Energie

23.06.2009

Im Sommer an den Winter denken - Was treibt eigentlich Ihre Heizung an?

Mit dem Austausch einer alten Heizungspumpe können Verbraucher ihre Stromkosten enorm drücken. Während eine alte Pumpe in einem typischen Familienhaus innerhalb von 20 Jahren Stromkosten von 2000 bis 3000 Euro verursacht, sind es bei einer modernen Pumpe zum Teil weniger als 300 Euro.

Der Anschaffungspreis der Pumpen ist zudem im Vergleich zu anderen Energiesparmaßnahmen im Haus günstig. So gibt es eine bei der Stiftung Warentest als "sehr gut" getestete Pumpe schon für rund 360 Euro.

Der Grund für das große Energiesparpotenzial liegt laut Stiftung Warentest darin, dass alte Heizungspumpen oft 6000 Stunden im Jahr mit konstant hoher Leistung Wasser durch die Heizungsrohre pumpen, und dies unabhängig vom tatsächlichen Bedarf. Moderne geregelte Pumpen würden dagegen den tatsächlichen Heizbedarf erkennen und automatisch Leistung sowie Wasserdruck anpassen.

co2online – eine gemeinnützige GmbH - informiert auf www.sparpumpe.de Hauseigentümer über das Energiesparpotenzial bei Heizungspumpen. Die Kampagne, die vom Bundesumweltministerium (BMU) gefördert wird, will Hauseigentümer auf die Möglichkeiten zum Klimaschutz im Heizungskeller aufmerksam machen. Mithilfe des interaktiven "PumpenChecks" kann man ermitteln, wann sich der vorzeitige Austausch der Pumpe für jeden Einzelnen wirtschaftlich und ökologisch lohnt. Wenn das Ergebnis einen vorzeitigen Tausch vorschlägt, begleitet sparpumpe.de Sanierungswillige Schritt für Schritt auf dem Weg zum neuen Zuschuss der KfW Förderbank.

Die Bundesregierung fördert seit 1. April 2009 über die KfW Förderbank den Ersatz alter Standardpumpen durch Hocheffizienzpumpen der Effizienzklasse A: Liegen die Kosten für Pumpe und Montage durch einen Fachhandwerker unter 400 Euro, dann beträgt der Zuschuss 100 Euro, während es bei Kosten über 400 Euro 25 Prozent sind. "Dank des neuen Zuschusses macht sich der Austausch durch die eingesparten Stromkosten schon nach drei bis fünf Jahren bezahlt", so Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft co2online.

Alte Heizungspumpen verursachen häufig mehr Stromkosten als Waschmaschine und Kühlschrank zusammen. "Wir haben jedoch eine natürliche Hemmung, Funktionierendes einfach zu entsorgen. Deswegen zeigen wir Hauseigentümern schwarz auf weiß die Vorteile des vorzeitigen Pumpentausches. Außerdem ist der Pumpentausch oft der ideale Einstieg zur Erneuerung des Heizungskessels. Auch hier gibt es Kredite oder Zuschüsse von der KfW Förderbank", erläutert Hengstenberg. Mit dem "Modernisierungsratgeber" und dem "Förderratgeber" stehen auf www.sparpumpe.de weitere interaktive Energiespar-Ratgeber bereit, mit denen diese und zusätzliche Sanierungs- sowie Fördermöglichkeiten ermittelt werden können.

Nutzen Sie die warme Jahreszeit und lassen sich Kostenvoranschläge vom Heizungsinstallateur vorlegen, dann bleibt bis zum Winter genügend Zeit den Austausch vorzunehmen.

Weitere Tipps erhalten Verbraucher in den Beratungsstellen des VerbraucherService Bayern im KDFB.

Spezielle Termine beim Energieberater können vereinbart oder im Internet unter www.verbraucherservice-bayern.de weitere Informationen abgerufen werden.
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