Energie

09.10.2012

Heizungspumpe - Stromfresser im Keller?

Je höher die Strompreise, desto mehr zahlt sich ein sparsamer Umgang mit Strom aus. Veraltete Heizungspumpen können die Stromkosten spürbar erhöhen. Ein Austausch kann sich bereits nach wenigen Jahren lohnen.

Mit Beginn der Heizperiode sind sogenannte Umwälzpumpen im Dauereinsatz. Ob Fernwärme, Öl-, Gas-, Pellet- oder Solarheizung, eine Pumpe ist immer erforderlich, um das warme Wasser von der Heizungsanlage zu den Heizkörpern zu transportieren. Gibt es mehrere Heizkreise, beispielsweise für Radiatoren und Fußbodenheizung, sind auch mehrere Pumpen in Einsatz. Hinzu kommt die Zirkulationspumpe für Warmwasser.

Strom sparen mit hocheffizienten Pumpen
Im Vergleich zu herkömmlichen Geräten brauchen hocheffiziente Pumpen bis zu 80 Prozent weniger Strom. Zum einen arbeitet der Motor sehr effizient. Zum anderen passt die Pumpe ihre Leistung dem Bedarf an.

Dem Landesamt für Umwelt zufolge verursacht eine herkömmliche, ungeregelte Pumpe mit einer Leistungsaufnahme von 90 Watt jährlich Stromkosten in Höhe von rund 130 Euro. Bei einer Hocheffizienzpumpe mit 15 Watt Leistungsaufnahme sind es lediglich 22 Euro (Annahme: 6.000 Betriebsstunden, Strompreis 24 Cent/kWh).
Am Typenschild Ihrer Pumpe können Sie ablesen, mit welcher Leistung Ihre Heizungspumpe arbeitet. Wenn manuell verschiedene Stufen eingestellt werden können, benötigen Sie die Leistungsaufnahme der eingestellten Stufe.

Eine Investition, die sich lohnt
Heizungspumpen haben eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Wird eine herkömmliche gegen eine hocheffiziente Pumpe ausgetauscht, kann sich das finanziell bereits nach drei bis fünf Jahren lohnen. Ein Pumpentausch kostet etwa 350 bis 550 Euro. Wer eine alte, stromfressende Pumpe auswechselt, kann bis zu 100 Euro im Jahr an Stromkosten sparen.

Darauf sollten Sie beim Neukauf achten
Ab dem 1. Januar 2013 gelten neue Anforderungen an externe Umwälzpumpen. Von diesem Zeitpunkt an dürfen nur noch Pumpen neu auf den Markt kommen, die einen Energie-Effizienz-Index von 0,27 nicht überschreiten. Vorsicht: Lagerbestände dürfen noch verkauft werden.

Hersteller können ihre Pumpe freiwillig mit dem EU-Energielabel kennzeichnen, "A" kennzeichnet derzeit die beste Effizienzklasse. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Installateur nach einer hocheffizienten Pumpe und lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag für den Einbau erstellen. Lassen Sie die Pumpe fachgerecht einbauen.

Für Pumpen, die in den Heizkessel integriert sind, gelten erst ab August 2015 Anforderungen an die Effizienz. Achten Sie bereits jetzt beim Kesselkauf auf einen niedrigen Stromverbrauch der Pumpe. Fragen Sie den Hersteller, ob eine Hocheffizienzpumpe eingebaut werden kann.

Bei Solaranlagen muss die maximal zulässige Betriebstemperatur beachtet werden.

Damit die neue Pumpe effizient arbeitet, sollte ein hydraulischer Abgleich durchgeführt werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Heizungsbauer.

Weitere Informationen
Unsere Energieberater bieten Beratungsgespräche in unseren Energieberatungsstellen sowie Energie-Checks für zu Hause an. Weitere Informationen erhalten Sie beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V..

Beim PumpenCheck erfahren Sie, ob sich für Sie ein Austausch lohnt. Sie benötigen dafür Hersteller und Typ Ihrer Heizungspumpe sowie Angaben zu Ihrem Gebäude und Energiebedarf.

Wer sich vor Ort über den Einbau einer hocheffizienten Pumpe und den hydraulischen Abgleich beraten lassen möchte, kann sich an der Aktion vom Landesamt für Umwelt beteiligen. Hier erhalten Sie Gutscheine für eine kostenlose Beratung vor Ort und erfahren, welche Betriebe sich an der Aktion beteiligen.

Die Stiftung Warentest hat im Jahr 2007 Heizungspumpen untersucht und die Testergebnisse veröffentlicht.
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