Hauswirtschaft

02.04.2020

Einfache Nähanleitung für Mundbedeckung

In Asien hat das Tragen von Mundschutz eine lange Tradition. In Europa machen Verbraucher*innen selbst in Zeiten einer Grippeepidemie kaum davon Gebrauch. Doch jetzt, während der Corona-Pandemie, überlegen sich viele Menschen, ob es sinnvoll ist, sich damit zu schützen. Hier finden Sie eine einfache Nähanleitung, die auch Laien gelingt.

Einfache Nähanleitung für Mundbedeckung
Foto: © fotoblend - pixabay.com

Die medizinische Seite weist ausdrücklich darauf hin, dass ein Mundschutz den Träger nicht vor Coronaviren schützt und gesunde Menschen darauf verzichten können. Fremdschutz ist aber in gewissem Umfang möglich. Tröpfchen, die sich beim Niesen verstreuen, werden teilweise aufgefangen. Das Eindringen der Aerosole verhindert eine einfache Mundbedeckung allerdings nicht.

Nach wie vor gelten folgende Regeln:

  • Waschen Sie so oft wie möglich Ihre Hände mit Seife, rund 20 bis 30 Sekunden.   
  • Fassen Sie sich nicht ins Gesicht.
  • Vermeiden Sie Kontakt und halten Sie Abstand.
  • Kaufen Sie auf keinen Fall medizinische Schutzmasken. Da sie ohnehin kaum mehr verfügbar sind, ist es umso wichtiger, dass diese Masken medizinischem Personal zur Verfügung stehen.

Einfache Nähanleitung – auch für Laien:

  1. Sie benötigen einen atmungsaktiven, kochfesten Baumwollstoff (z.B. Bettwäsche, Tischdecken, Servietten, Taschentuch, T-Shirt)
    Schneiden Sie daraus einen Streifen von 17 x 34 cm. Das ist die eigentliche Mundbedeckung.
  2. 2 weiche Gummibänder ca. ¾ cm breit und 15 – 17 cm lang (abhängig von der Gesichtsgröße).
  3. Zum Einfassen oben und unten werden 2 Bänder/Schrägstreifen 2,5 cm breit und 17 cm lang benötigt. 
  4. Zum Einfassen der Seiten werden 2 Bänder/Schrägstreifen mit 11 cm Länge benötigt. (Das ist die Länge nach dem Falten legen + Saumzuschlag)
    Mein Tipp. Nehmen Sie für jede Maske unterschiedliche Farben für die Bänder. Damit erkennt jedes Familienmitglied seine persönliche Maske.
  5. Dünnen Draht z.B. Blumendraht für oben.

Prüfen Sie die Atmungsdurchlässigkeit ihres gewählten Stoffes, indem Sie ein doppeltes Stück Stoff dicht um Mund und Nase schließen und ein- und ausatmen.

So wird genäht:

Legen Sie den großen Stoffstreifen doppelt. Nähen Sie die offene Seite zusammen und versäubern sie gleichzeitig mit einem der beiden 17 cm langen Bänder.


© VSB

Fassen Sie den Stoffbruch (oben) mit dem zweiten 17 cm langen Band ein. Schlagen Sie den Steifen um und nähen Sie dabei den Draht mit ein oder stecken sSe ihn anschließend durch den entstandenen Tunnel.

Legen Sie in nun den oben und unten eingefassten Stoffstreifen gleichmäßig in drei Falten mit etwa 1 cm Faltentiefe. Stecken Sie die Falten fest. Versäubern Sie die Seitennähte mit einem Zickzackstich. Dabei sind auch gleich die Falten festgenäht.

Zum Schluss müssen die beiden Seiten mit dem kurzen Band/Schrägstreifen eingefasst werden. Oben und unten jeweils die Bänder versäubern mit der Nahtzugabe.

Beim Umschlagen der Bänder auf die linke Seite die beiden Gummibänder an jeder Seite oben und unten zur Schlaufe gelegt mit einnähen. Mit diesen Schlaufen befestigt man die Mundmaske an den Ohren.

Alternativ kann anstelle des Gummis mit zwei Bindebändern à 90 cm gearbeitet werden.

Anwendung:

Die Mundmaske täglich, bzw. wenn sie feucht ist, wechseln und bei mindestens 60 Grad waschen. Am besten: Sie nähen gleich mehrere in Serie.

 

Wer eine Anleitung mit Bild bevorzugt, wird unter folgenden Links fündig:

Anleitung der Stadt Essen und Feuerwehr Essen: https://media.essen.de

Anleitung des Deutschen Caritasverbands: https://einzigware.de

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