Umwelt

27.02.2014

LEDs ziehen in Haushalte ein

Leuchtdioden haben sich inzwischen als Alternative zu Energiesparlampen etabliert. Sie benötigen wenig Strom und haben eine sehr lange Lebensdauer. Wir informieren, worauf Sie beim Kauf achten sollten.

LED bedeutet Licht emittierende Diode. In Taschenlampen und als „Spots“ zur punktuellen Beleuchtung wird diese Technologie schon seit längerer Zeit verwendet. Mittlerweile gibt es auch für Haushaltslampen eine Vielzahl an Formen und Farben. Es lohnt sich, beim Kauf genau hinzuschauen.

LEDs als Alternative zu Energiesparlampen
Qualitativ hochwertige LEDs lohnen sich insbesondere bei langer Brenndauer. Hier können Verbraucher trotz der meist höheren Anschaffungskosten langfristig sparen. Denn die Leuchtdioden erzeugen Licht besonders effizient und sind mit vom Hersteller versprochenen und vereinzelt auch nachgewiesenen 25.000 Betriebsstunden extrem langlebig.

Im Dauertest von Stiftung Warentest erreichen zwei LEDs, die im Test 2011 mit „sehr gut“ bewertet wurden, mehr als 25.000 Stunden Brenndauer. Allerdings leuchtet nicht jede LED-Lampe so lange, bei manchen Modellen ging schon vorzeitig das Licht aus.

Leuchtdioden haben gegenüber Energiesparlampen weitere Vorteile.
  • Sie sind schaltfest und erreichen sofort nach dem Einschalten ihr volles Licht.
  • Sie sind kälteresistent und deshalb gut für Außenbereiche geeignet.
  • Sie geben ihr Licht gebündelt ab und eignen sich gut für Strahler.
  • Sie enthalten kein Quecksilber.

Informieren Sie sich vor dem Kauf mit Hilfe von Testberichten, wie beispielsweise von der Stiftung Warentest (test 10/2013). Vergleichen Sie insbesondere Leuchtkraft und Brenndauer.

Gute Umweltbilanz bei richtiger Entsorgung
Die Stiftung Warentest hat zudem die Umweltbilanz von LEDs, Energiespar- und Halogenlampen verglichen. Demnach weisen Leuchtdioden die beste Umweltbilanz auf: Der erhöhte Materialaufwand wird durch ihre extrem lange Lebensdauer und ihren geringen Stromverbrauch wettgemacht – vorausgesetzt, die Lampen werden richtig entsorgt und recycelt.

Beachten Sie: Energiesparlampen und LEDs dürfen nicht über den Hausmüll entsorgt werden sondern sind an speziellen Sammelstellen abzugeben. Unter www.lightcycle.de finden Sie Sammelstellen in Ihrer Nähe.

Hilfreiche Angaben auf der Verpackung

Leuchtkraft
War beim Kauf von Glühbirnen die Angabe in Watt (W) ein Hinweis auf die Helligkeit einer Lampe, so ist dieser Wert heute wegen der verschiedenen Techniken nicht mehr aussagekräftig. Ein Maß für die Helligkeit ist der Lichtstrom, er wird in Lumen (lm) angegeben.

Lichtfarbe
Die Lichtfarbe oder auch Farbtemperatur beeinflusst unser Wohlbefinden. Sie wird in Kelvin (K) angegeben. Im Wesentlichen unterscheidet man zwei Bereiche:
  • Warmweiß: 2.500 bis 3.000 K, geeignet für Wohnräume, vergleichbar mit Glühbirne (2.700 K)
  • Kaltweiß, neutralweiß, tageslichtweiß: 4.000 bis 6.500 K, für Arbeitsbereiche, z.B. Büros

Farbwiedergabe
Jeder hat wohl schon festgestellt, dass Farben je nach Lichtquelle unterschiedlich, teilweise sehr verfremdet wiedergegeben werden. Als Maß für unverfälschte Farbwiedergabe gilt der so genannte Ra-Wert. Für die Glühbirne mit ihrem kontinuierlichen Lichtspektrum wird ein Ra-Wert von 100 definiert. Die Farbwiedergabe der anderen Leuchtmittel wird auf diesen Wert bezogen. Für den Wohn- und Arbeitsbereich gelten Ra-Werte von über 80 als ausreichend und werden von nahezu allen Leuchtmitteln erreicht.

Energieeffizienz
Wie effizient eine Lampe ist, wird durch das vorgeschriebene EU-Energielabel auf der Verpackung angezeigt. Besonders sparsame Haushaltslampen werden in die Energieeffizienzklasse A++ eingestuft. Die Effizienzklasse C müssen klare Lampen mit ungerichtetem Licht mindestens erreichen, matte Lampen müssen sogar mindestens die Kriterien der Klasse A erfüllen. Lampen mit gerichtetem Lichtstrahl, so genannte Spots, werden in die Klassen A++ bis E eingeteilt.

Weiterführende Informationen:
Informationen zum Energielabel für Lampen (Initiative Stromeffizienz)
Beleuchtung (Energie-Atlas Bayern)
Energiesparlampe und LED (Bayerisches Landesamt für Umwelt)

Weitere Informationen erhalten Sie in unseren Beratungsstellen. Dort können Sie auch Testberichte einsehen.
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