Hauswirtschaft

01.12.2025

Heißluftfritteuse: Für wen lohnt sich der Kauf?

Knusprige Pommes ohne Fett, schnelle Zubereitung und einfache Reinigung – Heißluftfritteusen eilt ihr Ruf voraus. Doch halten sie auch, was sie versprechen? Erfahren Sie hier, worauf es beim Kauf zu achten gilt und ob sich die Anschaffung für den eigenen Haushalt lohnt.

Heißluftfritteuse: Für wen lohnt sich der Kauf?© leungchopan - stock.adobe.com
Knusprige Pommes ohne Ölbad?! Die Heißluftfritteuse macht es möglich.

Eine Heißluftfritteuse (oder Airfryer) gart Lebensmittel mithilfe von heißer Luft – ganz ohne oder mit nur sehr wenig Öl. Im Gegensatz zur klassischen Fritteuse, bei der die Speisen in heißem Fett schwimmen, arbeitet die Heißluftfritteuse ähnlich wie ein kleiner Umluftofen: Ein Heizelement erzeugt heiße Luft, die sich durch einen Ventilator schnell und gleichmäßig im Garraum verteilt. Dadurch werden die Speisen von allen Seiten erhitzt und bekommen eine knusprige Oberfläche – ganz ohne Ölbad.

Es gibt Schubladen- und Deckelmodelle. Viele Ausführungen verfügen zusätzlich über eine Grillfunktion oder rotierende Einsätze, um das Ergebnis weiter zu verbessern. Der Temperaturbereich eines Standardgerätes liegt bei 80°C bis 200°C. Es gibt aber auch Modelle, die im Niedertemperaturbereich bei 40°C arbeiten können, um empfindliche Lebensmittel zu verarbeiten.

Vorteile einer Heißluftfritteuse:

  • Vielseitigkeit: Neben frittierten Speisen kann das Gerät auch Fleisch, Fisch, Gemüse, Backwaren und sogar Kuchen zubereiten. Auch das Aufwärmen von Speisen ist schnell möglich.
  • Gesünderes Frittieren: Wer gerne frittierte Speisen isst, spart viel Fett ein. Meist reicht ein Esslöffel Öl für eine Beladung aus. Weniger Fett bedeutet auch weniger Kalorien.
  • Schnelle Zubereitung: Vorheizen entfällt häufig, und die Garzeiten sind kürzer als im Backofen. Dies gilt besonders für kleinere Portionen.
  • Spart Energie: Heißluftfritteusen sind in der Regel energieeffizienter als ein Backofen, insbesondere bei der Zubereitung kleinerer Portionen. Im Vergleich verbraucht eine Heißluftfritteuse weniger Strom als ein Backofen, da sie schneller aufheizt und die Garzeit verkürzt.
  • Leichte Reinigung: Die meisten Teile einer Heißluftfritteuse sind spülmaschinengeeignet.

Nachteile einer Heißluftfritteuse:

  • Längere Garzeiten bei größeren Mengen: Größere Mengen erfordern mehrere Durchgänge und verlängern die Zubereitungszeit. Für umfangreiche Gerichte oder für mehr Personen ist ein Backofen praktischer, da er mehr Platz bietet.
  • Platzbedarf in der Küche: Viele Modelle sind groß und benötigen eine feste Stellfläche – nicht ideal für kleine Küchen. Je aufwendiger das Bereitstellen des Geräts aber ist, desto weniger wird es genutzt.
  • Geräuschentwicklung: Der Lüfter kann während des Betriebs recht laut sein, was in offenen Wohnküchen gegebenenfalls stört.
  • Fettarmes Frittieren ist nicht die gesündeste Garmethode: Auch fettarm zubereitete Pommes sind kein Superfood. Wie in der Fettfritteuse kann auch im Airfryer durch zu hohe Temperaturen beim Frittieren von stärkehaltigen Produkten Acrylamid entstehen und sich dadurch das Krebsrisiko erhöhen. Deshalb stärkehaltige Lebensmittel nicht über 170 °C erhitzen.

Tipps für den Kauf:

  • Gerätegröße: Für Singles sollte ein Airfryer ein Fassungsvolumen von mindestens vier Liter haben, für einen größeren Haushalt finden sich Geräte mit einem Fassungsvermögen von bis zu 12 Liter.
  • Ausstattung: Verschiedene Schubladen oder Körbe ermöglichen flexiblere Einsatzmöglichkeiten. So lassen sich gleichzeitig verschiedene Gerichte zubereiten. Es gibt auch Geräte mit einem Wassertank, wodurch beispielsweise Fisch oder Gemüse weniger austrocknen. Sogar Fleischthermometer sind bei einigen Modellen zu erwerben. Sinnvoll kann auch ein Cool-Touch-Gehäuse sein. So bleibt die Außenfläche der Heißluftfritteuse im Betrieb kühl.
  • Leistung: Mit einer höheren Leistung wird die Gartemperatur schneller erreicht. Typische Modelle haben eine Leistung von etwa 1.300 bis 2.500 Watt.
  • Reinigung: Alle Geräteteile sollten sich leicht reinigen lassen, da eine Säuberung nach jedem Gebrauch notwendig ist.
  • Zubehör: Viele Airfryer enthalten mittlerweile ein umfangreiches Zubehörset wie Silikoneinsätze und Muffinformen. Auch auf die Korbgröße angepasste Backpapiereinsätze oder Ölspray zur gleichmäßigen Fettverteilung sind erhältlich.

Entscheidend: Individuelle Kochgewohnheiten, Küchen- und Haushaltsgröße

Insgesamt hängt die Kaufentscheidung für eine Heißluftfritteuse von den individuellen Kochgewohnheiten, der Haushalts- und Küchengröße und der Art der zubereiteten Speisen ab. Wichtig ist auch ein optimaler Stellplatz in der Küche. Gerade für kleinere Haushalt kann ein Airfryer eine sinnvolle Ergänzung sein.