Umwelt

07.05.2015, Aktionstag "Nachhaltig (Ab-)Waschen"

Waschmittel richtig dosieren

Wer nachhaltig wäscht, erzielt ein gutes Waschergebnis und kann Umweltbelastungen minimieren. Mit der richtigen Dosierung reduzieren Sie Ihren Chemikalienverbrauch und sparen so Geld. Zudem vermeiden Sie Ablagerungen an Geräten und Textilien.

Waschmittel richtig dosieren
Foto: © Sandra Cunningham - Fotolia.com

Die richtige Dosierung von Waschmittel hängt von 3 Faktoren ab

Dosierempfehlungen auf Waschmittelpackungen werden meist als Tabelle angegeben: Sie geben Auskunft, wie viel Milliliter (ml) Waschmittel für den Waschgang benötigt werden. Dies gilt für flüssige und für pulverförmige gleichermaßen.

Wäschemenge
Die Angaben beziehen sich immer auf eine Wäschemenge von 4,5 Kilogramm bei Voll-/Universal-und Colorwaschmitteln und auf 2,5 Kilogramm bei Feinwaschmitteln, jeweils im trockenen Zustand. Bei Geräten mit größerem Fassungsvermögen sowie bei Teilbeladung ist die Dosierung anzupassen, entsprechend der Angabe auf der Waschmittelpackung. Wird beispielsweise nur eine halbe Waschmaschinenladung im Buntwaschgang gewaschen, kann die Menge von Color- und Vollwaschmittel auf 2/3 der angegebenen Dosierung für volle Beladung reduziert werden.

Wasserhärte
Als zweiter Faktor ist die Wasserhärte (weich, mittel oder hart) wichtig für die Bestimmung der Menge an Waschmittel. So wird bei weichem Wasser weniger Waschmittel benötigt als bei hartem Wasser. Alle handelsüblichen Waschmittel enthalten einen Wasserenthärter, der für hartes Wasser bis zu 30° deutscher Härte (oberer Härtebereich 3) ausreicht. Nur im Ausnahmefall, das heißt bei Wasser über 30° dH, ist es notwendig, einen zusätzlichen Wasserenthärter zu verwenden. Die Wasserversorger geben Auskunft über die Wasserhärte des Leitungswassers. Diese kann auch innerhalb einer Stadt unterschiedlich sein, je nachdem aus welcher Quelle das Wasser stammt.

Verschmutzungsgrad
Der jeweilige Verschmutzungsgrad (leicht, normal oder stark) ist der dritte entscheidende Faktor für die Waschmittelmenge. Maßgeblich ist dabei das Textilstück, das am stärksten verschmutzt ist. Für T-Shirts, Hemden oder Blusen, die nicht länger als einen Tag getragen wurden und nicht groß verunreinigt sind, reicht die Waschmittelmenge für „leicht verschmutzt“. Eine Dosierung für „stark verschmutzt“ ist nur bei deutlich erkennbaren Verunreinigungen oder Flecken nötig. Beispiele sind Babylätzchen, Fußball- oder Kinderkleidung.

Es lohnt sich, Flecken gezielt vorzubehandeln: Bei einer Fleckenvorbehandlung einzelner Wäschestücke kann die Waschmittelmenge in der Waschmaschine entsprechend auf „leichte Verschmutzung“ reduziert werden.

Dosierungsfehler erkennen

Überdosierung: Zu viel Waschmittel bringt kein besseres Waschergebnis, sondern beeinträchtigt sogar das Spülergebnis. Waschmittelreste in der Einspülkammer oder Ablagerungen auf der Wäsche können die Folge sein. Zudem belastet eine Überdosierung das Abwasser unnötig und erhöht die Kosten.

Unterdosierung: Zu wenig Waschmittel hat Auswirkungen auf die Enthärtung und die Schmutzentfernung. Eine Unterdosierung kann sich folgendermaßen bemerkt machen:

  • Vergrauung der Textilien
  • Kalkablagerungen auf der Wäsche
  • unangenehmer Geruch – Hautfett
  • Fettläuse
  • klebriger Belag in der Waschmaschine

Hochkonzentrierte Pulver (Super- oder Ultrakompaktwaschmittel) sind aus Umweltsicht besonders empfehlenswert. Aufgrund ihrer hohen Wirkstoffkonzentration ist bei ihnen jedoch eine genaue Dosierung wichtig. Bei Tabs und Cabs ist die Dosierung vorgegeben und somit weniger passgenau.

Weitere Informationen

Hier als Download unsere Broschüren: Umweltbewusste Waschepflege und Waschmittel richtig angewendet
Infomaterialien zum Thema Waschen und Reinigen erhalten Sie auch in unseren Beratungsstellen mit Umweltberatung (Ansbach, Augsburg, Passau und Regensburg).
Infos zum deutschlandweiten Aktionstag "Nachhaltig (Ab-)Waschen" und zum Thema finden Sie beim Forum Waschen unter www.forum-waschen.de.

den ganzen Artikel zeigen