Umwelt

16.12.2014

Weihnachten – ein Fest für Verpackungsabfall und kurzlebige Artikel?

Weihnachten ist ein Fest mit hübsch verpackten Geschenken und gutem Essen. Die Berge von Verpackungen und Geschenkpapieren kann man mit etwas Überlegung und Phantasie in den Griff kriegen, und so mancher Verpackungsabfall und Fehlkauf lässt sich vermeiden.

Verpacken von Geschenken

Schon beim Verpacken von Geschenken gibt es verschiedene Möglichkeiten. Folien aus Metall oder Kunststoff sind unter ökologischen Aspekten nicht zu empfehlen, insbesondere wenn sie nur ein einziges Mal verwendet werden. Beim klassischen Geschenkpapier sind Varianten aus Recyclingpapier im Handel, welche die Umwelt weniger belasten und mit dem „Blauen Engel“ gekennzeichnet sind. Ausrangierte Kalenderblätter eignen sich auch gut als Verpackungsmaterial und haben den Vorteil, dass sie nicht extra zu diesem kurzlebigen Zweck hergestellt werden.

Mit Textilien, z.B. Schals oder Geschirrtüchern, lassen sich Geschenke ebenfalls hübsch verpacken und der/die Beschenkte hat gleich ein praktisches Zusatzgeschenk. Gar keine Verpackung und als Blickfang lediglich ein Schleifchen, bevorzugt aus Stoff, kann ebenfalls eine Möglichkeit sein. Bei selbst hergestellten Genüssen aus der Küche wie Marmelade, Likör oder Gebäck wirkt das besonders attraktiv.

Kauf von Geschenken

Bereits beim Kauf sollte man an die Entsorgung denken. Vor allem Pralinen sind häufig aufwändig festlich verpackt – viel Verpackung, im Verhältnis dazu wenig Inhalt – da wird viel Material gekauft, das kurze Zeit später wieder weggeworfen wird. Bei Spielzeug empfiehlt sich, auf Qualität zu achten, denn billige Plastikartikel gehen häufig vorzeitig kaputt und können Schadstoffe abgeben – die Freude an dem Geschenk ist dann nur kurz. Auch bei elektrischen und elektronischen Geräten ist Qualität und damit Langlebigkeit ein wichtiger Aspekt, ebenso die Frage, ob das Gerät repariert werden kann.

Was auf den ersten Blick witzig erscheinen mag kann wegen der eingebauten Batterien schnell zum Problemmüll werden, wie z.B. musikalische Weihnachtskarten oder blinkende Schuhe. Hier lohnt sich die Überlegung, ob man diese Geschäftsidee wirklich unterstützen will. Abfall wird auch vermieden, wenn man Erlebnisse verschenkt, etwa Gutscheine für Konzert- oder Kinobesuche oder eine Einladung zu einem besonderen Essen.

Einkauf für das Weihnachtsessen

Hier gilt es, wie bei jedem Einkauf, auf zusätzliche Verpackungen möglichst zu verzichten. Als erstes sollte man für den Transport eigene Taschen mitnehmen. Zusammengefaltete Stoff- oder Kunststofftaschen nehmen nicht viel Platz ein, man kann praktisch immer eine als Reserve dabei haben. Grundsätzlich ist es sinnvoll, bei jedem Artikel den Verpackungsaufwand kritisch zu begutachten. Dieser ist bei kleinen Portionspackungen wie z.B. Kondensmilch unverhältnismäßig groß und es lohnt sich, über Alternativen nachzudenken. Entscheidet man sich etwa bei Äpfeln oder Karotten für lose statt abgepackter Ware, so vermeidet man ebenfalls unnötigen Verpackungsmüll. Loses Obst und Gemüse muss normalerweise auch nicht in die bereitliegenden dünnen Plastiktüten verpackt werden. Plastiktaschen sind nur dann akzeptabel, wenn sie stabil sind und mehrfach verwendet werden.

Tipps

  • Wenn Sie die Geschenke vorsichtig auspacken, erhöht das die Spannung, und Sie können das Geschenkpapier im nächsten Jahr erneut verwenden.
  • Stoffbänder gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und Breiten. Sie können nach Gebrauch gebügelt werden und sind dann wieder wie neu.
  • Beim Verschenken von Gutscheinen oder Erlebnissen vermeiden Sie Verpackungsmüll und Fehlkäufe.

 

Weitere Informationen erhalten Interessierte in den Beratungsstellen des VerbraucherService Bayern.

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