Umwelt

24.05.2018, Gegen Plastikmüll

Coffee-to-go – aber bitte Mehrweg

Coffee-to-go – aber bitte Mehrweg
Foto: © rawpixel - pixabay.com

Kaum einer Einwegverpackung wurde in den letzten so viel Aufmerksamkeit zuteil wie dem Coffee-to-go-Becher. Nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe verbrauchen die Deutschen rund 2,8 Milliarden Coffee to go-Becher pro Jahr, das macht 34 Einwegbecher pro Kopf. Nach schätzungsweise 15 Minuten landet ein Becher im Müll. Recycling? Fehlanzeige. Die meisten Einwegbecher bestehen aus Pappe mit einer Kunststoffbeschichtung und lassen sich nicht recyceln. In der Regel entsorgen die Konsumenten sie unterwegs über öffentliche Abfallbehälter oder werfen sie achtlos weg. Kommunen klagen deutschlandweit über das zunehmende Müllaufkommen.

Mehrweg schlägt Einweg – zumindest aus Umweltsicht

Es geht auch anders. Das Angebot an Mehrwegbechern steigt stetig. Edelstahl, Keramik, Kunststoff – Mehrwegbecher gibt es in verschiedenen Materialien und Formen. Vielerorts füllen Verkäufer Kaffee auch in mitgebrachte Gefäße ab.

Becher mitnehmen, tagsüber mitschleppen und zu Hause reinigen – der Aufwand ist vielen zu hoch, die Resonanz bisher verhalten. Wer Coffee-to-go trinkt, greift nach wie vor meist zur Einwegvariante.

Pfandbecher – zurück ins Geschäft statt in den Müll

Praktischer sind Pfandsysteme, bei denen Verbraucherinnen und Verbraucher den leeren Becher unterwegs einfach wieder abgeben. Mittlerweile haben verschiedene Städte eigene, stadtinterne Pfandbecher eingeführt, es gibt aber auch städteübergreifende Systeme wie RECUP und FairCup. Das Prinzip ist das gleiche: Der Kaffee wird unterwegs getrunken, anschließend kann der Pfandbecher in allen Läden, die mitmachen, wieder abgegeben werden. Je mehr Geschäfte sich beteiligen, desto bequemer für die Kunden. Für Pendler und Reisende, die während der Fahrt einen Kaffee trinken möchten, ist vor allem die städteübergreifende Variante günstig.

Raus aus der Wegwerffalle – Gemeinsam gegen Plastikmüll

Plastikmüll in der Umwelt gilt als eine der großen Herausforderungen der Zukunft. Um die Beseitigung von Plastikmüll aus der Umwelt zu finanzieren, fordert der VSB eine gesetzlich verankerte Abgabe auf Kunststoffprodukte. Die Online-Petition "Kein Plastikmüll in der Umwelt! Wir fordern Pflichtabgabe" endet am 05. Juni 2018. Zudem initiiert der Verbraucherverband seit Jahren Plastikfasten-Aktionen, um zum Umdenken anzuregen.

Weitere Informationen erhalten Sie in den Umweltberatungsstellen des VerbraucherService Bayern im KDFB.

Links:

Deutsche Umwelthilfe: Becherheld – Mehrweg to go

Spiegel online: Coffee to go und Alternativen zum Wegwerfbecher

Utopia: Coffee-To-Go

WirtschaftsWoche: Wie läuft’s mit dem Coffee to go im Mehrwegbecher?

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