunnen gefallen ist, sondern aktiv auf ihre Bank zugehen und mit dem Kreditinstitut gemeinsam nach einer einvernehmlichen Lösung suchen. Auch die Finanzwirtschaft ist daran interessiert, ihre Forderungen gegenüber den Schuldnern möglichst ohne größere Probleme zu verbuchen. In der Regel bietet sich hier das Instrument einer Kreditstundung an, bei der die Ratenzahlung für einen fest vereinbarten Zeitraum zunächst ausgesetzt wird. Die Bundesregierung hat im Rahmen des Corona-Hilfspakets das Anrecht auf eine dreimonatige Stundung ab dem 01.04.2020 gesetzlich verankert. Betroffen sind alle Kreditverträge, die vor dem 15.03.2020 abgeschlossen wurden. Weiterlesen

02.04.2020: Nähanleitung für eine Mundbedeckung

In Asien hat das Tragen von Mundschutz eine lange Tradition. In Europa machen Verbraucher*innen selbst in Zeiten einer Grippeepidemie kaum davon Gebrauch. Doch jetzt, während der Corona-Pandemie, überlegen sich viele Menschen, ob es sinnvoll ist, sich damit zu schützen.

Die medizinische Seite weist ausdrücklich darauf hin, dass ein Mundschutz den Träger nicht vor Coronaviren schützt und gesunde Menschen darauf verzichten können. Fremdschutz ist aber in gewissem Umfang möglich. Tröpfchen, die sich beim Niesen verstreuen, werden teilweise aufgefangen. Das Eindringen der Aerosole verhindert eine einfache Mundbedeckung allerdings nicht. Weiterlesen