Hauswirtschaft

06.07.2017

Hygiene in der Küche - wichtig als Krankeitsvorsorge

Jährlich erkranken viele Menschen an Mikroorganismen wie Salmonellen oder Campylobacter. Sie sind die häufigste Ursache für lebensmittelbedingte Infektionen. Oft ist der Ausgangsort die Küche! Daher ist hier Sauberkeit das oberste Gebot.

Hygiene in der Küche - wichtig als Krankeitsvorsorge
Foto: © JESHOOTS-pixabay.com

1. Sauberer Arbeitsplatz:

  • Hände waschen, Schmuck ablegen und Haare zusammenbinden, sollten selbstverständlich sein.
  • Arbeitsflächen, Spülbecken und Geschirr nach jedem Kochen säubern und gut nachtrocknen.
  • Abfälle oft entsorgen und die Abfallbehälter regelmäßig reinigen.
  • Kühl-und Gefriergeräte regelmäßig reinigen und den Inhalt kontrollieren.
  • Spüllappen regelmäßig waschen. Hier vermehren sich die Keime sehr gut.

Die Lagerung von Lebensmittelvorräten im Auge behalten:

Auch Küchengeräte wie Herd, Geschirrspüler und Kleingeräte brauchen zwischendurch eine Grundreinigung. Zum Beispiel sollte bei der Geschirrspülmaschine regelmäßig das Restesieb entleert und die Maschine mit Salz und Klarspüler versorgt werden.

Der Spülbeckenabfluss ist ein guter Nährboden für Bakterien. Hier kann ein Päckchen Backpulver, das in den Abfluss gestreut und mit etwas heißem Wasser aufgelöst wird, Abhilfe schaffen.

Tipp: Wenn keine akute Krankheit vorliegt, reicht es vollkommen aus, die Küche mit ganz normalen Reinigungsmitteln (z.B. Handspülmittel) sauber zu halten.

Arbeitsbereiche trennen:
Wenn möglich, rohe tierische Produkte nur in einem Bereich der Küche bearbeiten, bei Bedarf unter fließendem Wasser waschen und mit Küchenpapier abtupfen.
Auch Obst und Gemüse, das mit Erde behaftet ist, sollte sorgfältig gesäubert werden, weil Erde kritische Keime enthalten kann.

Benutzte Werkzeuge säubern:
Nutzen Sie Werkzeuge getrennt oder säubern Sie diese zwischendurch.
Schneidebretter können aus Holz oder Kunststoff sein. Achten Sie auf eine glatte Oberfläche, damit sich keine Keime einnisten können. Kunststoffbretter lassen sich gut in der Geschirrspülmaschine säubern. Holzbrettchen gehören keinesfalls in die Spülmaschine. Diese gut bürsten und an der frischen Luft trocknen lassen.

An- und verschimmelte Brettchen nicht weiter verwenden!

2. Richtige Lagerung und Kühlung von Lebensmitteln

  • Gekaufte Lebensmittel schnell in den Kühlschrank legen, empfindliche Waren wie Fisch, Fleisch und Milchprodukte eventuell mit einer Kühltasche transportieren.
  • Nahrungsmittel im Kühlschrank immer verpacken oder abdecken, das verhindert das Austrocknen und eine unerwünschte Geruchsübertragung. Überfüllen Sie den Kühlschrank nicht, die Luft muss zirkulieren. Die ideale Lagertemperatur ist 7°C.
  • Inhalt des Kühlschrankes regelmäßig auf Haltbarkeit überprüfen.
  • Gefrorene Lebensmittel im Kühlschrank auftauen, damit sich eventuell vorhandene Keime nicht vermehren. Auftauwasser immer gleich entsorgen.

3. Richtiges Garen von Nahrungsmitteln

  • Garen Sie Gerichte durch, die Kerntemperatur sollte mindestens 70°C haben.
  • Speisen abdecken und nicht lange warm halten, schnell abkühlen und bei Bedarf neu erhitzen.

Für ehrenamtliche Helfer bei Vereins- oder Schulfesten: die Hygiene-Checkliste
Wird für viele andere gekocht und gebacken, so ist besonders auf die hygienische Verarbeitung von Lebensmitteln zu achten. Deshalb bietet der VSB für ehrenamtliche Helfer bei Vereins- und Pfarrfesten, die Lebensmittel verarbeiten und verkaufen, eine Hygiene-Checkliste an. Angesprochen sind auch Eltern, die sich bei Veranstaltungen in Schulen und Kindergärten engagieren und Kuchen und Salate spenden.

Hygiene-Checkliste für ehrenamtliche Helfer

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