Ernährung

30.01.2016

Gemüsesuppe – die kalorienarme Pflegekur von Innen

Selbstgemachte Gemüsesuppen können vor allem in den frostigen Wintermonaten das Immunsystem stärken und unser Wohlbefinden steigern. Die wertvollen Kräfte der Natur zu nutzen, ist in der kalten Jahreszeit besonders wichtig, um gesund, fit und leistungsfähig zu bleiben.

Foto: © Dani Vincek - Fotolia.com

Wintergemüse wie Karotten, Lauch, Brokkoli oder Blumenkohl dienen als optimale Vitamin- und Mineralstofflieferanten, um gegen die Angriffe von Krankheitserregern gewappnet zu sein. Zusätzlich können die scharfen und bitteren Geschmacksstoffe sowie die sekundären Pflanzeninhaltsstoffe in zahlreichen Gewürzen wie Ingwer, Chili, Knoblauch oder Zwiebel zusätzlich vor Infektionen schützen sowie auch bei der raschen Genesung von Erkrankungen helfen. Sie wirken antibakteriell sowie antiviral und regen den gesamten Stoffwechsel an.

Strapazierte Haut und Haare verwöhnen

Minustemperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit draußen und trockene Heizungsluft in den Häusern strapazieren vor allem unsere Haut und unsere Haare. Hier ist über die Wintermonate eine besondere Pflege notwendig. Um spröden Haaren und dem Austrocknen von Haut und Schleimhäuten vorzubeugen, benötigt unser Körper ausreichend viel Flüssigkeit und vor allem B-Vitamine und Mineralstoffe. Besonders Biotin unterstützt die Zellerneuerung in Haut und Haaren und ist reichlich in Gemüse wie grünen Bohnen, Erbsen oder Spinat zu finden. Gemüsesuppen mit diesen Zutaten sind folglich eine natürliche „Pflegekur von Innen“ um die Strapazen des Winterwetters auszugleichen.

Wärme von Innen

Eine heiße Gemüsesuppe hilft bei frostigen Temperaturen den Körper rasch wieder aufzuwärmen und in Schwung zu bringen. Zusätzlich zur Wärme der Suppe fördern die ätherischen Öle in Chili, Ingwer oder Lauch die Durchblutung in kalten Fingern und Zehen. Auch bleibt diese körpereigene Wärmebildung länger erhalten als eine durch außen zugeführte, zum Beispiel durch eine Wärmflasche.

Suppen schnell zubereitet

Ganz einfach und vor allem zeitsparend lassen sich diese Suppen problemlos zu Hause zubereiten. Zu Beginn sollten Zwiebeln, Knoblauch und/oder Ingwer in ein wenig Öl angeschwitzt werden. Alle Gemüsezutaten kleinschneiden und mit in den Topf legen. Wasser dazu geben, so dass das Gemüse bedeckt ist, und das Ganze 20 bis 30 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich ist. Tipp: Je kleiner das Gemüse geschnitten ist, desto schneller wird es beim Kochen weich. An-schließend das Gemüse Pürieren und Kräuter sowie Gewürze dazugeben. Fertig ist die heiße Köstlichkeit. Und das Beste; selbstgemachte Gemüsesuppen sind von Natur aus sehr kalorienarm und gesund. Guten Appetit!

Tütensuppen sind minderwertige Alternativen

Der Lebensmitteleinzelhandel bietet in seinem Sortiment eine Vielzahl an Gemüsesuppen als Fertigprodukte, sogenannte Tütensuppen an. Schaut man sich jedoch einmal die Zutatenliste auf der Rückseite einer Fertigsuppe an, bemerkt man schnell, dass diese sehr viele Zusatzstoffe enthält. Stabilisatoren, Konservierungsstoffe, Aromen sowie Geschmacksverstärker sind nach wie vor häufig in diesen zu finden. Der Gemüseanteil fällt hingegen generell sehr gering aus, oft unter 10% des Inhaltes. Der Verarbeitungsgrad des Suppengemüses ist zudem so hoch, dass der Vitamin- und Mineralstoffgehalt vernachlässigbar gering ist.

Vor allem ältere Menschen die nicht mehr selbstständig kochen können, suchen häufig nach möglichen gesunden Alternativen zur selbstgemachten Gemüsesuppe. Auch hierfür gibt es geeignete Möglichkeiten. Suppen und Eintöpfe in Dosen haben meistens einen höheren Gemüseanteil und sollten getrockneten Tütensuppen vorgezogen werden. Generell sind Produkte zu bevorzugen, die eine kurze Zutatenliste und wenig Zusatzstoffe haben. Auch tiefgefrorenes Gemüse oder Dosengemüse können sehr gut als Suppengrundlage verwendet werden. Diese enthalten durch die geringe Verarbeitung des Gemüses noch einen Großteil der Vitamine und Mineralstoffe.

Hausgemacht gewinnt

Es ist anzuraten, wenn dies möglich ist, Suppen lieber selbst zuzubereiten als auf Fertigprodukte zurückzugreifen. Nur diese enthalten alle wertvollen Vitamine und Mineralstoffe die unser gesamter Körper in den dunklen, kalten Wintermonaten so dringend braucht um gesund und leistungsstark zu bleiben.

Hier noch ein Rezept für eine sehr belebende und beliebte Suppe (für 3 Portionen):

Karotten – Orangen – Ingwer Suppe

Zutaten:

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Stück Ingwer nach Wahl
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 500 g Karotten
  • 2 Kartoffeln
  • 2 Orangen (unbehandelt)
  • ½ Becher Sahne
  • ½ Becher Crème fraîche
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 Prise Salz, Pfeffer
  • ½ Bund Thymian, frisch

Zubereitung:

Die Zwiebel, den Ingwer und die Knoblauchzehen schälen, würfeln und in ein wenig Olivenöl anschwitzen. Möhren und Kartoffeln kurz mit anschwitzen, dann mit der Gemüsebrühe ablöschen. Eine halbe Stunde köcheln lassen, anschließend mit einem Stabmixer pürieren. Von einer Orange die Schale fein abreiben, die Orangen auspressen und Sahne, Crème fraîche und den Orangensaft zur Suppe geben und noch einmal kurz pürieren. Anschließend mit Salz, Pfeffer, Thymian und der geriebenen Orangenschale abschmecken. Für mehr Würze können auch Tabasco, Worcestersauce oder auch Sherry hinzugefügt werden.

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