Umwelt

15.01.2015, Biotonnenpflicht

Biomüll ist eine wertvolle Ressource

Seit dem 1. Januar 2015 gilt eine bundesweite Pflicht zum getrennten Entsorgen von Bioabfällen, so will es das 2012 in Kraft getretene Kreislaufwirtschaftsgesetz. Die Biotonnen-Pflicht gilt für alle Haushalte, in denen es keinen Kompost gibt.

In die Braune Tonne gehören alle Bioabfälle, denn Obst- und Gemüsereste, Gartenabfälle und auch Essensreste sind viel zu schade zum Verbrennen. Zur Energiegewinnung und als Dünger ist Biomüll eine wertvolle Ressource. Im Moment dürften pro Kopf in Deutschland jährlich noch über 62 Kilogramm davon im normalen Müll landen. „Das sind rund fünf Millionen Tonnen Bioabfälle, die unnötig in der Müllverbrennungsanlage landen“, meint Umweltberaterin Marianne Wolff vom VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB). Laut Bundesumweltministerium haben deutschlandweit 340 der etwa 400 Stadt- und Landkreise schon eine Biotonne eingeführt. Mehrere Millionen Bürger haben diese Tonne jedoch noch nicht und auch keine Möglichkeit, Bioabfälle selbst zu kompostieren. Zuständig sind die kommunalen Entsorger, die Länder müssen die Einhaltung des Gesetzes überwachen und notfalls einschreiten. Durch die konsequente Trennung kann das Restmüllvolumen verringert werden.

Verwendung biologisch abbaubarer Kunststoff-Beutel nicht sinnvoll

Wichtig ist eine möglichst geringe „Fehlwurfrate“. Die Expertin vom VSB verweist darauf, dass Beutel aus biologisch abbaubaren Kunststoffen in der Regel wenig Sinn machen: Die nötigen Temperaturen zur Kompostierung der Bioplastikbeutel von über 60 Grad und 90 Prozent Luftfeuchte schaffen viele Kompostanlagen nicht, so dass zum Schluss Plastikreste im Kompost bleiben. 

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