Umwelt

17.11.2023

Mitmachaktion „Alles öko oder was?“ Greenwashing auf der Spur 

Nachhaltigkeit ist ein Verkaufsargument. Der Gesellschaft für Konsumforschung (Gfk) zufolge sind Verbraucher*innen trotz Preissteigerungen bereit, mehr Geld für umweltfreundliche Produkte auszugeben. Eine Vielzahl an Slogans und Labeln auf Verpackungen und Etiketten erwecken den Eindruck, dass es sich um nachhaltige Produkte handelt. Doch stimmt das wirklich?

Unter dem Motto „Alles öko oder was?“ ruft der VerbraucherService Bayern dazu auf, ab sofort beim Einkauf genau hinzuschauen und irreführende Umweltaussagen, so genanntes Greenwashing, aufzudecken. Die Aktion endet am 8. März 2024.

Mitmachaktion „Alles öko oder was?“ Greenwashing auf der Spur © Firn - stock.adobe.com
Greenwashing: Werbeaussagen, die einen Umweltvorteil versprechen, jedoch wenig aussagekräftig und nicht belegt sind.

Greenwashing bezeichnet Werbeaussagen, die einen Umweltvorteil versprechen, jedoch wenig aussagekräftig und nicht belegt sind. Beispielsweise erweckt der Aufdruck „aus Recyclingmaterial“ den Eindruck, dass ein Kleidungsstück besonders umweltfreundlich ist. Er sagt jedoch nichts darüber aus, wie hoch der Anteil an Recyclingmaterial tatsächlich ist und ob bei der Herstellung umweltschädliche Chemikalien zum Einsatz kommen.

Häufig zu finden ist auch Werbung mit Selbstverständlichkeiten wie beispielsweise „plastikfrei“ auf einer Glasflasche oder positiv besetzten Begriffen wie „Bioplastik“, die einen Vorteil für Umwelt und Gesundheit versprechen, der aber nicht belegt werden muss. Den tatsächlichen Mehrwert müssen Unternehmen bisher nicht nachweisen, eine Gesetzesänderung soll dies EU-weit in Zukunft ändern. 

Mit der Mitmachaktion will der bayerische Verbraucherverband auf das Problem aufmerksam machen und die Forderungen an die Politik unterstreichen. Die Experten untersuchen, an welchen Stellen aus Verbrauchersicht Klärungsbedarf besteht und welche Begriffe und Produkte besonders häufig beanstandet werden. Die Juristen des VerbraucherService Bayern prüfen zudem, ob ein Verstoß vorliegt, der abgemahnt werden kann. 

Teilnahmebedingungen Mitmachaktion „Alles öko oder was?“ 

Werden Sie zum Detektiv: Entdecken und fotografieren Sie Verpackungen oder Etiketten, die nach Ihrem Eindruck die beworbene Umweltfreundlichkeit nicht erfüllen.

Einsendeschluss: 8. März 2024

Senden Sie uns Ihre Fotos von Aufdrucken, bei denen Sie Greenwashing vermuten, bis 8. März 2024

- per E-Mail an ub-passau@verbraucherservice-bayern.de oder
- per Post an Verbraucherservice Bayern im KDFB e.V., Ludwigsplatz 4, 94032 Passau.

Die ersten 20 Eingänge erhalten den VSB-Kalender „Gemeinsam fürs Klima“.

Mit der Einsendung stimmen Sie unseren Teilnahmebedingungen zu. 

Veranstaltungen zum Thema in der Weltverbraucherwoche 

Online-Vortrag "Grüner Anstrich oder echte Nachhaltigkeit" 

Workshop in Würzburg "Greenwashing - Spurensuche im Supermarkt" 

Workshop in Ansbach "Greenwashing - Spurensuche im Supermarkt"

Workshop in Augsburg "Greenwashing - Spurensuche im Supermarkt"