Finanzen

11.03.2020

Online-Shopping: Zahlungsarten im Vergleich

Einkaufen im Internet erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Bequem zu Hause auf der Couch zu jeder Tages- und Nachtzeit aussuchen, und dann die Ware einfach liefern lassen, ist verlockend. Dennoch machen Verbraucher*innen nach der Bestellung immer wieder negative Erfahrungen: Waren kommen nicht an, sind mangelhaft oder es findet ein Missbrauch der Zahlungsdaten statt. Beim Online-Shopping empfiehlt sich deshalb zunächst immer die genaue Überprüfung des Verkäufers sowie ein Blick auf die Zahlungsmethoden.

Online-Shopping: Zahlungsarten im Vergleich
Foto: © sebra - stock.adobe.com

Wo auch immer der Kunde im Internet einkauft, der erste Schritt ist stets ein Blick auf den Verkäufer. Finden sich im Impressum keine Angaben zu Unternehmenssitz, Erreichbarkeit und bei inländischen Shops die Umsatzsteuer-ID, ist Vorsicht geboten. Ebenso, wenn der Shop Sie nicht spätestens beim Gang zur virtuellen Kasse auf eine verschlüsselte Verbindung umleitet. Denn egal welche Daten der Kunde dann eingibt, läuft er Gefahr, dass Kontodaten in falsche Hände geraten.

Kauf auf Rechnung – die erste Wahl

Verbraucher*innen haben kein Recht, sich die Art, wie Sie im Internet bezahlen, auszusuchen. Der Großteil der Händler bietet aber zwei bis drei unterschiedliche Methoden an. Die sicherste Variante ist dabei immer der Kauf auf Rechnung, den viele Händler nur bei Stammkunden zulassen. Beim Kauf auf Rechnung hat der Kunde die Möglichkeit, die Ware zu prüfen und gegebenenfalls auch zurückzusenden. Letzten Endes zahlen Sie dann nur die Ware, die sie auch behalten.

Lastschriftverfahren – nur bei sicheren Seiten

Ähnliche Vorteile wie der Kauf auf Rechnung bietet das Lastschriftverfahren, da der Kunde hier acht Wochen Zeit hat um die Buchung ohne Angabe von Gründen rückgängig zu machen. Bei dieser Zahlungsart übermittelt der Käufer allerdings seine Kontodaten an den Shopbetreiber. Es empfiehlt sich, Konto- oder Kreditkartendaten im Internet immer nur dann einzugeben, wenn Sie sich auf einer verschlüsselten Seite bzw. Verbindung befinden und die Datenschutzerklärung des Shops den sicheren und datenschutzkonformen Umgang damit garantiert.

Paypal und Amazon Payments – mit Kundenkonto möglich

Da es im Interesse der Verkäufer ist, möglichst schnell und bequem an den Kaufpreis zu kommen, bieten diese häufig auch Online-Bezahlsysteme wie Paypal oder Amazon Payments an. Hier benötigen Verbraucher*innen ein Kundenkonto bei dem jeweiligen Bezahldienst, der dann die entsprechenden Zahlungen per Lastschrift vom hinterlegten Bankkonto einzieht. Dabei hat der Käufer den Vorteil, dass hier nur der Bezahldienstanbieter selbst die Bankdaten bekommt und nicht der Onlineshop. Zudem hat der Kunde auch hier die Möglichkeit, unberechtigte Zahlungen zurückzufordern. Wer also häufiger im Internet einkauft, für den ist ein Kundenkonto bei einem der renommierten Bezahldienste durchaus sinnvoll. Wichtig: Immer auf die Sicherheit der Zugangsdaten achten und gegebenenfalls auch regelmäßig das Zugangspasswort ändern um Missbrauch vorzubeugen.

Kreditkartenzahlung – Sicherheit erhöht

Gerade internationale Anbieter bieten häufig die Bezahlung per Kreditkarte an. Neben Visa und Master Card gibt es weitere Anbieter, die Sie in Verbindung mit der Hausbank, aber auch völlig unabhängig davon, nutzen können. Je nach Kreditkartenvertrag umfasst dann der Kauf auch einen speziellen Versicherungsschutz der Ware beim Transport. Mit sogenannten Prepaid-Kreditkarten sorgen Sie sowohl im Urlaub, als auch beim Online-Shopping für zusätzliche Sicherheit. Hier bestimmt der Kunde selbst seinen Kreditrahmen, da nur die Beträge verfügbar sind, die im Vorhinein auf das Kreditkartenkonto überwiesen wurden. Seit Dezember 2019 gilt im Rahmen des Kreditkarteneinsatzes die sogenannte „Zweite Zahlungsdienstrichtlinie“. Es genügt künftig nicht mehr, die Kreditkartennummer und die Prüfziffer anzugeben, sondern der Händler führt eine starke Authentifizierung durch. Da die Richtlinie zwar bereits gilt, bei der Umsetzung allerdings noch Schwierigkeiten auftauchen, existiert noch eine Übergangsfrist bis Ende des Jahres 2020. Mit Umsetzung der Richtlinie wird die Bezahlung mit Kreditkarte noch sicherer. Die Kunden identifizieren sich künftig über zwei voneinander unabhängige Wege und benötigen hierfür eine zusätzliche PN oder physische Merkmale wie den Fingerabdruck. Die Kreditkartenunternehmen setzen diese Richtlinie mit dem neuen 3-D-Secureverfahren um, das nur in wenigen Ausnahmefällen auf die 2-Wege-Authentifizierung verzichtet.

Weitere Informationen zum sicheren Bezahlverhalten im Internet gibt es beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (www.bsi.bund.de) und in den Beratungsstellen des VerbraucherService Bayern.

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