Ernährung

08.11.2013

Blei im Trinkwasser? Verschärfte Grenzwerte beachten

Leitungswasser ist in Deutschland das am besten kontrollierte Lebensmittel. Dies gilt jedoch nur bis zur Übergabestelle. Damit das Wasser in einwandfreier Qualität aus der Leitung kommt, sollten für die Wasserinstallation nur Produkte mit Prüfzeichen verwendet werden. Ab dem 01.12.2013 gelten strengere Grenzwerte für die Bleibelastung.

Verschärfte Grenzwerte für Blei im Trinkwasser
Ab 01. Dezember 2013 wird der Grenzwert von 25 Mikrogramm auf 10 Mikrogramm Blei pro Liter Trinkwasser gesenkt. Wird dieser Wert überschritten, sind Vermieter verpflichtet für Abhilfe zu sorgen. Von einer Teilsanierung rät das Umweltbundesamt dringend ab, denn die Mischung verschiedener Materialien kann besonders hohe Belastungen an gelösten Metallen im Trinkwasser verursachen.

Wie sind Bleileitungen zu erkennen?
Freiliegende Bleileitungen erkennt man an ihrer silbergrauen Farbe. Da das Material relativ weich ist, kann es mit einem spitzen Gegenstand leicht abgeschabt werden und verursacht einen dumpfen Ton beim Gegenklopfen. Bei Unsicherheit oder wenn die Leitungen unter Putz verlegt sind, gibt eine Untersuchung des Trinkwassers Auskunft, ob noch alte Bleirohre in der Hausinstallation verwendet wurden.

Bleileitungen kamen noch bis Anfang der 1970er Jahre zum Einsatz. Da sie sehr haltbar sind, findet man noch heute Restbestände in Altbauten. Trinkwasser kann, insbesondere wenn es längere Zeit in der Wasserleitung gestanden hat, erhöhte Bleiwerte aufweisen. Dies kann zu chronischen gesundheitlichen Schäden, u.a. Gliederschmerzen, Nervenlähmungen, Sehstörungen und Krebserkrankungen führen, wenn es regelmäßig getrunken wird.

Säuglinge, Kleinkinder und Schwangere reagieren besonders empfindlich auf Blei. Deshalb ist für diese Personengruppe Wasser aus Bleileitungen weder zum Trinken noch für die Nahrungszubereitung geeignet.

Geeignete Materialien und Produkte einbauen
Bei Neubau und Sanierung der Trinkwasserinstallation sollten nur Produkte mit dem Prüfzeichen des DVGW (Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfachs e.V.) oder einer anderen anerkannten Zertifizierungsstelle verwendet werden. Die regionale Wasserzusammensetzung ist zu beachten. Die örtlichen Wasserversorger können dazu befragt werden und führen Listen kompetenter Installationsfirmen.

Der Ratgeber: „Trink was – Trinkwasser aus dem Hahn“ vom Umweltbundesamt erläutert gesundheitliche Aspekte der Trinkwasser-Installation und enthält Tipps für Mieter, Haus- und Wohnungsbesitzer.

Leitungswasser zum Trinken und zur Nahrungszubereitung
Besonders nach längerer Stagnation, das heißt wenn das Wasser mehrere Stunden in der Leitung steht, kann es Inhaltsstoffe des Rohrmaterials oder metallische Korrosionsprodukte aufnehmen. Lassen Sie deshalb Ihr Wasser, zum Trinken oder zum Kochen, solange ablaufen, bis es kühl und frisch aus der Leitung kommt.

den ganzen Artikel zeigen