Energie

19.04.2011

Welchen Preis zahlen wir für unsere Energie? - Den eigenen Stromverbrauch unter die Lupe nehmen!

Energie ist ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Lebens - ob als Wärme, Strom oder für die Fortbewegung. Elektrische Energie ist besonders praktisch zu handhaben.

Damit diese Energie jederzeit zur Verfügung steht, entstehen den Verbrauchern immer höhere Kosten. Deshalb liegt es nahe, zu einem billigeren Energielieferanten zu wechseln. Doch die Situation der beschränkten Ressourcen für die Energieerzeugung wird damit nicht gelöst. Auch nehmen schädliche Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit aufgrund des ständig wachsenden Energieverbrauchs weiter zu.

Was können wir tun?
Die Devise heißt: Weniger Energie verbrauchen, z.B. durch gezielten Einsatz energieeffizienter elektrischer Geräte, Nutzung neuer Technologien sowie Bevorzugung nachhaltig erzeugter Energie.

Wie dies leichter in die Praxis umgesetzt werden kann, zeigt der VerbraucherService Bayern interessierten Verbrauchern in den Beratungsstellen sowie in kleineren "Stromsparrunden" anhand anschaulicher Beispiele.

So werden große und kleine sowie unsichtbare Stromverbraucher unter die Lupe genommen.
Ein Blick auf die letzte Stromabrechnung erlaubt im Vergleich mit bundesdeutschen Durchschnittswerten bereits eine grobe Orientierung über das Einsparpotential im eigenen Haushalt.
Über wichtige Einzelheiten bei einem beabsichtigten Stromanbieterwechsel wird ebenfalls informiert.

Konkret heißt das:

An erster Stelle steht immer das Einsparen.
Damit kann jeder sofort anfangen, ohne großen Aufwand und ohne ein Gefühl von Entbehrungen haben zu müssen. Tipps des VerbraucherService Bayern im Umgang beispielsweise mit Kühlschrank und Waschmaschine sind leicht umzusetzen und wirkungsvoll. Energiefressern wie der elektrischen Warmwassererzeugung kann man mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern.

Mit Hilfe eines Messgeräts lassen sich Stromfresser und heimliche Stromräuber aufdecken. Das Gerät kann bei den Umweltberatungsstellen des VerbraucherService Bayern ausgeliehen werden, weitere Adressen sind unter www.no-e.de veröffentlicht. Es lohnt sich sicherlich, mit offenen Augen durch seine Wohnung zu gehen, um den Energiehunger bei seinen elektrischen Besitztümern zu erkennen.

An zweiter Stelle steht die Energieeffizienz.
Moderne elektrische Geräte arbeiten sehr viel effizienter, verbrauchen also trotz verbesserter Leistung weniger Energie. Bestes Beispiel dafür sind Kühlgeräte: Waren vor 20 Jahren die sparsamsten Geräte noch in die Effizienzklasse A eingestuft, wurde mittlerweile die A-Klasse weiter unterteilt, um die besseren Kategorien A+, A++ und A+++ hervorzuheben. Der höhere Preis der A+++-Geräte kann sich durch die Energieersparnis während der Nutzung auszahlen. Kühlgeräte der Effizienzklasse A sind heute nichts Besonderes mehr und dürfen ab Juli 2012 gar nicht mehr in den Handel gelangen.

Auf die Effizienzklassen verschiedener Haushaltsgeräte und weitere Energielabel bei Unterhaltungselektronik sowie Computern & Co. wird in den Vorträgen ebenfalls eingegangen. Ökodesign-Verordnungen beschleunigen die Entwicklung energiesparender Produkte in weiteren Bereichen. Neu ist z.B. das Energieeffizienzlabel bei Fernsehgeräten, das ab Ende des Jahres verpflichtend wird.

Neu ist ebenfalls die graphische Gestaltung der EU-Label, etwa die Verwendung sprachunabhängiger Piktogramme oder die Angabe gerätespezifischer Informationen, z.B. des Geräuschpegels bei einem Kühlschrank.

Als dritte Handlungsmöglichkeit ist der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen zu nennen.
Jeder Stromanbieter muss darlegen, aus welchen Quellen sich sein Strom zusammensetzt. Jeder Verbraucher kann also wählen, welche Stromerzeugung er unterstützt. Beim Bezug von Ökostrom ist entscheidend, ob die Anlagen für erneuerbare Energieerzeugung ausgebaut werden oder ausschließlich auf vorhandene Anlagen zugegriffen wird, die sowieso Strom liefern und jetzt ein Etikett erhalten. Über Einzelheiten wie Zertifizierungen und ihre Bedeutung informiert der VerbraucherService Bayern ebenfalls.

Weitere Informationen sowie schriftliches Infomaterial erhalten Verbraucher in den Beratungsstellen. Auf der Internetseite des VerbraucherService Bayern sind weitere Tipps und Anregungen veröffentlicht, außerdem ein Überblick über das Vortragsangebot.
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