Ernährung
20.10.2025
Herbstzeit ist Kürbiszeit
Seine vielen Gesichter zeigt das Gemüse nicht nur als Dekoration zu Halloween, sondern auch auf dem Teller. Kürbis lässt sich grillen, braten, füllen und überbacken, dünsten, kochen, einlegen oder pürieren. Der VSB gibt Tipps zur richtigen Kürbiswahl für Ihr Lieblingsgericht.
© Photocreo Bednarek - stock.adobe.comNeben dem kräftig-süßlichen Hokkaido sind der gerippte Muskatkürbis mit Muskat-Aroma, der birnenförmige Early Butternut mit seinem süßlich-nussigen Geschmack und der schwergewichtige Gelbe Zentner die bekanntesten Arten. Ihr Gewicht reicht von etwa 50 g (Zierkürbisse) bis zu 1000 kg (Rekordkürbisse).
Inhaltsstoffe
Mit nur 25 Kilokalorien pro 100 Gramm zählt der Kürbis zu den kalorienarmen Gemüsesorten, denn Kürbis besteht zu ca. 90 % aus Wasser. Seine orange Farbe verdankt der Kürbis den Carotinoiden, die als Antioxidantien im menschlichen Körper wichtige Schutzfunktionen gegen Zellschädigung und Krebs übernehmen. Kürbis enthält zudem viel Kalium, das den Flüssigkeitshaushalt des Körpers reguliert.
Sollte ein Hokkaido Kürbis beim Aufschneiden einmal grün sein, ist das ein Hinweis, dass er noch nicht ganz ausgereift ist. Mit Solanin hat das aber nichts zu tun, denn der Kürbis ist kein Nachtschattengewächs und kann somit auch kein Solanin enthalten.
Verwendung
Perfekt als Kürbissuppe, Ofengericht oder Beilage. Kürbisse harmonieren - mal süß, mal herzhaft - mit vielen Gewürzen, Kräutern, Obst- und Gemüsesorten und nehmen schnell deren Aroma an. Auch als Rohkost-Salat lassen sich bestimmte Kürbissorten gut genießen und mit getrockneten und gerösteten Kürbiskernen verfeinern.
Besonders geeignet für:
- Der kräftig-süßliche Hokkaido für: Suppe, Ofengemüse, gefüllter Hokkaido
- Der gerippte Muskatkürbis für: Suppe, Pfannengemüse mit Curry
- Der birnenförmige Early Butternut für: Pfannkuchen, Kürbiskonfitüre, Suppe, Gemüse
- Der Gelbe Zentner für: Kürbiskonfitüre
Halloween
Das ausgehöhlte Fruchtfleisch von essbaren Kürbissen ist natürlich viel zu schade zum Wegwerfen. Abgedeckt kühl stellen, bis das Basteln beendet ist. Dann kann man daraus gleich das passende Süppchen fürs Halloweenfest zaubern.
Eine weitere Alternative ist es, bei den essbaren Kürbissen nicht Gesichter auszuschnitzen, sondern diese nur darauf zu malen. Nach Halloween kann dieser dann, wenn man die bemalten Stellen entfernt, verzehrt werden.
Einkauf/Saison
Die Erntezeit für Kürbis dauert von Ende August bis November. Dank seiner guten Lagerfähigkeit ist er bis ins Frühjahr erhältlich. Klopfen Sie auf den Kürbis: Je hohler der Kürbis klingt, desto ausgereifter ist er. Achten Sie beim Einkauf auf harte, verholzte Stiele und eine unbeschädigte Schale. Kleine Exemplare haben ein festeres Fruchtfleisch und weniger Fasern.
Küchentechnik
Ein Tipp für schnelle Gerichte: Hokkaido-Kürbis muss nicht geschält werden!
Kürbisse mit harten Schalen vierteln und achteln und mit der Schnittfläche auf das Schneidebrett legen, dann lässt sich das Fruchtfleisch leichter lösen.
Aufbewahrung
Wird der Kürbis 1-2 Wochen bei Zimmertemperatur gelagert, bekommt er eine dickere Schale und kann dann bei 10 - 13 °C mindestens 3 Monate aufbewahrt werden. Angeschnittene Stücke halten sich in Folie gewickelt ca. 3 Tage im Kühlschrank.
Eingefrorener Kürbis ist ohne weiteres 4 - 5 Monate lang haltbar. Anders als bei anderen Gemüsesorten sollte man den Kürbis vor dem Einfrieren nicht blanchieren, da er sonst sofort matschig wird. Außerdem ist zu beachten, dass man aufgetauten Kürbis nicht mehr reiben kann, was für einige Kürbisgerichte erforderlich ist. Man kann ihn aber noch immer wunderbar für Pürees, Suppen und Gebäck verwenden.
Zierkürbisse sind giftig
Neben den Speisekürbissen gibt es zahlreiche Zierkürbisse, die ausschließlich zur Dekoration dienen. Diese sind giftig und für den Verzehr ungeeignet, weil sie den giftigen Inhaltsstoff "Curcurbitacine" besitzen. Bei Kürbissen aus privatem Anbau gibt es das Risiko, dass diese mit einem Zierkürbis gekreuzt wurden und deshlb ebenfalls giftig sind. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt deshalb bei Kürbissen aus privatem Anbau - wie auch bei Zucchini - das rohe Gemüse vor der Zubereitung zu kosten und bei einem bitteren Geschmack nicht zu verwenden. Das pflanzeneigene, extrem giftige "Curcurbitacine" verursacht diesen bitteren Geschmack. Das Gift wird durch Kochen nicht entzogen und kann bei Verzehr zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Krämpfen führen. Bitte werfen Sie bitter schmeckende Kürbisse und Zucchinis weg.
2015 Warnung des BfR vor bitteren Zucchini und Kürbissen
