Hauswirtschaft

09.03.2021

Ordnung macht glücklich – 10 Tipps zum Ausmisten

Gerade im Frühjahr haben wir das Bedürfnis unsere Wohnung vom Winterstaub zu befreien und Ordnung zu schaffen. Ein Haushalt ist wesentlich pflegeleichter, wenn eine gewisse Grundordnung besteht, zudem fühlen sich Körper und Seele in einem übersichtlichen Wohnumfeld wohler. Um das Chaos zu bändigen, ist es erforderlich, sich von alten Dingen zu trennen und zu entrümpeln. Viele Menschen sind mit diesem Thema überfordert, wissen nicht wo sie anfangen sollen, oder es fehlt Ihnen die entsprechende Motivation. Wir geben Ihnen zehn Tipps, wie Sie systematisch Ordnung in Ihre vier Wände bringen.

Ordnung macht glücklich – 10 Tipps zum Ausmisten
Foto: © Sappheiros - stock.adobe.com

1. Klein anfangen, nicht alles auf einmal erledigen wollen. Nehmen Sie sich vor dem Start die Zeit, ihre Wohnung zu betrachten und wahrzunehmen, was notwendig ist. Dann nehmen Sie sich ein Zimmer oder einen Schrank nach dem anderen vor und fangen Sie beispielsweise mit dem Kleiderschrank im Schlafzimmer an. Teilen Sie die Arbeit in Etappen ein und planen Sie genügend Zeit dafür ein.

2. Suchen Sie Helfer. Gemeinsam macht eine Aufräumaktion nicht nur mehr Spaß, sondern ist auch effektiver, da Außenstehende zu Ihren Dingen einen weniger emotionalen Bezug haben und sich leichter davon trennen.

3. Reinigungsgeräte und -mittel bereitstellen und das Mobiliar nach dem Ausräumen gründlich nach dem folgenden Schema reinigen:  vom weniger zum stark Verschmutzten, von Innen nach Außen, von Oben nach unten.

4. Aussortieren – in drei Kategorien:

Kategorie 1: Wichtiges, häufig Benutztes. Lieblingsstücke und Kleidungsstücke, die noch richtig passen. Auch Dinge an denen Ihr Herz hängt. Diese Dinge sauber und funktionsfähig am benötigten Ort aufbewahren.

Kategorie 2: Selten Benötigtes. Übersichtlich, gut erreichbar verstauen, eventuell beschriften.

Kategorie 3: Überflüssiges, ungenutztes. Fachgerecht entsorgen, verschenken oder weiterverkaufen.

Dinge, bei welchen Sie unschlüssig sind, ob Sie diese noch benötigen, verstauen Sie in einer Kiste und stellen sie abseits. Was Sie nach einem Jahr nicht benötigten entsorgen Sie.

5. Ordnung schaffen – Ordnung halten. Alle Dinge haben ihren festen Platz in der Wohnung. Bewahren Sie sie immer dort auf, wo sie auch gebraucht werden. Hilfreich sind hierbei professionelle Aufbewahrungssysteme. Alle Haushaltsmitglieder sind aufgefordert, diese Grundordnung konsequent einzuhalten.

6. Ordnungssysteme helfen dabei, alle Gegenstände übersichtlich unterzubringen. Kleinteile beispielsweise in Behältern oder Körben aufbewahren, die von außen beschriftet sind. Trennwände in Schubläden, Hängeaufbewahrung in Schränken für Gürtel und Schals. Schlüssel und Geldbeutel in einer Schale nahe der Eingangstüre. Kleiderstangen oder der altmodische „stumme Diener“ verhindern herumliegende Kleidung. Magnetwände in Küche und Bad zur platzsparenden Unterbringung von Gewürzen oder Hygieneartikeln im Badezimmer. Wäschesortierer helfen, den Überblick bei der Wäsche zu behalten. Um einen Überblick bei den Unterlagen zu bekommen, sollten Sie diese gleich in thematischen Ordnern – möglichst digital – erfassen und einsortieren. Eine jährliche Überprüfung  auf Vollständigkeit und Aktualität bei Versicherungen, Banken und Einkommensteuerbelegen ist empfehlenswert.

7. Stauraum und Abstellräume optimal nutzen mit passenden Regalen für Schuhe, Taschen, Getränke, Dekoartikeln, Aufhängevorrichtungen für Besen, Ordnungssystemen für Putzsachen.

