Ernährung

27.01.2019

Trockenfrüchte - nährstoffreich und lecker

Das Trocknen bzw. Dörren ist eine der ältesten Konservierungsarten. Früher war das Trocknen die einzige Möglichkeit, die köstlichen Früchte des Sommers für den Winter zu konservieren.

Das Obst ist dann nicht mehr für Mikroorganismen oder Schimmelpilze angreifbar. Vor allem Kernobst wie z. B. Äpfel oder Birnen, Steinobst wie beispielsweise Pflaumen und Südfrüchte sowie Datteln oder Feigen werden als Trockenobst angeboten.

Herstellung


Foto: © pen_ash - Pixabay.com

Trockenobst entsteht aus reifen Früchten, indem man diese sortiert, reinigt und an der Luft oder in Dörrapparaten trocknet. Der Feuchtigkeitsgehalt wird durch die Trocknung auf 14 bis 24 % abgesenkt. Aus zehn Kilo Äpfeln erhält man etwa ein Kilo Apfelringe, bei Aprikosen schrumpft die Masse auf ein Sechstel, bei Pflaumen beträgt das Verhältnis 3:1. Gleichzeitig steigt der Zuckergehalt auf 60 bis 70 %. Daher ist der Kaloriengehalt getrockneter Früchte höher als bei frischem Obst.

Die Nährstoffe bleiben während der Trocknung erhalten: Beim Trocknungsvorgang wird zwar das empfindliche Vitamin C zum großen Teil zerstört, aber andere Vitamine und vor allem die Mineralstoffe bleiben erhalten. Deshalb sind in Trockenobst sehr hohe Konzentrationen von Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen zu finden.

Getrocknete Aprikosen zum Beispiel enthalten besonders viel Eisen, knapp vier Milligramm auf hundert Gramm. Bei Feigen ist der Calciumgehalt besonders hoch: Schon eine Handvoll deckt ein Viertel des Tagesbedarfs. Die exotische Papaya ist auch in getrockneter Form besonders reich an Kalium und Phosphor.

Gesunde Süße
Der fruchteigene Zucker liefert Energie für Nerven und Muskeln. Anders als bei Süßigkeiten gelangt der Zucker nicht so schnell ins Blut. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel langsam an und bewirkt eine längere Sättigung.

Verwendungstipps

Durch den langsamen Blutzuckeranstieg und den hohen Gehalt an Mikronährstoffen eignen sich kleine Portionen gut als Snack für Arbeitsplatz und Autofahrt, aber auch als Energienachschub während des Ausdauersports.

Eine Portion von 25 g Trockenobst (z.B. 3-4 getrocknete Aprikosen) entsprechen etwa 60 Kilokalorien und können Kindern als naturbelassene Süßigkeit angeboten werden.
Auch eine der fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag, wie sie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, kann dadurch ab und an ersetzt werden.

Der  traditionelle englische Frühstücksbrei, Porridge, entwickelt sich auch bei uns zum Trend für einen besonders gesunden Start in den Tag: gerade in der kalten Jahreszeit ist der warme Haferbrei eine schmackhafte Frühstücksalternative, die auch gut am Vorabend vorbereitet werden kann. Dazu werden 25 g Trockenobst mit 50 g Haferflocken in 200 ml Wasser oder Milch kurz aufgekocht. Wenn sich die Haferflocken vollgesogen haben, mit etwas Zimt oder Sahne verfeinern. Nach Belieben kann auch noch Quark oder Honig unter gerührt werden. Auch frisches Obst wie Apfel oder Beeren, aber auch Nüsse passen gut in den Brei und können je nach gewünschter Konsistenz mitgekocht werden.

Achtung Konservierungsstoff

Trockenobst wird oft geschwefelt, d.h. mit Schwefeldioxid oder seinen Verbindungen behandelt. Das bewirkt, dass die Früchte schön hell bleiben und dass Mikroorganismen sich nicht vermehren. Die Hauptnachteile des Schwefelns sind zum einen, dass B-Vitamine (insbesondere B1 und Folsäure) zerstört werden. Zum anderen ist Schwefel für empfindliche Menschen mit Hautallergien und für Asthmatiker bedenklich.

Einen Teil des Schwefels kann man übrigens durch Waschen in heißem Wasser entfernen. Die Schwefelung muss auf der Packung angegeben werden.

Um ein Kleben der Früchte zu verhindern, setzen manche Betriebe bemehlte Beförderungsbänder ein. Deshalb sollten auch Personen mit Glutenunverträglichkeit auf eventuelle Kennzeichnung achten.

 

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