Umwelt

25.05.2012

Clever einkaufen, damit weniger Lebensmittel auf der Strecke bleiben

Die Welternährungsorganisation FAO schätzt, dass jährlich ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel verloren geht. Viele Nahrungsmittel werden entsorgt, bevor sie den Verbraucher erreichen. Wie kann unser Einkaufsverhalten dazu beitragen, dass weniger Lebensmittel auf der Strecke bleiben?

Überprüfen Sie Ihr Einkaufsverhalten
Obst und Gemüse im Supermarkt hat meist ein einheitliches, makelloses Aussehen. Doch auf dem Feld wächst nicht nur Designerware. Unförmige Kartoffeln oder schorfige Äpfel werden aussortiert, bevor sie der Verbraucher zu sehen bekommt. Dabei sagt das Aussehen nichts über Geschmack und Inhaltsstoffe aus. Lassen Sie sich deshalb nicht vom Äußeren blenden. Auf Bauernmärkten oder bei Direktvermarktern können Sie auch Obst und Gemüse finden, das nicht perfekt gewachsen ist.

Loses Obst und Gemüse bevorzugen
Wer unverpacktes Obst und Gemüse kauft, vermeidet nicht nur Verpackungs- sondern auch Lebensmittelabfall.
Denn wenn beispielsweise eine Tomate matschig ist, wird im Handel meist die ganze Packung entsorgt. Der Aufwand, unversehrten Inhalt zu trennen und neu zu verpacken, wäre zu groß. So landen ganze Gebinde im Müll.
Und auch zu Hause wird weniger Essen weggeworfen. Denn beim Einkauf unverpackter Lebensmittel können Sie die Menge wählen, die Sie wirklich benötigen.

Obst und Gemüse aus der Region, entsprechend der Saison
Je kürzer der Transport, desto geringer das Risiko für Verderb. Weiterer Pluspunkt: Regionales Obst und Gemüse schmeckt besser und ist gesünder, weil es reif geerntet werden kann. Essen im Jahresverlauf bietet zudem Vielfalt und Abwechslung. So genannte "Saisonkalender" informieren darüber, wann heimische Lebensmittel erhältlich sind. Und das Infoblatt des VSB zeigt welches Obst und Gemüse wie gelagert werden sollte

Stark verarbeitete Lebensmittel meiden
Fertiggerichte haben oft nicht die passende Größe, so dass Reste vorprogrammiert sind. Zudem enthalten stark verarbeitete Produkte mehr Zusatzstoffe und ihre Herstellung erfordert einen weiteren Energieeinsatz. Frische, naturnahe Waren sind deshalb aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen empfehlenswert.

Volle Regale bis zum Ladenschluss?
Für ständig gut gefüllte Regale wird oft mehr produziert als nötig, Überschuss wird entsorgt. Akzeptieren Sie auch mal Lücken und probieren Sie was anderes, wenn Ihre Lieblingssorte ausverkauft ist. Nutzen Sie die Möglichkeit, Brot vom Vortag günstiger zu kaufen. Greifen Sie zu, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum nahe ist und Sie das Produkt bald verbrauchen: Dieses ist kein Verfallsdatum sondern kann als "Empfehlung" verstanden werden. Es bedeutet nicht, dass ein Lebensmittel danach verdorben ist.

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