Ernährung

20.02.2013

Pferdefleisch – eine Alternative zu Rind, Schwein und Co.

Pferdefleisch gehört zu den ältesten Nahrungsmittel der Menschheit. Knochenfunde in Frankreich, aber auch Höhlenmalereien weisen darauf hin, dass das Pferd wohl ein beliebtes Beutetier der eizeitlichen Jäger war.

Pferdefleisch wird in vielen Ländern der Welt verzehrt, jedoch in unterschiedlichem Ausmaß. In Deutschland gibt es nur noch ca. 100 Rossschlachtereien, da wir mit einem pro Kopf Verzehr von ca. 50 Gramm pro Jahr den geringsten Konsum aufweisen.

Pferde werden außerdem als Nutztiere für den Leistungssport, für das private Reitvergnügen oder für die Therapie bei Erkrankungen gehalten. Jede dieser Nutzungen erfordert eine andere angepasste Ernährung und Therapie bei Krankheiten. Deshalb benötigt jedes Pferd in der EU einen Tierpass. In diesem steht, ob es sich um ein Tier handelt, dessen Fleisch gegessen wird oder um ein „Nicht-Lebensmittel-Pferd“. Das ist wichtig, denn bei der Tierhaltung zur Lebensmittelproduktion sind viele Arzneimittel ausgeschlossen.

Pferde werden zum Zwecke der Fleischerzeugung nicht gemästet. Deshalb schneidet Pferdefleisch im Vergleich zu anderen Fleischarten gut ab.

Inhaltsstoffe und Konsistenz:
Pferdefleisch ist rot bis dunkelrot und von fester Konsistenz. Fleisch von jungen Pferden ist hellrot und schmeckt nur leicht anders als Rind. Erst das Fleisch älterer Pferde hat die charakteristisch dunkle Farbe und den unverkennbaren, typischen Geschmack. Je älter das Tier, desto zarter ist sein Fleisch. Der Geschmack von Pferdefleisch ist etwas säuerlich, was auf den hohen Gehalt von Glykogen zurückgeführt wird. Glykogen wird abgebaut und es wird dadurch Milchsäure gebildet, der pH-Wert sinkt. Pferdefleisch eignet sich besonders gut für Diäten, da es sehr fettarm ist. Außerdem enthält es noch eine große Anzahl an wichtigen Mineralstoffen wie Eisen, Zink, Magnesium etc. und Vitaminen z.B. A, E, B1, B2 etc.

Zubereitung:
Pferdefleisch wird in der Regel wie Rindfleisch zubereitet, auch wenn die Garzeiten meist kürzer sind, da Pferdefleisch grundsätzlich zarter ist. Wegen seines geringen Fettgehaltes tendiert es zum Austrocknen.

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