Energie

30.09.2021

Umweltfreundliche und moderne Heiztechnik für die Zukunft

Hausbesitzer mit überholten Heizungen fragen sich häufig, welches neue Heizsystem für sie sinnvoll ist. Die staatlichen Förderungen mit Zuschüssen bis zu 45 Prozent tragen maßgeblich zur Entscheidung bei. Die Energieberatung des VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) erläutert, worauf beim Heizungstausch zu achten ist.

Umweltfreundliche und moderne Heiztechnik für die Zukunft
Foto: © Martin Winzer - stock.adobe.com

Warum sich eine Modernisierung lohnt

Für eine Modernisierung der Heizung sprechen viele Gründe: Häufig ist die Heizleistung bereits vor oder auch nach einer Gebäudemodernisierung viel zu groß, oder es gibt keine Ersatzteile mehr, um die alte Heizung zu reparieren. Einen Heizungstausch planen Verbraucher*innen möglichst frühzeitig. Am besten, bevor die alte Heizung kaputt geht. Nach gut 20 Jahren ist die Lebensdauer eines Heizkessels in der Regel erreicht. Bei Heizungen, die älter als 15 Jahre sind, sollten die Eigentümer auf einen Ausfall vorbereitet sein. Mit einem ausreichend zeitlichen Vorlauf ist ein durchdachter Wechsel der Heiztechnik möglich, zum Beispiel von fossiler zu erneuerbarer Energie.

Welches System passt zu welchem Haus?

Bei der Auswahl aktueller Heiztechniken haben Verbraucher*innen die Qual der Wahl. Das Spektrum reicht von Wärmepumpe über Pelletheizung, Brennstoffzelle oder einem Blockheizkraftwerk (BHKW) bis hin zu verschiedenen hybriden Systemen. Aber nicht jede Heizung ist für jedes Haus und für jedes vorhandene Verteilsystem geeignet. Um diese individuelle Entscheidung eines Heizungstauschs leichter treffen zu können, hilft die VSB-Energieberatung. Auch die derzeitigen Förderungen des Bundes, die durchaus mit Förderprogrammen der Bundesländer kombinierbar sind, machen die Entscheidung für einen frühzeitigen Heizungstausch häufig noch attraktiver.

Preise für fossile Energien steigen

Das Klimapaket der Bundesregierung, das Gesetze und Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Reduzierung des CO2-Austausches bündelt, grenzt die Möglichkeiten der Heiztechniken ein. Den Kern des Pakets bildet eine CO2-Abgabe, die dafür dient, den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Jährlich gestaffelt, steigt ab 2021 der Preis für fossile Energien pro Tonne CO2-Emissionen. Bei den Überlegungen zum Heizungstausch spielt das eine entscheidende Rolle: Denn Heizen mit Öl und Gas wird jedes Jahr teurer. Was noch schwerer wiegt: Ab 2026 dürfen neue Ölkessel nur noch in Ausnahmefällen eingebaut werden. Mit Blick auf die ebenfalls hohen CO2-Emissionen ist davon auszugehen, dass Gasheizungen mittelfristig den Ölkesseln folgen. Eine Investition in eine Heizung, die mindestens 15 Jahre lang genutzt wird, sollte das berücksichtigen.

Tipp der Energieberatung des VerbraucherService Bayern

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert auch die Optimierung des Heizsystems, wenn die Anlage älter als zwei Jahre ist. Der Heizungsaustausch selbst ist mit der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) förderfähig, wenn das Gebäude älter als fünf Jahre ist.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale in Kooperation mit dem VerbraucherService Bayern hilft bei allen Fragen zu Heizungstechniken und Fördermöglichkeiten. Sie findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt, und ist je nach Beratungsangebot kostenfrei oder kostenpflichtig (30 Euro). Unsere Energie-Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei. Persönliche Beratungen finden derzeit und im Rahmen geltender Vorschriften nur eingeschränkt statt. Terminvereinbarung unter Tel. 0800-809 802 400. Mehr Infos un­ter www.verbraucherservice-bayern.de/themen/energie/energieberatung. Die Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentrale erfolgt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.