Finanzen

03.05.2016, Frauen-Steuer?

Gender Pricing - Zahlen Frauen mehr?

Sommer-Feeling-Parfüm, Damenfriseur, Anti-Age Kosmetik, Laptop in Designfarbe – für „für sie“ Produkte wird bis zu 40% mehr verlangt – und von Frauen auch bezahlt. Ist es eine „Frauen-Steuer“? Ein Verstoß gegen die Charta der Grundrechte der Europäischen Union und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts?

Gender Pricing - Zahlen Frauen mehr?
Foto: © Korta - Fotolia.com

„Es ist eher die Bereitschaft, für den Lebensstil mehr Geld auszugeben“ meint Wolfgang Borcherts, Finanzberater beim VerbraucherService Bayern im KDFB (VSB). Hersteller analysieren sehr genau die Zahlungsbereitschaft ihrer Zielgruppen. Sie betreiben keinen rechtlich angreifbaren Gender-Pricing sondern genderspezifische Differenzierung, Marketingstrategie und Profitmaximierung. Auch die Händler spielen mit und sorgen mit extra Verkaufsfläche dafür, dass der Vergleich zwischen Frauen- und Männerprodukten schwierig wird und Preisunterschiede nicht auffallen.
 

„Informieren Sie sich vor dem Kauf. Niemand hindert Sie dran, auch mal das günstigere unisex- oder „Männer“-Produkt zu kaufen“ rät Borcherts: „Die Nachfrage steuert den Markt.“ Grundsätzlich sind nach Meinung des Experten Sensibilisierung der Verbraucher für die Wahlfreiheit sowie umfassende Produktinformationen besser, als Regulierungsbehörden, die in die Preisgestaltung eingreifen oder Unisex-Preise, die die Entscheidungskompetenz der Verbraucher einschränken. Die Preise würden sich nur (wie unlängst bei den Versicherungen zu Lasten der Männer) auf das höhere Niveau anpassen.

Detaillierte Informationen zu Finanzprodukten sowie Antworten auf weitere Fragen erhalten Verbraucher in den Beratungsstellen des VSB.

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