Energie

28.01.2021

Energiesparen im Homeoffice

Das Arbeiten im Homeoffice und Homeschooling bringt den Stromzähler auf Touren. Auch die Heizung läuft zurzeit bei vielen Verbraucher*innen im Dauerbetrieb. Spätestens die Nebenkosten- und Stromabrechnung bringen bittere Gewissheit: Es ist höchste Zeit, den Energieverbrauch zu Hause zu reduzieren. Die Energieberatung des VerbraucherService Bayern verrät, worauf beim Stromverbrauch und Heizverhalten zu achten ist.

Energiesparen im Homeoffice
Foto: © Andrey Popov - stock.adobe.com

Frühjahrsdiät für den Stromverbrauch jetzt starten

So mancher Stromverbrauch hat im vergangenen Jahr deutlich zugelegt. Höchste Zeit für eine kleine Frühjahrsdiät. Damit die Euros auf der nächsten Stromrechnung wieder purzeln, empfiehlt es sich, Energiefresser ausfindig zu machen.

Folgende Fragen erleichtern die Suche: 
  • Wie hoch ist mein Stromverbrauch? Hat er sich im vergangenen Jahr verändert?
  • Gibt es bei mir noch Glüh- und Halogenlampen oder ausschließlich stromsparende LEDs?
  • Welche Elektronik-Geräte (Notebook, Monitor, Drucker, Fernseher, Spielekonsole, Stereoanlage etc.) sind in Betriebsbereitschaft? Werden die Geräte ganz ausgeschaltet oder bleiben sie im Stand-By?
  • Kann eine abschaltbare Mehrfachsteckdose verwendet werden?
  • Wird beim Neukauf von Bürotechnik auf energiesparende Modelle geachtet?

Wohlfühl-Arbeitsklima durch optimiertes Lüften und Heizen

Wenn ganztags in den eigenen vier Wänden gewohnt, gearbeitet oder gelernt wird, steigt neben dem Energieverbrauch auch die Luftfeuchtigkeit in den Räumen an. Für Feuchtigkeit sorgen neben Wasserdampf vom Duschen, Baden und Kochen auch die Atemluft, Schwitzen und Zimmerpflanzen. Wichtig ist, dass die relative Luftfeuchtigkeit nicht dauernd über 60 Prozent liegt. Mit einem Hygrometer behalten Sie dies gut im Blick und erkennen bereits während des Lüftens, ob die Raumluft wieder trocken genug ist.

Je mehr Menschen sich im Haus oder der Wohnung aufhalten, desto häufiger sollten Sie auch bei Winterkälte gut lüften, um Schimmel zu vermeiden. Als Faustregel gilt: Mindestens zweimal täglich, für etwa fünf Minuten durchlüften. Die Heizung währenddessen ausschalten.

Damit die Wände nicht zu sehr auskühlen und um das Schimmelrisiko zu minimieren, empfiehlt es sich, nach dem Lüften wieder ausreichend zu heizen; tagsüber auf mindestens 16 Grad, auch wenn Sie einige Räume nur selten nutzen.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale in Kooperation mit dem VerbraucherService Bayern hilft bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie zu Hause. Sie findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt, und ist je nach Beratungsangebot kostenfrei oder kostenpflichtig (30 Euro). Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei.

Terminvereinbarung unter Tel. 0800-809 802 400. Mehr Infos un­ter www.verbraucherservice-bayern.de.

Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale erfolgt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.