Hauswirtschaft

08.10.2021

Reinigung und Pflege von Kaffeevollautomaten

Kaffeevollautomaten liegen im Trend. Laut Statistischem Bundesamt verfügten im Jahr 2020 bereits 20 Prozent aller privaten Haushalte in Deutschland über ein solches Gerät und die Zahl ist stark ansteigend. Die Vorstellung, auf Knopfdruck leckere Kaffeespezialitäten mit frisch gemahlenen Kaffeebohnen und cremigem Milchschaum zu erhalten, wirkt sich positiv auf die Verkaufszahlen aus. Um lange Zeit Freude am Kaffeevollautomaten zu haben, ist jedoch auch regelmäßige Reinigung und Pflege nötig.

Reinigung und Pflege von Kaffeevollautomaten
Foto: © Proxima Studio - stock.adobe.com

Im Gerät verbleibende Verschmutzungen, wie beispielsweise Kaffeefette und Milchreste, sind der ideale Nährboden für Bakterien, Keime, Algen und Schimmelpilze. Diese haben nicht nur negative Auswirkungen auf Geschmack und Hygiene, sondern beeinträchtigen auch die Funktionsfähigkeit des Kaffeevollautomaten.

Automatische oder manuelle Reinigung – abhängig vom Gerät

Unabhängig davon, für welchen Kaffeevollautomaten Sie sich entscheiden, ist es ratsam, einige (Reinigungs-)Aufgaben täglich vorzunehmen. Dazu gehört neben dem Befüllen des Wasserbehälters mit frischem Wasser auch das Entleeren des Kaffeesatzbehälters sowie die Reinigung der Abtropfschale.

Zahlreiche Kaffeevollautomaten verfügen bereits über automatische Reinigungs- und Entkalkungsprogramme. Wie häufig diese durchzuführen sind, ist geräteabhängig und kündigt sich durch einen Hinweis auf dem Display an. Der Nutzer muss lediglich ein Reinigungsmittel in Form von Tabletten oder Pulver zugeben. Zum Entkalken empfiehlt sich flüssiger Entkalker auf Zitronensäurebasis. Nicht geeignet dagegen ist Essigsäure, diese greift Dichtungen aus Gummi und Silikon an und macht sie brüchig. Bei sehr kalkhaltigem Leitungswasser ist die Verwendung von gefiltertem Wasser zu empfehlen.

Bei Geräten, die keine automatische Reinigung oder Entkalkung durchführen, stehen die Nutzer in der Pflicht. Hier ist es hilfreich, sich die Bedienungsanleitung des Gerätes genau durchzulesen und sich dann jedes Bauteil einzeln vorzunehmen.

Reinigung der einzelnen Bauteile

Der Wasserbehälter lässt sich einfach mit lauwarmem Wasser und einem Tropfen Spülmittel reinigen. Bei Kalkablagerungen empfiehlt sich ein geeigneter Entkalker. In manchen Wasserbehältern sind herausnehmbare Filter eingebaut, um eine frühzeitige Verkalkung des Gerätes zu verhindern.

Etwas aufwändiger ist die Reinigung jener Bauteile, die mit Milch in Verbindung kommen, wie beispielsweise Milchschaumdüse, Dampflanze und Milchschläuche. Diese Teile abnehmen, in Reinigungslösung einlegen und anschließend mit klarem Wasser gut durchspülen.

Im Bohnenbehälter finden sich vor allem Fettrückstände der Kaffeebohnen. Idealerweise wischen Sie diesen Behälter vor dem erneuten Nachfüllen mit einem sauberen, trockenen Tuch aus. Das Mahlwerk sollte eine Fachwerkstatt nach etwa 15 Kilogramm Bohnen reinigen.

Das Herzstück des Kaffeevollautomaten ist die Brühgruppe. Hier treffen Kaffeemehl und heißes Wasser aufeinander und erzeugen das gewünschte Aroma. Bei vielen Geräten ist es möglich, die Brühgruppe aus dem Gerät zu entnehmen. Grobe Verschmutzungen und Reste vom Kaffeepulver lassen sich mit einem Tuch oder einem Pinsel entfernen. Anschließend die Brühgruppe unter fließendem Wasser durchspülen und erst nach vollständiger Trocknung wiedereinsetzen. Dies mindestens einmal pro Woche durchführen. Kontrollieren Sie ebenfalls in regelmäßigen Abständen die Dichtungsringe und reiben Sie diese vorsichtig mit Silikonfett ein, um zu vermeiden, dass sie spröde werden.

Tipp: Empfehlenswert ist der Kauf eines Kaffeeautomaten im Fachgeschäft. Hier erhalten Sie im Idealfall nicht nur eine ausführliche Kaufberatung, sondern auch eine gründliche Einweisung in die notwendigen Reinigungs- und Pflegemaßnahmen.