Hauswirtschaft

10.05.2016

Hefeteig: Der Klassiker aus Omas Küche

Viele Menschen haben Angst vor der Zubereitung von Hefeteig. Doch der Teig ist vielseitig, praktisch und gesund, vor allem wenn er mit Vollkornmehl zubereitet wird.

Hefeteig besteht grundsätzlich aus Mehl, Wasser und Bäckerhefe. Dazu können noch weitere Zutaten wie Salz, Zucker, Milch, Fett oder Früchte gegeben werden. Er muss je nach Teigführungsart für einige Zeit einmal oder mehrmals "gehen",um sein Volumen zu vergrößern. Anschließend wird das geformte Gebäck im Backofen oder im Fett gebacken, über Dampf oder im Wasserbad gegart.

Hefe

Damit der Hefeteig gelingt, benötigt man Backhefe. Sie hat eine lange Tradition und wurde bereits von den alten Ägyptern kultiviert und zum Lockern von Brot eingesetzt. Die heute verwendete Hefe (= einzelliger Pilz) stammt ursprünglich aus der Bierproduktion. Durch Züchtung und Selektion bestimmter Heferassen wurden die backtechnischen Eigenschaften immer weiter verbessert. Hefe gibt es frisch und als Trockenhefe zu kaufen. Trockenhefe ist lange haltbar und besteht aus Backhefe, der die Flüssigkeit entzogen wurde.

Zubereitung

Verwendet man frische Hefe benötigt man einen Vorteig. Dafür gibt man das Mehl in eine große Schüssel. In die Mitte drückt man eine Mulde, bröckelt die Hefe hinein und fügt etwas Zucker und die lauwarme Milch oder Wasser hinzu. Je nachdem ob der Teig süß oder pikant werden soll.  Die Oberfläche wird wiederum mit Mehl bestreut. Dann decken Sie die Schüssel mit einem Tuch ab und warten bis der Vorteig sein Volumen deutlich vergrößert hat. Nun kommen die übrigen Zutaten hinzu und alles wird zu einem glatten und dehnbaren Teig verknetet. Er geht wiederum abgedeckt an einem warmen Ort, bis sich sein Volumen beinahe verdoppelt hat. Dabei entsteht das Gas Kohlendioxid, das durch erneutes Kneten gleichmäßig verteilt wird. Dieses Gas sorgt beim Backen für ein lockeres Gebäck.

Bei Trockenhefe müssen Mehl und Trockenhefe gut vermischt werden. Dann kommen die übrigen zimmerwarmen Zutaten dazu. Alles vermengen und gut kneten,  bis sich ein glatter Teig gebildet hat. Zur Erleichterung beim Kneten kann auch ein Handrührgerät verwendet werden. Erst auf niedriger Stufe, diese aber nach und nach steigern.  Auch dieser Teig muss an einem warmen Ort gehen bis sich sein Volumen beinahe verdoppelt hat.

Welche Vorteile bietet Hefeteig?

Vielseitig: Er kann süß oder pikant zubereitet werden, z. B. als Pizzateig, Brötchen, Kuchenteig, Krapfen, Stollen und Kleingebäck.

Fettarm: Im Vergleich zu Mürbteig oder Blätterteig kann er auch mit geringem Fettanteil zubereitet werden.

Vorrat: Hefeteig eignet sich gut zum Einfrieren. Nach dem Auftauen noch etwas ruhen lassen und wie gewohnt verarbeiten. Tipp: Hefeteig am Abend fertig zubereiten, aber nicht gehen lassen, abgedeckt in den Kühlschrank stellen und am Morgen frisches Gebäck zubereiten.

Praktisch: Trockenhefe ist bis zu einem Jahr haltbar, da die weiteren Zutaten oft vorrätig sind, kann auch kurz entschlossen ein Teig hergestellt werden. Verschiedene Hefeteige gibt es als Backmischung zu kaufen und als fertigen, tiefgekühlten oder frischen Teig aus dem Kühlregal.

Gesund: Auch wenn ein Teil der enthaltenen Vitamine durch den Backprozess zerstört wird, enthält Hefegebäck dennoch relevante Mengen an verschiedenen B-Vitaminen (z. B. B6: 1,0 mg/ 100 g Hefeteig). Hefeteig kann auch aus Vollkornmehl hergestellt werden und ist dann durch den hohen Kohlenhydrat-, Ballaststoff- und niedrigen Fettanteil ein sinnvoller Energielieferant.

Es gibt also viele gute Gründe sich mal wieder ein leckeres Stück Hefekuchen schmecken zu lassen. Auch wenn die Herstellung nach wie vor etwas Zeit in Anspruch nimmt, der Genuss entschädigt allemal!

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