8. Kleiderschränke sinnvoller nutzen durch platzsparende Falttechniken. Am bekanntesten ist die Falttechnik nach „Marie Kondo“. Oberbekleidung, Unterwäsche oder Socken -alles wird in rechteckige Päckchen und "stehend" in Schrankschubläden gelegt. Das sorgt für eine bessere Übersicht und schützt die Teile vor Falten. Sind nicht genügend Schubläden vorhanden, können Sie die Pakete auch in Boxen oder Körbe legen. Diese Päckchen erleichtern auch das Kofferpacken. Kurse dazu bietet der VerbraucherService in Augsburg an. Übrigens gehören laut Kondo dunklere Farben dabei nach hinten und hellere nach vorne – so überrollt Sie beim Aufziehen der Schublade eine "Welle des Glücks".

Ein weiterer Tipp: Dinge, die auf Bügeln hängen, sollten eine aufsteigende Linie bilden. Schwere Jacken und Mäntel nach links und leichte Blusen und Röcke nach rechts, in die Mitte kommen Kleider. Im Schuhschrank schwere Schuhe nach unten und leichtere nach oben.

9. Horizontale Flächen freihalten. Verringern Sie die Ablageflächen wie Tische, Regale und Fensterbretter, sie ziehen Überflüssiges magisch an. Der Fußboden, als größte horizontale Fläche sollte weitestgehend frei bleiben, denn ein aufgeräumter Boden lässt den Raum ordentlicher wirken und ist auch schneller zu reinigen. Die Küchenarbeitsplatte ist der Arbeit vorbehalten, darauf dürfen nur Dinge stehen, die Sie täglich nutzen. Alles andere gehört in ein Schrankfach oder aufgehängt.

10. Routine einüben. Nehmen Sie sich jeden Tag zehn Minuten Zeit, um gezielt Ordnung zu schaffen. Zu fixen Zeiten aufräumen, am besten mit einem wöchentlichen Reinigungsplan. Immer wenn Sie einen Raum wechseln auch gleich die Dinge mitnehmen, die aufzuräumen sind.

Wohin mit aussortierten, überflüssigen Sachen?

Spenden und verschenken an gemeinnützige Organisationen, Freunde und Familie     erleichtert das Weggeben. Eine Anlaufstelle für Spenden an karitative Einrichtung in der Nähe finden Sie unter https://www.wohindamit.org/.
Sozialkaufhäuser und Secondhandshops in der Nähe eignen sich für Kleidung, Bücher, Geschirr, Möbel, Werkzeug, Sportgeräten, Spielzeug, Gartenartikeln und sonstigen Dekomaterialien.

Upcycling ist eine Form der Wiederverwertung von Stoffen oder nicht mehr passenden Kleidungsstücken. Mit viel Kreativität wird aus etwas Altem Neues gemacht.  Volkshochschulen sowie der VerbraucherService-Bayern bieten dazu

Kurse an. Auch eine letzte Verwendung als Putzlappen für besonders schmutzige Arbeiten ist sinnvoll.

Repair-Cafes benötigen manchmal Ersatzteile. Vielleicht besteht die Möglichkeit, ein defektes Gerät dort zu reparieren.

Flohmärkte sind Umschlagplätze für alles. Es erfordert jedoch Zeit und etwas Aufwand.

Online verkaufen. Plattformen gibt es dazu für die unterschiedlichsten Produkte. Prüfen Sie auf jeden Fall, ob Ihre Daten sicher sind.

Letzter Ausweg: entsorgen. Was Sie keiner weiteren sinnvollen Nutzung zuführen können, entsorgen Sie sachgerecht auf dem Wertstoffhof. Wertvolle Rohstoffe, wie sie vor allem in technischen Geräten verbaut sind, kommen damit ins Recycling.

Übrigens:

Es empfiehlt sich, auch digitale Geräte von Zeit zu Zeit zu entrümeln. Mehr darüber erfahren sie unter: Frühjahrsputz bei digitalen Geräten.

Nach dem Entrümpeln nicht gleich wieder in einen Kaufrausch verfallen. Minimalismus macht das Leben leichter. Manches, das Sie nur selten benötigen, können Sie auch ausleihen.


Links und Quellen:

www.test.de - "Entrümpeln - Wie Sie Krempel loswerden"

Ökotest Januar 2020

Online-Plattformen fürs Verkaufen, Verschenken, Spenden