Umwelt

07.05.2013

Nachhaltig Waschen: Sparsam, sauber und hygienisch

Lange Waschdauer - niedrige Temperaturen
Das Aufheizen des Wassers macht beim Wäschewaschen den größten Anteil am Stromverbrauch aus. Energiesparprogramme sparen, indem die Temperatur reduziert wird. Zur Steigerung der Reinigungsleistung wird die Waschdauer verlängert.

Widerstehen Sie der Versuchung, aus Zeitgründen Kurzprogramme zu wählen. Sie haben eine geringere Spülleistung und sind nur für sehr leicht verschmutzte Wäsche geeignet. Dabei verbrauchen Sie in der Regel mehr Strom als Sparprogramme.

Temperaturen und Waschmittel passend zur Wäsche wählen
Wählen Sie die Temperatur so niedrig wie möglich. Dank moderner Technik und Waschmittel hat die Kochwäsche bei 90°C heute im normalen Haushalt ausgedient. Achten Sie auf die Pflegehinweise in Ihren Textilien.

  • Für Buntwäsche reichen meist 30°C aus. Hier können Sie je nach Wäsche ein Fein- oder Colorwaschmittel verwenden.
  • Leicht verschmutzte Oberbekleidung wie T-Shirt oder Hemd können sogar bei Temperaturen unter 30°C gewaschen werden. Flecken sollten Sie allerdings vorbehandeln, da diese bei niedrigen Temperaturen schlechter entfernt werden. Achten Sie darauf, dass das gewählte Waschmittel für Niedrigtemperaturwäsche geeignet ist.
  • Stark verschmutzte und hygienisch anspruchsvolle Wäsche wie z.B. Geschirrtücher, Putzlappen, Saunatücher oder Babylätzchen sollten Sie bei mindestens 40°C bis 60°C waschen. Verwenden Sie hierfür ein pulverförmiges Voll- bzw. Universalwaschmittel: Die darin enthaltenen Bleichstoffe beseitigen nicht nur Flecken sondern wirken zudem auch keimtötend. Flüssigwaschmittel enthalten keine bleichaktiven Substanzen und wirken im Bedarfsfall nicht ausreichend gegen Keime.

Wenn im Haushalt ansteckende oder gar meldepflichtige Krankheiten auftreten sowie bei besonders empfindlichen Personen, z.B. mit Immunschwäche, können zusätzliche Hygienemaßnahmen sinnvoll sein.

Hygienisch waschen - an die Waschmaschine denken

Auch in der Waschmaschine können sich Keime vermehren und einen so genannten Biofilm bilden. Infolgedessen können in der Maschine sowie auf frisch gewaschener Wäsche unangenehme Gerüche auftreten.

Um dies zu verhindern, sollte etwa ein- bis zweimal im Monat mit einem pulverförmigen Vollwaschmittel bei 60°C gewaschen werden. Stiftung Warentest hat im test 1/2013 Waschmaschinen getestet. Das Ergebnis: Im geprüften 60-Grad-Energiesparprogramm wurden meist nur Temperaturen von 40 bis 50°C erreicht. Für die Waschleistung ist dies ausreichend, für die Hygiene unter Umständen nicht.

Frisch gewaschene Wäsche sollten Sie möglichst bald nach Programmende aus der Maschine nehmen. Lassen Sie die Tür der Waschmaschine nach Entnahme der Wäsche geöffnet. Die Einspülkammer sollten Sie leicht offen lassen und regelmäßig reinigen.

Die angegebene Temperatur wird in Energiesparprogrammen oft deutlich unterschritten. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, wählen Sie bei Bedarf das Normalprogramm bei 60°C.

Hilfreiche Internetseiten:

Stiftung Warentest - Antwort auf Ihre Wäsche-Fragen

Umweltbundesamt - Die richtige Wahl für energiesparendes und trotzdem hygienisches Wäschewaschen

Forum Waschen - Fakten zum "Waschen bei niedrigen Temperaturen"

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