Ernährung

03.02.2016, Tierschutz

Antibiotika Einsatz muss weniger werden

Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung muss eingedämmt werden. Antibiotikaresistente Keime auf Geflügelfleisch - die immer häufiger auftreten - sind Anzeichen dafür, dass die Tiere zu häufig mit Antibiotika behandelt werden. Das zeigt, dass die Haltungsform nicht tiergerecht ist, wirkt sich aber auch nachteilig für den Menschen aus, wenn er mit Antibiotika behandelt werden muss.

Antibiotika Einsatz muss weniger werden
Foto: © zdenet-Pixabay.com

Der VSB begrüßt das Eckpunktepapier von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und drängt auf die baldige Umsetzung. Besonders der vorbeugende Einsatz von Antibiotika muss bei allen Tieren, insbesondere aber bei Hähnchen und in der Putenmast eingeschränkt werden.

Der VSB fordert aber auch, dass die Kontrollen ausgeweitet werden und dass Tierärzte keine Medikamente verkaufen dürfen. Humanmediziner dürfen dies nicht und auch in der qualifizierten Ernährungsberatung dürfen keine „Mittelchen“ verkauft werden.

Auswirkungen auf den Menschen

Antibiotika in der Tiermast sind, so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), für den Menschen kein Risiko. Es müssen nach der Antibiotikagabe Wartezeiten eingehalten werde, bevor das Fleisch in den Handel kommt.

Antibiotikaresistente Keime dagegen können für den Menschen zum Risiko werden, allerdings liegen hier noch keine Zahlen vor.

Keime wie Colibakterien, Staphylokokken und Salmonellen lassen sich durch hohe Temperaturen, beispielsweise beim Kochen, Braten oder Pasteurisieren abtöten.

Ihrer Gesundheit zuliebe sollten Sie deshalb folgendes beachten:

Tipp: Besonders hoch ist die Bakteriengefahr bei rohem Geflügel, Fleisch, Eiern und Milch. Bereiten Sie deshalb diese Lebensmittel getrennt von anderen zu und reinigen Sie alle Arbeitsgeräte, die damit in Berührung gekommen sind sofort gründlich.
Speisen aus diesen empfindlichen Lebensmitteln sollten auch nur durchgegart verzehrt werden. Eine Desinfektion ist im häuslichen Bereich jedoch überflüssig.

  • Kaufen Sie nur einwandfreie Lebensmittel und unterbrechen Sie die Kühlkette nicht. Deshalb sollten Sie gerade in der warmen Jahreszeit zum Transport eine Kühltasche bevorzugen.
  • Bewahren Sie leichtverderbliche Lebensmittel und Speisen im Kühlschrank auf. Verpacken Sie dabei rohe Lebensmittel tropfsicher und getrennt von fertig zubereiteten Speisen.
  • Waschen Sie sich häufig die Hände und decken Sie Wunden mit einem wasserdichten Pflaster ab.
  • Wechseln Sie die Wisch- und Geschirrtücher häufig aus, sie sind ein Tummelplatz für Keime. Spülbürsten können in der Spülmaschine mitgewaschen werden.
  • Tauschen Sie stark zerkratzte Schneidbretter aus, da sich in den Rillen Bakterien festsetzten können.
  • Reinigen Sie Ihren Kühlschrank regelmäßig gründlich. So verhindern Sie die Übertragung von Keimen auf unverpackte Lebensmittel.


Für alle Reinigungsarbeiten reichen normale Putzmittel.

Weiterführende Informationen:

Eckpunktepapier Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Verbraucherzentrale Bundesverband
Bundesinstitut für Risikobewertung

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