Umwelt

10.12.2020

Last-Minute-Geschenke – ressourcen- und nervenschonend

Dieses Jahr ist alles anders. Doch eines bleibt sicherlich gleich: Geschenke unter dem Christbaum sollen auch an diesem Weihnachtsfest eine Freude bereiten. Ideen und Tipps für sinnvolle Last-Minute-Geschenke, die zudem ressourcenschonend sind, finden Sie hier. Ganz ohne stressigen Einkaufstrubel.

Last-Minute-Geschenke – ressourcen- und nervenschonend
Foto © chao-ye - Pixabay.com

Sinnvoll schenken

Nicht selten steht die Frage im Raum, was dem Beschenkten wohl eine Freude machen könnte. Fehlt die zündende Idee, greifen wir häufig zu Verlegenheits-Geschenken. Aber viele der gut gemeinten Dekoartikel oder Accessoires landen ungenutzt im Keller oder in der Mülltonne und schaden durch ihren sinnlosen Ressourcenverbrauch der Umwelt. Nicht materielle Geschenke stellen häufig die bessere Wahl dar – sie lassen sich schnell verwirklichen, einfach umsetzen und bereiten Freude.

Zeit verschenken: Modern und persönlich

Zeitgeschenke sind während der Corona-Pandemie besonders wertvoll und lassen sich sogar kontaktfrei realisieren. Statt sinnloser Konsumgüter liegt beispielsweise ein Zeitgutschein für einen Spieleabend mittels Videotelefonie oder für ein ausgiebiges Telefonat unter dem Christbaum. Auch ein Gutschein für einen besinnlichen Winterspaziergang, eine Schneeballschlacht oder einen Ausflug im Frühling macht auch zu Corona-Zeiten sicherlich viel Freude. Weitere Anregungen finden Sie auf der Internetseite „Zeit statt Zeug“.

Selbstgemachtes: Individuell und persönlich

Wer gerne etwas von Herzen verschenken möchte, liegt mit selbstgemachten Dingen richtig. Gerade im kulinarischen Bereich sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Kräuteröle, Hochprozentiges, weihnachtliche Pralinen oder Marmelade, es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, mit selbst hergestellten Produkten eine Freude zu bereiten.

Mit einfachen Mitteln lassen sich auch Bastelideen umsetzen. Fotos in einem Fotorahmen oder Kalender werden in kürzester Zeit zu einem persönlichen Geschenk. Eine kreative Kerze lässt sich einfach aus alten Kerzenresten ziehen. Ein Stück Papier wird durch hübsche Accessoires oder einen netten Spruch zum persönlichen Lesezeichen. Verschiedene Backzutaten im Glas, verschenkt mit einem selbst geschriebenen Rezept, ergeben eine persönliche Backmischung. Auch im Kosmetikbereich gibt es Möglichkeiten, Cremes, Seifen oder Öle selbst herzustellen. Einige Anregungen für Selbstgemachtes finden Sie bei Utopia.

Gutschein: Einlösen nach Wahl

Wer Überraschungen bevorzugt, wählt einen Gutschein. Ob für Kosmetik, Schokolade oder Erlebnisse, hier gibt es die verschiedensten Variationen. Gutscheine regionaler Einzelhändler unterstützen die von der Corona- Pandemie betroffenen Händler. Vielleicht ist auch ein Einkaufsgutschein eines Unverpackt-Ladens vor Ort eine Idee? Fristen und rechtliche Grundlagen zu Gutscheinen lesen Sie in unserem Verbrauchertipp.

Gebrauchtes schenken

Soll es doch etwas Materielles sein, findet sich in Secondhand-Läden oder auf verschiedenen Onlineportalen auch noch schnell etwas bereits Genutztes. Gerade wenig benutztes Spielzeug bereitet einem anderen Kind noch viel Freude. Mit Online-Kleinanzeigen aus der Region gelingt das auch noch ganz kurz vor Weihnachten.

Elektronische Geräte wie Smartphones, Tablets oder Laptops sind auch dieses Jahr wieder beliebte Weihnachtsgeschenke. Bei der Herstellung der Geräte entsteht allerdings eine große Umweltbelastung (Digitalisierung: größter Anteil am Ressourcenverbrauch) Ein Gutschein für ein generalüberholtes Smartphone mit Garantie von Firmen wie „rebuy“, „refurbed“ oder „AFB social and green IT“ bringt meist die gleiche Freude und schont Ressourcen.

Kulinarisches aus fairer Landwirtschaft

Verschenken Sie doch einfach einmal einen Rebstock. Mit dem Konzept Crowdfarming ist das möglich. Sie adoptieren ein beliebiges Projekt und der Beschenkte ist dann für ein Jahr beispielsweise Pate für einen Kartoffelacker, einen Bienenstock oder ein Schaf und bekommt anteilig die Ernte nach Hause geschickt. Der Direktverkauf sichert den Bauern ihre Einkünfte.
 

Noch regionaler geht es mit einem Abonnement einer Gemüsekiste. Die meist ökologisch angebauten Waren werden nach Wunsch in verschiedenen Größen direkt zum Beschenkten nach Hause geliefert.

Symbolische Geschenke: Für wunschlos glückliche Menschen

Wer mit seinem Geschenk etwas Gutes tun möchte, kann im symbolischen Sinne auch ein Stück Regenwald, ein Jahr Schulbesuch für ein notleidendes Kind oder eine Spende für gemeinnützige/wohltätige Verbände oder die Corona-geplagten Kultur- und Sporteinrichtungen verschenken. Dies eignet sich besonders gut, wenn der Beschenkte eigentlich keine Wünsche hat. Mit einem symbolischen Geschenk bereiten Sie doppelt Freude. Seriöse Spendenorganisationen finden Sie in unserem Verbrauchertipp zum Thema Spenden.

Falls Sie trotz allem gar nicht wissen, was Sie verschenken könnten, bleibt zu guter Letzt noch ein nett verpacktes Geldgeschenk. Damit erfüllt sich der Beschenkte dann selbst einen Wunsch.

Gerade wenn Sie zu den Menschen gehören, die Ihre Geschenke auf den letzten Drücker besorgen, haben Sie gute Chancen, damit auch der Umwelt etwas Gutes zu tun. Vor allem kann viel Verpackungsmüll eingespart werden. Das stark gestiegene Onlinegeschäft verursacht allein durch die Papiermengen enormen Ressourcenverbrauch (Umwelttipp Papierverbrauch).