Ernährung

12.09.2007

Bestrahlung von Lebensmitteln

Die Bestrahlung ist EU-weit für verschiedene Lebensmittel in speziell dafür zugelassenen Anlagen erlaubt. In Deutschland sind zum Verkauf bisher nur Gewürze und Kräuter, Frischkäse mit Kräutern (seit 1999) und Froschschenkel (seit 2006) zugelassen.

Bioprodukte dürfen nicht bestrahlt werden.

Kennzeichnung

Bestrahlte Lebensmittel müssen eindeutig als solche gekennzeichnet sein. Das gilt sowohl für lose, verpackte oder weiterverarbeitete Produkte. Die Kennzeichnung muss direkt auf der Zutatenliste erfolgen, bei Speisekarten entweder neben dem Lebensmittel oder in einer Fußnote und bei lose angebotener Ware auf einem Schild neben der Verkehrsbezeichnung.

Lebensmittelbestrahlung ist ein Verfahren zur Lebensmittelkonservierung. Die dabei eingesetzte Bestrahlungs-Energie ist so energiereich, dass das Lebensmittel durchdrungen wird, es aber nicht radioaktiv wird. Die Bestrahlung verändert die Moleküle in der Zelle so, dass sie Ihre Funktion nicht mehr ausführen können. Für Bakterien und Pilze, die im oder auf dem Lebensmittel vorhanden sind, bedeutet dies, dass die Vermehrung gehemmt ist und somit der mikrobielle Verderb verzögert bzw. sogar verhindert wird. Auf Insekten und Parasiten hat die Bestrahlung die gleiche Wirkung. Die Nährwertverluste durch die Bestrahlung sind äußerst gering und können vernachlässigt werden.

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